Kamera:
Nicht wirklich innovativ war Samsung im Bereich Kamera. Muss aber auch nicht unbedingt sein – schließlich löst das Objektiv des Galaxy W mit 5 Megapixel auf, bietet einen Autofokus und hat zusätzlich noch eine LED Leuchte für erschwerte Beleuchtungsverhältnisse. Die Zeiten der Megapixel-Bomber scheint mittlerweile endgültig vorbei zu sein, zumal die Anzahl der (Mega)Pixel keine Aussage über die Qualität der Bilder macht. Womit wir auch beim Augenmerk der Kamera wären – die Bildqualität. Diese ist wie bei den meisten aktuellen Modellen bei guten Lichtverhältnissen auch in der Lage, qualitativ gute Bilder auf den Speicher zu bannen. Bei schwierigeren Bedingungen kann der Nutzer mit Hilfe der zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten noch nachjustieren, wodurch sich hier durchaus dann auch Verbesserungen ergeben. Mit an Bord ist beim Galaxy W auch wieder der Touch-Fokus. Hier muss der Nutzer nur den Bereich des Touchscreens berühren, der scharf gestellt werden soll – der Autofokus lässt sich also beliebig platzieren. Zudem kann man im Kamera-Interface beliebige Shortcuts aus einer vorgefertigten Liste anbringen. Dies ermöglicht es dem Nutzer, die wichtigsten Einstellungen direkt vom Sucher-Display aus zu tätigen ohne erst in die Einstellungen vordringen zu müssen.
Die Einstellungsmöglichkeiten im Foto-Modus:
- - Wechsel zwischen Front- und Hauptkamera
- - Fotolicht: Ein, Aus, Automatisch
- - Wechsel zwischen Foto- und Videomodus
- - Auslöser
- - Galerie-Shortcut
- - Shortcuts bearbeiten
- - Aufnahmemodus: Einzelaufnahme, Smile, Panorama, Actionaufnahme, Cartoon
- - Szenen-Modus: Ohne, Portrait, Landschaft, Nacht, Sport, Party/Innen, Strand/Schnee, Sonnenuntergang, Morgendämmerung, Herbstfarbe, Feuerwerk, Text, Candlelight, Gegelicht
- - Belichtungswert: -2 bis +2
- - Fokus-Modus: Autofokus, Makro
- - Timer: Aus, 2 Sek., 5 Sek., 10 Sek.
- - Effekte: Ohne, Negativ, Graustufen, Sepia
- - Auflösung: 5 Megapixel (2560x1920), 4 Megapixel Wide (2560x1536), 3.2 Megapixel (2048x1536), 2.4 Megapixel Wide (2048x1232), 2 Megapixel (1600x1200), 1.5 Megapixel Wide (1600x960), 0.4 Megapixel Wide (800x480), 0.3 Megapixel (640x480)
- - Weißabgleich: Auto, Tageslicht, Bewölkt, Glühlampenlicht, Fluoreszierend
- - ISO: Auto, 100, 200, 400
- - Messung: Mittenbetont, Spot, Matrix
- - Automatischer Kontrast: Ein, Aus
- - GPS-Tag: Ein, Aus
- - Gekippt sichern: Ein, Aus (bewirkt dass das Bild automatisch gespiegelt wird, wenn man mit dem vorderen Kameraobjektiv fotografiert)
- - Speicher: Telefon, Speicherkarte
- - Zurücksetzen
Die Einstellungsmöglichkeiten im Video-Modus:
- - Aufnahmemodus: Normal, Begrenzung für MMS, Selbstaufnahme
- - Fotolicht: Ein, Aus
- - Wechsel zwischen Kamera- und Videomodus
- - Auslöser
- - Galerie-Shortcut
- - Shortcuts bearbeiten
- - Belichtungswert: -2 bis +2
- - Timer: Aus, 2 Sek., 5 Sek., 10 Sek.
