Beiträge von saintsimon

    Bei web.de free gibt es immerhin noch den Fax-Empfang inklusive, und eventuelle Wunsch-Fax-Nummern aus der Club-Zeit bleiben beim Downgrade erhalten. Bei GMX für lau gibt es keinen Fax.
    Ansonsten habe ich web.de auf Durchzug per Weiterleitung geschaltet, da füllt sich das winzige Postfach nicht. Geld ist Web.de Club nicht wert.

    Zitat

    Original geschrieben von uwm
    Victorinox Messer nutze ich nicht mehr - ist mir persönlich zu klein.


    Im Auto liegt ein Leathermann Supertool, für alle Fälle.


    Als Taschenmesser kam bisher das hier
    zum Einsatz, ...


    Leider sind Einhandmesser mit Klingensperre seit einigen Jahren in der Öffentlichkeit nicht mehr erlaubt, auch Messer mit fester Klinge dürfen max. 12 cm Klingenlänge haben.


    Meine Spyderco Police und meine Benchmade sind somit nur noch für den Hausgebrauch relevant, die Al Mar Fairbairn-Sykes ohnehin nur ein Sammlerobjekt.


    Dafür habe ich im Schlüsseletui immer den Leatherman Micra dabei, sehr praktisch und robust mit der Schere und den kleinen Funktiönchen. Damit kann man auch billige Büroschreibtisch-Schlösser knacken ...


    Von meinen Mile&More-Meilen habe ich mal den stets dienstbaren Lufthansa-Victorinox Huntsman geholt


    Als legale feste 12 cm Klinge habe ich zum absoluten Schnäppchen-Preis (der jetzigen China-Modelle) mir den ausverkauften SOG Revolver TREV-8 aus der japanischen Produktion ergattert, welche eine Bowie- und eine Tanto-Klinge auf einem Klingenblatt hat:



    Für den Bereich dazwischen habe ich noch Wenger NewRanger-Modelle und/oder 10cm-Opinels im Auge.

    Zitat

    Original geschrieben von archie83
    Willst du damit andeuten, dass das Geburtsdatum im Melderegister nicht mehr stimmt? :rolleyes:
    Über Eheschließungen wissen die Standesämter sicher am besten Bescheid.
    Man darf eben nicht vergessen, dass wir in Deutschland eine Meldepflicht und damit für die Infrastrukturplanung genug Daten zur Verfügung haben.


    Die Kommunen müssen übrigens regelmäßig Statistiken des Melderegisters an das jeweilige Statistische Landesamt melden und dieses wiederum an das Statistische Bundesamt.


    Stimmt, deswegen machen Firmen auch nie Inventur, denn in deren Büchern steht ja schon alles.


    Welchen Sinn ein Abgleich zwischen Soll und Ist hat, müßte sich Dir eigentlich erschließen. Die Fragebögen für einen Bruchteil der Bevölkerung dienen wie gesagt auch dazu die Abweichung der Registerdaten von den Ist-Werten besser abzuschätzen, denn die eigentliche Volkszählung in D findet ja unauffällig per Abgleich der Behördendaten statt, nicht über die Personenfragebögen.

    Der Großteil der Volkszählung geschieht ja gar nicht über die Fragebögen, sondern über den Abgleich von getrennt gepflegten Datenbeständen verschiedener Behörden, zB. des Arbeitsamtes, Melderegister etc. Das ist auch recht Aufwendig und kostenintensiv, wenn man es das erste mal macht, aber dafür hat man dann später die Prozesse zur Hand, wenn der nächste Zensus ansteht. Die Fragebögen dienen auch als Korrekturgrundlage, um die Fehlerabweichung beim Abgleich abzuschätzen. Auch die Vermieterbefragung dient zum Zahlenabgleich der tatsächlichen Wohnbevölkerung und der Haushaltszahl.


    In Ländern ohne Meldepflicht, wie UK oder USA, ist das nicht so einfach machbar.


