Beiträge von saintsimon

    Zitat

    Original geschrieben von archie83
    Wir haben getrennte Netze. Nicht zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz, aber zwischen T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2. ...


    Ist mir neu ;) - aber das trifft es nicht.


    Wie ich schon woanders schrieb, die jetzige Roaming-Regulierungen dürften wir auch der Tatsache zu verdanken haben, daß selbst die multinational tätigen Firmen ihre Gebühren national fragmentiert haben. Also, daß, bis auf "3", kein NB freies Roaming der eigenen Kunden in seinen eigenen europäischen Netzen bieten wollte, die Kunden also einer geschlossenen Front des NB-Oligopols gegenüberstehen und somit keine andere Wahl haben, als gemolken zu werden.


    Das ist so, als ob TM oder VF in Deutschland voneinander wirtschaftlich oder rechtlich isolierte Regionalnetze aufgebaut hätten, die "nichts" miteinander zu tun gehabt hätten. Also, als ob das HOME Location Register seinen Namen noch einen Sinn gegeben hätte.

    Wenn die deutschen NBs clever gewesen wären, hätten sie Roaming schon auf Bundeslandebene einführen können unter dem Vorwand, daß es sich ja um getrente Netze handele. Dann müssten Pfälzer schon in Hessen Roaming-Gebühren bezahlen ... ;)


    Wer das bei MOBIL-Funk albern findet, kann mir auch nicht ernsthaft die künstliche "Trennung" der Netze zwischen den den europ. Ländern als unvermeidlich/notwendig darstellen. Sicher, die Firmen haben unterschiedliche Sitze und somit Steuerregeln, aber eine Abschaffung des heutigen Roaming-Systems und z.B. eine MwsT nach Wohnsitz des Kunden würde schon genügen. Dann könnte mir auch jeder EU-NB für ganz Europa ein "Inlands"-Angebot machen können, egal wo ich bin.
    :cool:

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    Original geschrieben von drueckerdruecker
    ...
    Demnächst werden wir alle unsere Führerscheine alle paar Jahre erneuern lassen müssen, obwohl die hierzulande bisher auf Lebenszeit galten und auch die uralten, grauen Lappen bis dato nach wie vor gültig sind. ...


    OT: Nur die Dokumente müssen erneuert werden, die Fahrerlaubnis selbst bleibt weiter unbefristet, das sollte man unterscheiden. Es ist wie der Unterschied zwischen Paß und Staatsbürgerschaft.

    Zitat

    Original geschrieben von jungmario
    ...Aus dem TV zu zitieren ist ja noch realitätsferner als das, worum es hier in diesem Thread geht...


    Es war eine Original-Aufnahme der Amtshandlung des deutschen Zolls an der Grenze zur Schweiz, also 100% real. Und CH ist zwar im Schengen-Raum, aber EU-Aussengrenze.


    Ebenso gilt die 10K-€ Bargeld-Grenze innerhalb der EU beim Grenzverkehr:


    "Bei Ihrer Reise aus der Bundesrepublik Deutschland in einen anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union (z.B. nach Luxemburg) oder aus einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) in die Bundesrepublik Deutschland haben Sie mitgeführtes Bargeld und gleichgestellte Zahlungsmittel im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr nach § 12 a Abs. 2 Zollverwaltungsgesetz (ZollVG) mündlich anzuzeigen, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Bedienstete des Zolls, der Bundespolizei sowie der Länderpolizeien Bayerns, Bremens und Hamburgs sind befugt, Sie zur Anzeige von mitgeführtem Bargeld und gleichgestellten Zahlungsmitteln aufzufordern und die Richtigkeit der gemachten Angaben durch Kontrollen - so genannte Bargeldkontrollen - zu überprüfen. Eine Anzeigepflicht auf Verlangen gilt auch, wenn Sie durch die Bundesrepublik Deutschland durchreisen (z.B. von Österreich nach Dänemark)."
    http://www.zoll.de/faq/bargeld_barmittel/bargeld/index.html


    Besonders gerne werden neben Reisenden aus CH jene aus Luxemburg bei der Einreise kontrolliert. Dafür sind z.B. auf der Autobahn aus Lux nahe Trier schwenkbare Schilder montiert, die bei Bedarf den Verkehr über einen Autobahnparkplatz leiten, wo dann die Zollkontrollen gemacht werden.

