Beiträge von polli

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    Original geschrieben von Action Andy
    Jetzt hapert es bei der Umsetzung. Es scheint sehr schwer zu sein sowohl gute Marktleiter als auch motiviertes und serviceorientiertes Kassenpersonal zu finden. Wenn ich mir die Verkäufer hier im Real und Rewe anschaue und sehe, dass die Regale von Subunternehmen eingeräumt werden, dann scheint man doch immernoch über den Preis die Leute locken zu wollen.

    Das ist ein gutes Stichwort - an entsprechender Stelle vernahm ich die Unterhaltung mehrerer leitenden Mitarbeiter die es genau davon hatten:
    In Polen haben wir ausschließlich Marktleiter mit Studium - in Deutschland nicht.
    => da hat man ein viel besseres Verständniss und Umsetzungsfähigkeit dessen was von oben verlangt wird.


    Dementsprechend hat der Discounter inzwischen in Deutschland Audi A3 als Firmenwagen für die Filialleiter eingeführt - die hatten früher keine.
    => Neue Filialleiter werden zwar auch weiterhin aus verschiedenen Quellen gezogen aber es soll attraktiv genug sein das der fertig studierte auch mit so einer Stelle gelockt werden kann (bislang find man ja nach dem Studium direkt als Regionalleiter an (ich bin mir vom Begriff nicht sicher - es geht um denjenigen der 4-8 Filialen in einer Region unter sich hat).

    Ja, das zusammengehen von Nord- und Süd wäre gerade am heutigen Tag ein sinnvolles Ziel ;)


    Ich gehe eigentlich auch davon aus dass dies irgendwann geschehen wird, nur wann?


    So lange Aldi Onlinehandel in Deutschland in der Form betreibt das man dazu in die Filiale muss (um seinen Flatscreen zu bezahlen https://www.dealdoktor.de/user…-fuer-899-e-inkl-versand/

    Zitat

    So einfach funktioniert ALDI liefert: Bezahlung in der Filiale: Bezahlen Sie den Artikel1 einfach an der Kasse per Kredit-/EC-Karte oder in bar. Sie erhalten einen Guthaben-Bon mit Ihrer Guthaben-Pin. PIN-Einlösung: Lösen Sie Ihre Gutenhaben-PIN während der vereinbarten Einlösungsfrist einfach auf http://www.aldi-liefert.de oder telefonisch ein und teilen Sie uns hierbei Ihre gewünschte Lieferadresse und Kontaktdaten mit. Unser Lieferant ruft Sie an, um mit Ihnen einen Liefertermin zu vereinbaren. Bequeme Lieferung: Unser Lieferant liefert Ihnen die Ware wie vereinbart. Ganz bequem und einfach.

    ) gehe ich nicht davon aus das Aldi selbst zeitnah ein umfassendes Online Lebensmittelangebot starten wird.
    Dazu ist dort zu sehr der Gedanke im Kopf das man billig sein muss um erfolgreich zu verkaufen.

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    Original geschrieben von Printus
    Warum drängen sich Aldi und Co. in dieselbe ökologische Nische obwohl sie mit dem Discounter-Konzept - Grundsortiment zum bestmöglichen Preis - doch gut fahren und eine Sparte erfolgreich besetzen?

    Eventuell weil im Einzelhandel immer das Ziel ist mehr für die Ware verlangen zu können?
    => hochwertiges Ambiente als Versuch eben nicht alles zum allerbilligsten Preis anbieten zu müssen sondern auch akzeptiert wird wenn man bei einzelnen Artikeln auch günstigere Wettbewerber zulässt.
    (Ist wirklich nur so ein Gedanke auf den ich komme weil ich der Meinung bin das Amazon dies gegenwärtig als einziger schafft => z.B. Lebensmittel online vermarkten und dafür vergleichsweise hohe Preise verlangen die widerum durch die Bequemlichkeit die geboten wird akzeptiert werden).


    Übrigens habe ich schon seit einigen Monaten den Eindruck das Lidl ganz bewusst in seinen wöchentlichen Werbeaktionen immer etwas teurer als die Mitbewerber ist.

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    Original geschrieben von Printus
    Und so schön der Edel-Aldi ist... ich glaube, die müssen aufpassen, dass sie das Aldi-Image (günstige Basis-Produkte in schnörkelloser Umgebung, Reduktion auf das Wesentliche) nicht verlieren - gerade auch wegen der immer umfangreicheren Aktionsangebote. Früher gab es einmal in der Woche ein paar Aktionswaren. Heute erscheinen diese Angebote 2x wöchentlich und die Verkaufsfläche dafür füllt den halben Laden, und zwar im zentralen Bereich... Manchmal frage ich mich, ob man sich da nicht irgendwann verzettelt und abkehrt vom eigentlichen Prinzip der Albrecht-Gründer...

    Klaus, bist du es?
    alles viel zu kundenfreundlich - Klaus Gehrig weiss genau was schief läuft


    Und wegen des Publikums in den Filialen:
    In einer der größeren Städte Baden Württembergs mit reichlich Industrie gibt’s nur einen Lidl - da gehts ungefähr genau so zu wie du es beschreibst.
    Hingegen bei mir im Ort, große Kreissstadt mit reichlich Lidls im Umfeld, ist alles gesittet und ordentlich => ist sehr vom Umfeld abhängig wie es in den Läden zugeht.

