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Original geschrieben von Printus
Welcher Datenmissbrauch wurde denn in Deutschland konkret aus Regierungskreisen heraus mit den Daten begangen?
Und im Übrigen wurde die Datennutzung gerichtlich gestoppt, insofern die Pläne der Regierung gebremst.
Es ging mir nicht explizit um die Vorratsdatenspeicherung sondern um das Deckmäntelchen "Terrorbekämpfung", mit dem anscheinend heute alles versucht wird zu rechtfertigen. Ob die Speicherung nicht doch mal anders genutzt wird, wird sich zeigen...Sony, Bertelsmann und viele andere hätten Interesse
Und wenn solche Daten weitergegeben werden oder durch eine Sicherheitslücke weiter "wandern" werden einige erkennen, dass es sensiblere Daten als Hausfassaden gibt.
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Weil so etwas für mich Zensur darstellt
Naja...Zensur, wenn ich mein eigenes Haus verpixeln lasse? 
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Weil man dort letztlich nur Dächer sieht und ein Fotografie dessen gezeigt wird, was man auch auf Landkarten sieht. Es sind flächenmäßig große Luftbilder, die keinen Ansatz bieten um die persönlichen Verhältnisse von Menschen in irgendeiner Weise kommerziell nutzbar zu machen.
Wenn ich (aus meiner Erinnerung heraus) mal überlege, welche Sorgen hier im Thread aufkamen, dann waren das:
Zu wenig Bäume im Garten, so dass Gärtnereien Werbung schicken.
Schlechte Wohngegend, so dass man keinen Job/Kredit bekommt.
Schüssel/Antenne auf dem Dach, so dass die GEZ anklopft.
Keine Garage auf dem Grundstück, so dass die Versicherung mault.
Das alles kann schon lange mit wenigen Klicks gegengeprüft werden. Und keinen hat`s gestört.
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Die Regierung wollte die Daten staatlicherweis zur Gefahrenabwehr (Terrorismusbekämpfung) nutzen. Das ist etwas anderes als Datenerhebung einer Privatfirma zu allein kommerziellen Zwecken.
Das war zumindest die offizielle Aussage. Leider wurde mit dem Begriff "Terrorismusbekämpfung" schon so eniges gerechtfertigt
Aber das gehört nicht wirklich hier `rein...
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Printus:
Aber genau diese Werbemöglichkeiten bestehen doch jetzt auch schon. Da muss ich nichtmal bis zum Ellenbogen denken, um festzustellen, dass Earth und Satellite nicht aus Nächstenliebe online sind...
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Und Vielen gefällt nicht, wenn das ungefragt mit ihrem Privatbesitz gemacht wird.
Und da bleiben nur 3 Möglichkeiten: Entweder bleiben die Gesetze, wie sie sind man erhebt Einspruch, die Gesetze werden im Hauruckverfahren umgestellt (inkl. der schon mehrfach beschriebene "Nebenwirkungen") oder irgendjemand zaubert noch eine tolle Idee aus dem Hut, mit dem alle Glücklich werden.
Sowas klingt doch im Ansatz auf den ersten Blick gar nicht sooo blöd: klick
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Original geschrieben von ChickenHawk
Ich habe bis jetzt aber noch nicht einen vernünftigen Grund gehört oder gelesen, worin denn nun der große Vorteil oder Nutzen für die Menschheit
liegen soll, dass jeder noch so kleine Winkel irgendwann bei SV online verfügbar ist.
Eine Internetseite muss nicht jedem Nutzen - ich sehe für mich (bislang) auch keinen Nutzen im SV. Aber warum der Aufschrei der Bevölkerung nicht schon bei Google Earth und Satellite kam, konnte bislang auch keiner Beantworten?! Wo ist der Unterschied?
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Bei all diesen Dingen, die zum Teil weit lächerlicher sind, interessiert den Gesetzgeber nicht, dass die vorhandenen Gesetze lebensfremd sind und harmlose Grundrechte (wie sich in einem Forum frei zu äußern) beschnitten werden. Auf der anderen Seite schafft es der Gesetzgeber nicht, Telefonabzocker oder in der Bevölkerung mehrheitlich nicht gewünschte Datenerfassung von Google auf ein erträgliches Maß zu begrenzen. Das ist ein Armutszeugnis...
Eine Regierung, die Vorratsdatenspeicherung befürwortet und Datenweitergabe von Meldebehörden an Freiberufler ermöglicht, ist in meinen Augen eh unglaubwürdig, was das Thema Datenschutz angeht.
Sind wir doch mal ehrlich: Wären nicht gerade Sommerferien und die Bild hätte das Thema nicht mit Tina Ruland und Konsorten ("man sieht mich jetzt beim Nacktbaden") nicht so gepushtn, würde es doch außer ein paar Interessierten, wie hier, niemanden jucken. Die Politik schonmal gar nicht.
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Es geht hier nicht um die Frage ob das knipsen von Häuserfronten generell untersagt werden soll, sondern ausschließlich darum ob man ungefragt den ganzen Mist dann auch ins Internet stellen darf/sollte.
Aber das ist doch genau die Sache, die den Karren an die Wand fahren würde. Es gibt im Grunde 3 Varianten:
a) Straßenansichten zu fotografieren und zu veröffentlichen, ist für alle verboten
b) Straßenansichten zu fotografieren und zu veröffentlichen, ist für alle erlaubt
c) Straßenansichten zu fotografieren und zu veröffentlichen, ist für alle erlaubt, die keine kommerziellen Interessen verfolgen
b) ist derzeitiger Stand, a) dürfte wohl kaum Mehrheiten finden und c) würde zu Abmahnungsstürmen führen, sobald auf meiner Seite auch nur ein Werbefenster o.ä. zu sehen ist.
