Es ist doch nicht nur das Plagiat, sondern auch der verlogene Umgang damit und auch die Planlosigkeit und Sprunghaftigkeit in seiner Amtsführung, die ihn als Fehlbesetzung in einem verantwortungsreichen Postion auswiesen. (Ein Minister, der auf Zuruf von BILD einen Kapitän feuert wirkt doch etwas ferngesteuert)
Er war schlichtweg den Erwartungen nicht gewachsen, und das war er nie, beim Bund nicht und auch beim Studium nicht. Und jetzt hat er seine und andere Krisen schlecht und unaufrichtig gemanagt. (Er ist einem Amtskollegen bei amerikanischen Diplomaten in den Rücken gefallen. Soviel zum "in den Rücken Fallen")
Er kann reden und sich selbst inszenieren, und diese Fassade macht den Hochstapler aus und erleichtert die Blendung. Er hätte besser in die PR-Branche gehen sollen.
Man hatte zusammen von Seiten der Partei und Springer& Co viel in ihn investiert und ihn zum Hoffnungsträger und Lichtgestalt aufgebaut, und erwartete ein entsprechendes Return on Investment. Man trommelt weiter für ihn, weil man sich nicht eingestehen möchte, daß er das falsche Pferd war, daß er den Hoffnungen jenseits der Show nicht gewachsen ist.
Er steht nicht isoliert, er ist ein Symptom, und es wurde verschiedene Probleme in der Gesellschaft wieder offenbar, die mit seinem Rücktritt nicht behoben sind. Ihn als Opfer einer Kampangne oder eines Dolchstosses zu stilisieren, ist schlichtweg nicht haltbar. Er selbst hat sich unmöglich gemacht, auch wenn andere mit dazu beigetragen haben.
Ein weites Feld ...