Beiträge von Bino-Man

    Kann sein, dass es einfacher ist. Aber gerade beim Beispiel "Garage" glaube ich nicht dran, da der Versicherte sich eher selber ins Bein schneidet, bzw. viele Risiken aus dem Schutz herausnimmt.


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    Jugendliche bieten mir an meinen Rasen zu mähen für Geld weil der Garten so schön groß ist. Oder ein Gärtner schickt mir Werbung dass ich doch mal neue Bäume pflanzen sollte weil mein Garten so "leer" oder verwildert aussieht.


    Die "Gefahr" besteht schon lange und zwar eher durch die "Satellit-Funktion" als durch Street-View: [URL=http://maps.google.de/maps?q=stuttgart&oe=utf-8&client=firefox-a&ie=UTF8&hq=&hnear=Stuttgart,+Baden-W%C3%BCrttemberg&gl=de&ei=AI5rTJPrI8-LOKOz4IgB&ved=0CCQQ8gEwAA&ll=48.777305,9.182379&spn=0.000871,0.002411&t=h&z=19]klick[/URL]
    Mich wundert wirklich, dass der Aufschrei in den Medien und der Bevölkerung jetzt erst bei Street-View kommt, wo nur die Hausfassade von der Straße aus sichtbar ist. An den alten Diensten, mit denen sogar in den Garten hinterm Haus geschaut werden kann, hat sich kaum jemand gestört.

    Zitat

    Original geschrieben von Orbitronic
    Wie viele Hausbesitzer haben in ihrer KFZ-Versicherung als nächtlichen Abstellort eine abschließbare Garage angegeben, wenn es aber nicht mal zu einem Carport reicht.
    Ich würde mich nicht wundern, wenn große Versicherungskonzerne dank Google Street View auf die Fahndung nach Versicherungsbetrug gehen!


    Ich könnte mir vorstellen, dass es der Versicherung ziemlich egal ist, ob man wirklich eine Garage hat oder nicht. Im Grunde ist das nur ein Faktor in der Risikoberechnung. Das Risiko nächtlicher Schäden durch Vandalismus, Hagel etc. zahle ich dann mit meiner Prämie nicht mit; kann sowas aber anschließen auch nur schwer in Rechnung stellen ;)
    Und nochmal: Wenn ein Unternehmen (hier: Die Versicherung) Interesse an solchen Infos hat, kann sie sich diese schon heute sehr einfach beschaffen. Dazu braucht niemand 2 Jahre alte Googlefotos.

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    ...wenn manche hier einwenden, dass viele nur dagegen seien, weil sie nicht genau wüssten, was Streetview ist, mag das richtig sein. Aber dafür, dass Google versäumt hat, umfassend (etwa durch geschaltete TV-Spots) zu informieren, kann nur Google was. Das kann man der schlechte informierten Bevölkerung nicht auch noch zum Vorwurf machen.


    Doch! Wenn ich gegen etwas bin, dann informiere ich mich selber darüber wogegen ich eigentlich bin und warte nicht auf den Werbeblock beim Frauentausch, in dem mir ein Unternehmen erzählt, was es Tolles vorhat...also bitte :)
    Und sowohl vorhandene als auch ausgelassene Handlungen unserer Regierung sind für mich kein Maß der Dringlichkeit. Es gibt sicherlich deutlich wichtigere Themen, um die man sich auch im Sommer kümmern könnte, als eine Internetseite. Aber toll, dass Datenschutz in unserer Regierung plötzlich wieder ganz weit oben steht. Dann könnte man in diesem Zusammenhang gleich noch diverse andere Dinge abarbeiten :D

    Es geht mir gar nicht um`s Befürworten, was Google betreibt. Es ist nunmal ein Unternehmen, was soviele Daten wie nur möglich sammelt, um daraus Profit zu machen. Streetview ist aber nunmal durch unsere derzeitige Gesetzgebung völlig legitimiert. Wem die ganze Sache nicht passt, muss dort ansetzen und nicht bei einem Konzern, der diese Sache für seine Belange ausnutzt. Dann aber bitte keine Geschrei, wenn das Urhebergesetz entsprechend angepasst wird und die Abmahnanwälte aus dem Boden schießen.


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    Oder auf welchen Webseiten ich mich bevorzugt aufhalte. Die Informationen, die über diesen Weg an Google gelangen, könnte ich guten Gewissens auch einem Arbeitgeber oder einer anderen beliebigen Person auch direkt geben, da habe ich keine Befürchtungen.


    Das hingegen sehe ich auch ein wenig anders. Das Motto: "Wer nichts zu verbergen hat, der hat auch nichts zu befürchten!" war noch nie meins. Denn bei sowas geht es konkret um DATEN. Und das ist nach meinem Empfinden deutlich sensibler als ein Bild einer Hausfassade.

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    Er fußt auf dem allgemeinen Selbstbestimmungsrecht, das ich verletzt sehe, wenn ich nicht mehr bestimmen kann, wer aus gewerblichem Interesse Bilder von meinem Eigentum wo veröffentlicht.


    Das Selbstbestimmungsrecht soll dir die "freie Entfaltung deiner Persönlichkeit garantieren, soweit du die Rechte anderer nicht verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt".
    Wo hindert dich Google mit mehre Jahre alten Fotos "deiner" Hausfassade in der Entfaltung deiner Persönlichkeit?


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    Ich - will - nicht!


    Musst du auch nicht. Google darf aber (zumindest nach aktuellem Recht).


    Ich denke auch, dass die öffentliche Diskussion (dieser Thread mal ausgenommen) in deutlich geringerem Ausmaß oder gar nicht stattfinden würde, wenn die Leute überhaupt wüssten, was Streetview ist. Wieviele glauben denn immer noch, dass es eine Livecam sei :rolleyes:

    Ausspähen von Daten


    Zitat

    Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


    Sehe ich an dieser Stelle nicht erfüllt. Wie oben schon geschrieben: Google fotografiert(e) alles, was von öffentlichen Straßen zugänglich war.
    Die dazugehörigen DATEN geben wir selber an zahlreichen anderen Stellen bekannt, sind aber nicht bei Streetview hinterlegt. Von daher denke ich, dass die "Datenschützer" an dieser Stelle auf Granit beißen werden.

    Leute...ist doch jetzt gut...am Ende kommt hier noch ein Schloss vor und dann ist niemandem geholfen.
    Ceres667 hat seine Gründe, die er hier nicht nennen will und das sollte respektiert werden. Ansonsten kann man auch gleich jeden anfahren, der nicht regelmäßig Blut spendet und keinen Organspendeausweis mit sich herumträgt.