Zitat
Original geschrieben von u700s
Stromanbieterwechsel scheint doch nicht so leicht zu sein. Es gibt vieles zu beachten und teilweise dauert der Wechsel ein halbes Jahr.
Für die flexiblen unter uns scheint das nichts zu sein, eher was für die, die länger >2 Jahre im voraus planen können.
Der Wechsel selbst dauert 1 bis max. 2,5 Monate (je nachdem, an welchem Tag des Monats man sich anmeldet und nach welchem Prozess der jeweilige Anbieter arbeitet. Zu beachten gibt es an sich nicht viel, man sollte sich vorher natürlich mal über seinen neuen Anbieter informieren und nicht nur die Preise vergleichen (wie ist die Abrechnung, wird nur online abgerechnet, wie wird über Preisänderungen informiert? etc.). Wichtig neben der Laufzeit ist auch die Kündigungsfrist. Ein sich jeweils um einen gewissen Zeitraum verlängernder Vertrag mag ja ok sein, aber wenn die Kündigungsfrist mehr als 1 Monat beträgt sollte man es sich nochmal überlegen!
Wie und wann wird man über Preisänderungen informiert? Steht das nicht kundenfreundlich in den AGB dann kann man davon ausgehen, dass man Erhöhungen erst in der Rechnung sieht, insofern man diese denn versteht (die sind bei den meisten Anbietern sicher nicht umsonst so kompliziert ...).
Zitat
Angenommen man zieht um in eine neue Wohnung, kann/ muss man dann Strom wieder von dem Anbieter beziehen, oder besteht ein Sonderkündigungsrecht.
Schau mal bitte in die AGB. Ein Sonderkündigungsrecht hast du in der Regel nicht, da die Stromanbieter in der Regel alle deutschlandweit liefern können. Du bist also wahrscheinlich gezwungen, den Vertrag mitzunehmen.
Zitat
Angenommen man zieht zur Partnerin und hat selbst keinen Stromzähler mehr, muss man dann bis zum Ablauf der Mindestvertragslaufzeit Vorauszahlungen / Grundgebühren weiterzahlen?
Für einen niedrigeren Preis stimmst du einer langen Laufzeit zu. Du musst vermutlich bis Vertragsende weiterzahlen. Alles andere kommt auf die Kulanz des Anbieters an ...
Zitat
Nun ja, die Zahlung stellt für mich kein Problem dar. Ich bezahle wie gewünscht wird. Vielmehr geht es mir um die Vertragslaufzeit.
Der Strommarkt hatte in den wenigen Jahren seit der Öffnung Ende 1999 schon sehr viele Anbieter, die sich wieder vom Markt verabschiedet haben bzw. pleite gingen. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Jeder Stromanbieter muss den Strom selbst, die Netznutzung und die steuerlichen Abgaben zahlen. Wenn manche Anbieter deutlich unter den "Durchschnittspreisen" sind und dann vielleicht auch noch Sonderprämien anbieten, dann stellt sich die Frage womit diese Firma ihr Geld verdient bzw. um Umkehrschluss wie lange es dauert, bis der nächste Anbieter vom Markt verschwunden ist.
Stelle dir vor, du hast diesem Anbieter, weil er es so voraussetzt, den Strom für ein Jahr im Voraus bezahlt. Nach 3 Monaten ist der Anbieter pleite. Fazit: Du zahlst für die übrigen 9 Monate deinen Strom nochmal, nämlich an den Netzbetreiber oder einen anderen Anbieter. Ich persönlich favorisiere daher Anbieter, die ihre Abschlagsfälligkeit im laufenden Monat oder besser rückwirkend haben.