Sorry, aber diese Speedtests sind komplett für den A.... . Entschuldigung für die Formulierung, ist aber so.
Diese absolut nichtssagenden Tests versetzen zig Internetnutzer in Aufruhr, wie z.B. am Beispiel von ebax deutlich wird. Ich erinnere mich da an eine lustige Reportage von Stern.TV in Zusammenarbeit mit Computerbild: 60% bekommen angeblich nicht die versprochene und bezahlte Internetgeschwindigkeit. Abgesehen von wenigen Ausnahmen ist das humbug.
Die Aussagekraft derartiger Tests steht und fällt mit den folgenden Punkten:
1) Handelt es sich (insbesondere bei ADSL2+) bei dem angeschlossenen Router/Modem um ein gutes (T-Com Speedport Reihe, Thomson Speedtouch Serie) oder schlechts (AVM Geräte) Gerät. Beispielsweise synct die FritzBox bei meinem 16 Mbit Anschluss nur mit 12-13.000 kbit, während der Speedport von der Telekom mit ~17.000 kbit fast den maximalen Wert (ca. 17400 kbit brutto) erreicht
2) Wie gut oder schlecht ist der Hoster des messenden Servers? Gerade bei billig Hostern laufen mehrere Server über einen Switch, welcher im besten Fall eine Gbit Anbindung zum Backbone hat
3) Über welche Netze ist das RZ angebunden? Exisitiert ein entsprechend dimensioniertes Peering mit den relevanten Providern/Carriern? Existiert überhaupt ein direktes Peering oder läuft der Traffic noch über andere Carrier?
Stell nen Server ins Cogent Netz und jeder Kunde auf T-Com Basis wird sofort Klage erheben, weil seine Internetleitung laut Messergebnis 95% weniger Durchsatz liefert, als zugesagt wurde.
Das sind nur drei von vielen Fragen, die einer Beantwortung bedürfen, um die Ergebnisse richtig interpretieren zu können. Ich hoffe, dadurch wird einigen klar, dass solche Speedtests für sich genommen keinerlei Aussagekraft haben. Wer auf Basis eines solchen Ergebnisses zum Provider rennt und sich über fehlende Geschwindigkeit beschwert, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.