- - Effekte: Ohne, Negativ, Graustufen, Sepia
- - Auflösung: 1280x720, 720x480, 640x480, 320x240, 176x144
- - Weißabgleich: Auto, Tageslicht, Bewölkt, Glühlampenlicht, Fluoreszierend
- - Speicher: Telefon, Speicherkarte
- - Zurücksetzen
Videos nimmt das Galaxy W mit einer maximalen Auflösung von 1280x720 Pixel auf – die Qualität der Videos kann ich ruhigen Gewissens mit „Gut“ bewerten. Lediglich beim Regeln der Helligkeit (Wechsel zwischen heller und dunkler Umgebung) könnte da Gerät ein wenig schneller reagieren. Einen Eindruck der Fotos und Videos könnt ihr euch wie immer am Ende des Testberichts verschaffen.
Bedienung:
Ich habe es zu Beginn bereits kurz angeschnitten: „hohe Bedienerfreundlichkeit“ – genau das trifft meiner Meinung nach beim I8150 perfekt zu – warum? Ich würde sagen das zu begründen viel mir noch nie leichter als beim Galaxy W. Zum einen haben wir hier sehr kompakte Abmessungen gepaart mit einem annehmbaren Gewicht:
116 x 60 x 11,55 mm bei einem Gewicht von 115 Gramm
Diese Abmessungen lassen das Gerät nahezu unbemerkt in der Hosentasche verschwinden – zwar ist es jetzt nicht unbedingt das Gerät mit der geringsten Bautiefe, das Gesamtpaket überzeugt mich hier allerdings. Das Gewicht ist gemessen an der Haptik nahezu perfekt – und die Rückseite trägt hier das Letzte dazu bei: Sie besteht nämlich zu einem Großteil aus einer gummierten, mit einem Muster versehenen Akkudeckel. Das sieht nicht nur edel aus sondern gibt bei der Bedienung des Geräts mit einer Hand den nötigen Halt damit das Gerät nicht früher oder später unsanft auf dem Boden landet. Positiv zu erwähnen ist zudem noch, dass sich die Hitzeentwicklung hier sehr in Grenzen hält. Das Samsung Galaxy S II neigt bei Beanspruchung gerne dazu aufgrund der benötigten Rechenleistung und des sehr dünnen Akkudeckels die produzierte Wärme direkt an den Nutzer abzugeben. Dieser Effekt ist beim Galaxy W nicht zu spüren. Ob das nur am dickeren Akkudeckel liegt, wird sich wohl auch irgendwann herausstellen.
Akku, Sprachqualität & Empfang:
Wir beginnen bei der Akkulaufzeit: Wie bereits zu Beginn erwähnt besitzt das Galaxy W einen Li-Ionen Akku mit einer Kapazität von 1500 mAh. Dieser Wert ist nach meinem Empfinden knapp an der Oberklasse vorbeigeschrammt – allerdings weniger aufgrund der Kapazität auf dem Papier, viel mehr im praktischen Test. Wurde das Gerät „normal“ genutzt mit einer ständig aktivierten Datenverbindung konnte ich das Gerät im Prinzip jeden Abend an die Steckdose anschließen. Zwar hatte ich am ersten Tag immer noch eine Restkapazität im Akku – für einen zweiten vollen Arbeitstag hätte diese aber nicht ausgereicht. Mir kommt dieser Verbrauch etwas zu hoch vor, daher kann mich das Gerät in diesem Punkt nicht überzeugen.
Die Sprachqualität kann beim Galaxy W auf einem hohen Niveau angesiedelt werden: Man kann den Gesprächspartner klar und deutlich verstehen, zudem hört sich die Wiedergabe sehr natürlich an. Ebenfalls positiv kann ich die Lautstärke bei Telefonaten bewerten – sowohl im normalen Telefon-Modus mit dem vorderen Lautsprecher als auch beim Freisprechen über den rückwärtigen Lautsprecher.
Gleiches gilt für den Punkt „Empfang“ – die Anzeige verweilte stets im oberen Drittel, zu Störungen während Gesprächen oder beim Surfen im Internet kam es in keinem Fall.