    Leider ist Bargeld immer mehr in Verruf gebracht worden; sobald man höhere Beträge mitführt und einsetzt kann man in den Verdacht der Geldwäsche oder der Steuerhinterziehung gelangen.


    Der Zoll will es an den Grenzen wissen, ob man mehr als 10K € dabei hat, und wenn es etwas weniger ist, wird man schon ausgefragt, wie TV zu sehen war ("verdächtig nahe an 10.000 €, was wollen Sie damit?").


    Und bei höheren Barzahlungen beginnen Banker und Händler zu rotieren.

    Zitat

    Original geschrieben von diger
    Was bei diesen Diskussionen immer so Geil ist: Payback Karte im Portemonnaie, Seelenstrip bei Facebook, Tagebuch in Twitter, etc. pp, sich aber über die logische Konsequenz aufregen :D


    Deine Beispiele sind solche, bei denen man explizit Exhibitionismus betreiben kann - oder man kann es lassen.
    Beim hier genannten Beispiel wird aber jede einzelne EC-Transaktion budesweit ohne Aufklärung der Nutzer vom Zahlungsdienstleister abgeschöpft und gespeichert, und das ohne gesetztliche Grundlage.


    Aber schön, daß alle hier den Artikel tatsächlich gelesen haben ...


    Die Argumente mit den PIN-Gebühren sind witzig, denn diese sind schon beim Händler eingepreist. In Maestro-Ländern geht es auch ganz wunderbar.


    BTW, bei Payback gibts "Punkte" für dien Exhibhitionismus (wobei man nicht dem ganzen Striptease zustimmen muß, der ist zweistufig), Easycash als technisch zwischengeschalteter Abwickler hingegen gibt dem Kunden kein Incentive, sondern den Stinkefinger.


    Na, zumindest nehmen die Datenschutzbehörden die Sache ernst, das zählt.

    http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/easycash105.html


    "Die Daten nahezu aller Inhaber deutscher EC-Karten werden offenbar in großem Umfang dauerhaft gespeichert, ohne dass es dafür eine Rechtsgrundlage gibt. Nach Recherchen von NDR Info hat Easycash, der größte deutsche EC-Netzbetreiber, einen Pool mit Daten von Millionen deutschen Kartenbesitzern angelegt, um damit Aussagen über deren Zahlungsfähigkeit treffen zu können. Gesammelt werden die Daten, ohne dass die Kunden bisher davon erfuhren. Datenschützer mehrerer Bundesländer sind alarmiert.


    ...


    Kann man vorhersagen, ob eine Lastschrift tatsächlich ausgeführt werden kann - und damit das Risiko minimieren, dass man nicht an sein Geld kommt? Ja, zumindest beim deutschen Marktführer in Sachen EC-Zahlungen, der Easycash GmbH, glaubt man dies. In seinem Rechenzentrum im nordrhein-westfälischen Ratingen speichert der Branchenriese ausnahmslos alle EC-Karten, die Kunden beim Bezahlen mit Unterschrift an Kassen von Vertragsunternehmen vorlegen. Eine über Jahre zusammengetragene, eindrucksvolle Sammlung, wie ein Werbetext belegt: "Die Datenbasis umfasst 21,7 Millionen Bankverbindungen/Monat, 50 Millionen bekannte Bankverbindungen (...)."


    Dauerhaft gespeichert werden nicht nur Konto- und Kartennummern, sondern auch Betrag, Zeitpunkt und Ort jeder einzelnen Zahlung - so steht es in den Vertragsbedingungen von Easycash. Daraus gewinnt das Unternehmen sogenannte Verhaltensdaten, das sind nach eigener Aussage "Zahlenwerte, welche in Kombination mit weiteren Informationen die Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Kundenverhaltens quantifizieren".


    Im Klartext: Das Unternehmen brüstet sich, anhand der Datensammlung Prognosen über die Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit des Karteninhabers treffen zu können. Und noch mehr: Easycash-Manager Thomas Schwalbe schrieb vergangenes Jahr in einer Kundenzeitschrift, es gehe darum, "in Segmenten mit eher kritischen Konsumpotenzialen die Bankverbindungen zu identifizieren, mit denen man uneingeschränkt und profitabel wirtschaften kann". Gesammelt werde in "sämtlichen Branchen des täglichen Bedarfs".
    ...
    ..."