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Der Thread dreht sich weiter im Kreis 
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Wenn diese Leute nur mal wirklich sich in der Welt umschauen würden, was so mancherorts auf unserem Planeten schon mit erhobenen Daten gemacht werden...
Volle Zustimmung! Ist in der Tat ein großes Problem...
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Und genau das zeigt dieses Thread auch. Es gibt fast nur noch Rüpel. Wenn jemand, aus welchen Gründen auch immer, nicht bei diesem Schwachsinn mitmachen will, dann hat man das zu respektieren. Punkt! Da gibt es kein "aber".
Das mit den Rüpeln sehe ich in diesem Thread ein wenig anders (in dem es m.M.n. sehr gesittet zugeht!) aber wer nicht "mitmachen" will, muss das doch auch nicht?! Ohne wenn und aber. Nochmal: Der Gesetzgeber hat die Rahmenbedingungen geschaffen, die diese Aktion derzeit völlig legalisieren. Google müsste nichteinmal Häuser pixeln. Ich respektiere jeden, der dies jedoch - aus welchen Gründen auch immer - veranlasst. Mit dem trotzigen "Dann fotografiere ich alle verpixelten Häuser" ist natürlich niemandem geholfen.
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Die meisten wollen diesen Mist nicht, und das hat man zu respektieren.
Internetseiten sind aber nunmal kein Mehrheitsentscheid. Ich will auch so einige Seiten im Netz nicht - muss ich aber hinnehmen.
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Von mir aus, können diese Leute auch Ihr Schlafzimmer mit eine LiveCam ausstatten...
Machen sogar viele und verdienen gutes Geld damit 
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Aber ich will sehr wohl gefragt werden, wenn man meine Daten verwenden will, und wenn dies kommerziell passieren soll, erst recht.
Es sind keine persönlichen Daten sondern Straßenansichten. Die Daten geben wir an anderer Stelle zu Hauf bekannt - nur mit den Bildern kann kein Mensch was anfangen.
An dieser Stelle nochmal die ernstgemeinte Frage: Warum jetzt der Aufschrei und nicht während der Fotosessions? Warum nicht bei Google-Earth? Warum nicht bei "Google-Maps-Satellite?
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Das "Problem" ist wohl, dass nicht deine Käufe protokolliert werden, sondern die Suchbegriffe. Wäre vielleicht eine Marktlücke, sowas zu programmieren 
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Ich hatte es ja oben schonmal gesagt: Von dem Argument "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten" halte ich auch nicht viel. Selbst wenn es so ist, kann und darf das keine Rechtfertigung für irgendwas sein.
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Was würdest du z. B. sagen wenn mit deinem Gesicht Werbung für penis enlargement gemacht würde? Wahrscheinlich wärst du not amused... deswegen schützen dich Gesetze davor, dass dein Bild ungefragt so eingesetzt werden darf.
OT: Nun landen endlich auch all diejenigen bei TT, die nach einer Verlängerung gegooglet haben
Im Ernst: Natürlich hast du auch an dieser Stelle Recht!
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In beiden Fällen werden Fotos für Marketingaktivitäten genutzt und ich mag mein Haus genausowenig dafür benutzt sehen wie mein Gesicht.
Und genau hier ist wieder die Lücke, die Google nutzt: Wenn ein Fußballverein mit einem hochauflösendem Bild seines vollen Stadions wirbt, kann man mich ggf. auch entdecken. Ich glaube auch an dieser Stelle habe ich kein Recht auf eine Verpixelung oder bin ich da auf dem Holzweg?
Aber mal ganz anders gefragt: Wie könnte so ein Gesetz aussehen, dass jegliche kommerzielle Nutzung von Panoramaaufnahmen ohne Einwilligung aller Beteiligten verhindert und gleichzeitig mich als Privatperson vor wilder Abmahnerei schützt? Das ist in erster Linie das Problem, was ICH kommen sehe. Ob es jetzt Streetview gibt oder nicht, ist mir egal. Mir macht die Gesetzgebung eher Sorge, die im Rahmen dieser Aktion gestartet wird.
Und noch eine Frage: Warum gehen eigentlich jetzt erst alle auf die Barrikaden? Doch nur ein Sommerloch-Thema? Ich hätte das eher in dem Zeitraum erwartet, in dem Google mit seinen Autos durch die Straßen fährt...
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Ein Projekttag bedeutet ja nicht automatisch Unterrichtsausfall. Die Frage ist lediglich, wie der aufgezogen wird: Auch religiöse Themen kann man prinzipiell völlig undogmatisch lehren.
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Werden herumstehende Fernseher und Radios, Antennen und insbesondere Autoantennen standardmäßig verpixelt? Bald kommt die Fernanmeldung durch die GEZ.
Fernseher und Radios im Vorgarten nicht. Autokennzeichen sollen verpixelt werden, ja. Eine Antenne reicht ja so oder so nicht für eine Anmeldung - das Autoradio ist das Interessante. Das Argument, dass nicht jede Versicherung Lust hat, Mitarbeiter zum "Schnüffeln" vorbeizuschicken, kann man ja noch gelten lassen...aber die GEZ
?! Die Standardanmeldung bei der GEZ wird im übrigen auch ohne Google kommen.