    Was die vollständige Begfragung der Immobileieneigentümer anbelangt, so hat das den Hintergrund, daß es im bürokratischen Deutschland erstaunlicherweise kein Gebäude- oder Wohnungsregister gibt, lediglich verstreute Daten in Grundbuch- oder Katasterämtern auf kommmunaler Ebene.


    In der Schweiz z.B. gibt es ein zentrales Gebäude- und Wohnungsregister, wo eben jede einzelne Wohnung bzw. jedes Gebäude des Landes erfaßt ist und somit z.B. die Versorgungssituation des Bevölkerung mit Wohnraum genau bekannt ist.

    Zitat

    Original geschrieben von jimeatsworld
    Und wozu muss der Staat wissen ob ich ein Badezimmer oder eine Toilette habe oder nicht?
    Mehrwertsteuer für Toilettenpapier senken?


    Es geht nicht um Dich alleine, sondern um das Gesamtbild der Wohnsituation der Bürger und den Vergleich mit früheren Wohnsituationen, als z.B. viele Arbeiter noch in Mietskasernen mit Gemeinschafts-Klo auf dem Flur lebten. Etc.


    Ja, ich weiß, der Blick über den Tellerrand ist anstrengend, aber wer als Bürger seine eigenen Informations- und Mitdenkpflichten nicht ernst nimmt, der taugt nur zum Untertanen und Stammtischhelden. Über "unfähige Politiker" schimpfen ist dann eher müßig ...

    Spätzünder, die Volkszählung ist schon länger bekannt, jedes Gesetz wird im im Bundesgesetzblatt veröffentlicht, zudem folgt das einem EU-weiten Zensus-Beschluß, alles veröffentlicht. Letztes Jahr in fand in China eine Volkszählung statt, dieses Jahr in den USA etc. Man muß nur die Augen offen halten, die Informationen sind alle vorhanden, man kann das alles schon wissen.


    Z.B. Artikel vom 28.11.2007:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,518782,00.html

    Zitat

    Original geschrieben von jimeatsworld
    Ich zb. mache dies aber nicht! ;)


    Welche Standard-Datensätze aus Deiner Steuererklärung entsprechen nicht ungefähr den Fragebögen? Ob man Kirchensteuer zahlt, sagt was allgemeines über die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft aus. Ob und wieviel Einkommenssteuer man zahlt oder ob man Arbeitslosengeld erhält, geht aus der Steuererklärung auch hervor.


    Lediglich die Fragen nach den Bildungsabschlüssen, welche man meist in einer staatlichen Institution abgelegt hat, gehen über die Steuererklärung hinaus.


    Nach dem polizeilichen Führungszeugnis wird nicht gefragt, der individuelle Migrationshintergrund ist dem Staat unvermeidlicherweise auch schon bekannt.

    Obwohl nicht betroffen, habe ich mir die Fragebögen angesehen.


    Ich finde es lustig, daß sich Leute, die jeden Sch... in ihre Steuererklärung schreiben, um Geld zurückerstattet zu bekommen, die Angabe einer kleineren Teilmenge dieser selben Daten an den selben Staat aber als Verletzung der Privatsphäre darstellen.

    Auch Demokratie hat seine Grenzen zu finden, ansonsten wird es zu einem Absolutismus der Mehrheit. Das ist keine neue Erkenntnis, und deswegen gibt es Verfassungen mit geschützen Grundsätzen und desweiteren Menschenrechtskonventionen.


    Es gilt, Gruppen und Minderheiten davor zu bewahren, Freiwild für die Mehrheit zu werden, und zumindest ihre Menschen-, Freiheits- und Bürgerrechte zu schützen. Denn auch eine Mehrheit, ob parlametarisch oder basisdemokratisch, hat nicht immer Recht, auch wenn sie sich gerne anmaßt, das zu Glauben. Populisten, Demagogen und radikale Ideologien stellen immer eine Gefahr für ungeschützte Gruppen dar, insbesondere bei Plebisziten.


    Wer nun glaubt, er währe eigentlich immer auf der sicheren Seite, der möge sich mal die bekannten Worte Martin Niemöllers zu Gemüte führen.