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Original geschrieben von autares
Ergo gilt für dich auch der Spruch: Guns dont kill people, people kill people?
Wie dieses kleine Beispiel verdeutlicht, bedarf es zweier Komponenten, um jemand anderen umzubringen. Nur weil die Geldpolitk dazu verlockt, befreit es die Banken nicht von jeglicher Selbstverantwortung. Sinnvolle Kreditvergaberichtlinien sowie Bonisysteme hätten die Krise zumindest abgemildert.
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Darf ich fragen, ob du in deinem Job Verantwortung trägst? Ich bekomme immer das Gefühl, dass die meisten Leute, die solch eine Aussage treffen, selbst gar keine Verantwortung tragen.
Gegenfrage: Bist du schonmal über einen längeren Zeitraum, einer einfachen Tätigkeit nachgegangen?
Ich finde es nämlich immer wieder interessant zu beobachten, wie sich Leuten in gehobenen Positionen in einem von ihnen gewählten Beruf und mit hohem Einkommen (lt. deiner Aussage) es immer wieder schaffen, sich in der Öffentlichkeit als quasi als unterbezahlte Opfer hinzustellen.
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Erst wenn man diese hat, sollte man Aussagen zu diesem Thema treffen. Ich trage hohe Verantwortung, die mit Bluthochdruck, Schlafstörungen, usw einhergeht.
Die Begleiterscheinungen deiner Verantwortung würden mich spontan auch mal an die Existensängste des einfachen Fußvolks erinnern. Nun, was würdest du höher bewerten, bzw. was gehört höher entlohnt? Schlafstörungen aufgrund schwieriger Entscheidungen bzw. der Verantwortung oder Schlafstörungen, weil nicht sicher ist, ob man auch im Jahr 2011 noch seinen Arbeitsplatz hat?
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Ich wünsche mir sehr häufig einen Job ohne Verantwortung.
Fassen wir doch mal der Reihenfolge nach zusammen:
- Du verdienst viel Geld
- Du hast viel Verantwortung
- Du hast physische/psychische Beschwerden aufgrund deiner Verantwortung
- Du wünscht dir weniger sehr häufig weniger Verantwortung
Ich habe zwar von Psychologie absolut keine Ahnung, aber soweit ich das mit meinem einfachen Gemüt beurteilen kann, gibt es für dein Verhalten drei Begründungsmöglichkeiten:
- Du liebst dein Einkommen
- Du bist masochistisch veranlagt
- Du wirst gezwungen, diese Position auszufüllen
In Verbindung mit einer deiner ersten Aussagen bzgl. der Unterbewertung geistiger Arbeit bin ich geneigt, auf erstere Möglichkeit zu tippen. Womit wir dann wieder bei der Opferthematik wären.
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Und dass Manager nur maximal 12-13h am Tag arbeiten können, wage ich zu bezweifeln. Ich bin selber kein Top Manager und komme selbst schon auf 11h hoch konzentrierter Arbeit.
Ich könnte jetzt sagen, Arbeitsoutput und Qualität sind keine lineare Funktion. Genauso könnte ich jetzt trotz 16 Stundentag die durchschnittlich 147.000 Euro Jahresgehalt eines jeden DB Mitarbeiters in Frage stellen. Genauso gut kann ich es aber auch lassen, weil es ohnehin zu nichts führt.
Ich will mich nicht mit dir streiten. Genauso wie ich jedem anderen Besserverdienendem sein Einkommen gönne, wünsche ich mir auch für dich einen AMG Benz in der Garage, ein Ferienhaus im Tessin und eine Yacht in der Karibik. Worauf ich aber gar nicht gut zu sprechen bin, sind Aussagen wie "körperliche Arbeit ist überbewertet" wohingegen ganz offensichtlich das Gegenteil der Fall ist, ansonsten gäbe es nämlich u.a. keinen Grund beim Thema Mindestlohn derart rumzueiern.
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Sorry, aber du meinst bestimmt 50k im Jahr und nicht im Monat?
Jap, mein Fehler. Hab mich verschaut.