    Ja, ich spreche von Discountern. Bei Edeka und Rewe läuft das vermutlich eher so wie du es beschreibst und bringt meiner Meinung nach erst recht Chaos.
    => das was du beschreibst würde bei einem Discounter schon alleine mangels freiem Platz nicht funktionieren.
    Ein Lager zum nachfüllen gibt es nicht wirklich.


    Non Food ist in meiner Erklärung gleichbedeutend mit Aktionsware. Da ist nichts mit Startersets und gezieltem nachbestellen. Wenn weg = dann weg.
    Tatsächlich ist es so dass Filialen untereinander auch mal aushelfen. Üblich ist aber übriggebliebenes ins Zentrallager zurück zu schicken. Dann wird von der Zentrale entschieden wie die Restevermarktung läuft (z.B. 8 Wochen später in der Region wo die Artikel am besten liefen).

    Zitat

    Original geschrieben von scaleon
      polli


    Also ich denke sehr wohl dass das individuell gehandhabt wird. Denn zum einen gibt es Filialen (ob im Bahnhof + So + Feiertag) oder anders hochfrequentierte -der Umsatz/Warenverkauf ist enorm, da muss einfach anders geliefert werden. Mit für jede Filiale 2 Paletten oder so ist es nich getan -da hat man den Umsatz schon im Auge. Auf der anderen Seite muss man doch sehen können welche Filiale wirtschaftlich arbeitet um ggf. Potenziale zu erkennen. Für jede Filiale (gleich viel oder gleich wenig geliefert) macht doch ökonomisch gar keinen Sinn, denn daraus kann man nichts ablesen.

    Klar wird es individuell gehandhabt.
    Zum Beispiel im Nonfood Bereich bei deutschlands führendem Discounter wird auf Basis von Verkaufszahlen vergleichbarer Artikel in der Vergangenheit eine Verteilung der Varianten festgelegt.
    Also z.B. im Klamottenbereich XXL nur in schwarz, XL, L, M in allen Farben und S nur in weiss - natürlich je nach Größe und Farbe unterschiedliche Mengen.
    Diese Aufteilung geht dann in die Filialen raus.
    Große Filialen erhalten z.B. 10 so gepackter Verpackungseinheiten, kleinere nur 5 oder nur 3.


    Im Foodbereich wird das genau gleich laufen => es gibt eine festgelegte Verteilung der z.B. Geschmacksvarianten wie es deutschlandweit in alle Filialen geht und eine große erhält mehr, eine kleine weniger dieser Verpackungseinheiten.




    Wegen der Diskussion zu den Öffnungszeiten - als arbeitender Teil der Bevölkerung gefallen mir die südeuropäischen Öffnungszeiten:
    Morgens auf, mittags zu und dann abends wieder auf (ok - am liebsten hätte ich 7-9:30; 11:30 - 13:30 und dann nochmal 16:30-22 Uhr = 10 Stunden und idR geöffnet wenn verhältnissmäßig viele Menschen Zeit haben einzukaufen.

    Zitat

    Ja, du hast mich schon richtig verstanden -denn genau das erwarte ich! Salopp gesagt bietet ein Supermarkt/Discounter nur eine begrenzte Auswahl (ich sage mal 4 Sorten) vom gleichen Hersteller und diese 4 Sorten muß man nur in 4 Kundenprofile steuern: 1 Profil mehr Erdbeere, 1 Profil mehr Himbeere, 1 Profil mehr Maracuja und 1 Profil mehr Kirsche z.B. Hat man also einmal unterschiedliche "Packungsgrößen", so kann man die entsprechend verteilen. Ein Hersteller (z.B. Bauer) liefert ja nicht eine 1/2 Palette für die eine Filiale in XYZ, sondern liefert vollgepackte Paletten die dann im Händler-Lager je nach Bedarf und Tour auf das Lieferfahrzeug geladen werden.


    Genau dieses Filialindividuelle verteilen auf die Filialen geht eben nicht.


    Klar, geht nicht gibt’s nicht aber die Lebensmittelhändler machen es eben ganz einfach nicht.


    Hängt im Zweifel auch einfach mit der eingesetzten Lagerlogistik zusammen.


    Laut Aussage einer leitenden Mitarbeiterin eines Lebensmitteldiscounters ist (zumindest zu ihrer Zeit im Lager vor ein paar Jahren) der Lagerumschlag so hoch das gar nicht groß mit IT und auf Lagerplatz buchen gearbeitet wird sondern da fährt eben der Joghurtlaster hin, läd x Paletten identische Ware aus und die wird anschließend in den Mengen wie benötigt in die Filialen weiter geleitet.
    Da ist nichts mit ein paar Paletten mit bevorzugt Erdbeergeschmack und ein paar exakt gleich verteilte usw.


    Wieder ein Grund mehr weshalb der logistikoptimierte Amazon die Nase vorn hat (denn für den ist eben nunmal jeder Artikel individuell in der Betrachtung).