Beiträge von MaxBlue

    Hallo folks,


    heute habe ich das Vergnügen, das erste mal ein UMTS-Gerät in den Händen zu halten und bedanke mich für die Bereitstellung des Motorola bei der Firma nowicom (http://www.nowicom.de). Viel Spaß bei der Lektüre!


    Vorwort


    Als ich das Paket in Empfang nahm, dachte ich erst, da hat sich jemand einen Scherz erlaubt und ein paar Steine mit in den Karton gepackt. Beim Auspacken habe ich dann aber sehr schnell gemerkt, das dem nicht so war. Die gebündelte Kraft von UMTS beansprucht eben ein paar Gramm mehr im Gerät.
    Meine Meinung zu den ersten 3G-Geräten ist etwas zwiespältig, auf der einen Seite macht es sicher Spaß solche Technik-Power mal auszuprobieren, auf der anderen Seite denke ich aber, das gerade von diesen ersten Geräten nicht viele verkauft werden. Ihre Leistungen sind auf der Seite von Gewicht, Ausmaßen und Akkupower eher schlecht und die Netze sind hierzulande noch nicht einmal gestartet. Ich denke, wenn wir soweit sind, dann wird es bereits die zweite Generation von Endgeräten geben und das ist auch gut so. Viele Hersteller halten sich ja auch noch zurück, was aufgrund der immensen Entwicklungskosten und der Erwartung einer kurzen Laufzeit (wenn überhaupt Marktstart) der ersten Endgeräte durchaus verständlich ist. Die Entwicklung wird hier sehr schnell voranschreiten. Motorola hat den Mut auf jeden Fall gehabt und liefert im Ausland jetzt bereits das A830 aus. Das Gerät ist baugleich mit dem Siemens U10, welches in Ermangelung eines eigenen UMTS-Handys von Siemens übernommen wurde. Im Grunde sehe ich das A830 momentan eher als eine art Prestige-Teil oder Technologie-Sample an - mal sehen was es so zu bieten hat.



    Technische Daten und Preise




    - EGSM 900, GSM 1800/1900 und WCDMA (UMTS/3G) Netze
    - TFT-Bildschirm transflektiv 4096 Farben
    - Auflösung 220x176 Pixel
    - Ansteckbare Kamera (als Backcover) mit max. 640x480 Pixel
    - MMC/SD-Card-Platz
    - WCDMA bis 384 KBit/s , CSD 14,4 KBits/s und GPRS 43,2 KBit/s
    - 135 x 53 x 24 mm
    - Gewicht 157g
    - Akku 3,7V Li-Ion polymer (kapazität unbekannt)
    - Sprechzeit bis 100 min (UMTS ca. 70 min)
    - Standby-Zeit bis 185 Stunden



    Voraussichtlicher Preis : ca. 689,00 Euro.



    Lieferumfang



    - Mototrola A830
    - Backcover mit integrierter Kamera
    - Reiseladegrät 110-240 Volt mit wechselbarem Stecker
    - USB-Sync. Kabel
    - 32MB SD-Card Speicherkarter
    - portables Haedset mit PTT-Taste
    - CD-ROM mit Software
    - Ersatzstylus
    - Portable FSE mit PTT Taste
    - USB-Sync-Kabel für PC
    - CD-ROM mit Software




    Funktionen und Leistungsmerkmale



    - Infrarot
    - USB-Anschluß
    - Bluetooth
    - Email POP3/SMTP/IMAP4
    - EMS/SMS senden/empfangen mit ITAP (ähnlich T9)
    - SIM-Toolkit
    - Cell-Broadcast
    - MMS senden und empfangen
    - Themes zum download (Klingeltöne, Hintergrundbilder und Bildschirmschoner)
    - Audioplayer für MP3/ Midi
    - Polyphone Klingeltöne
    - Vibration
    - Sprachmemo
    - Spracherwahl
    - Integrierter Lautsprecher für Audio und Gespräche
    - Kamera (ansteckbar) bis 640x480 Pixel
    - Player für Videoaufzeichnung und Wiedergabe (MP4)
    - Videoaufzeichnung (bis 15 sec./MP4)
    - Streaming Video im 3G-Modus
    - Spiele (in der vorliegenden Version nur OTA)
    - WAP-Browser (Version ??)
    - Java Umgebung J2ME
    - Kalenderfunktion
    - Adressbuch mit Kategorien, Nummern und Emailadresse
    - Taschenrechner



    Verarbeitung und Design


    Die letzten Geräte, die ich von Motorola in der Hand hatte und z.T. auch hier vorgestellt habe, hatten sich von der Verarbeitung recht gut gemacht - früher war das bei Motorola leider nicht so selbstverständlich. Aber auch hier beim A830 (made in Germany) gibt es keine größeren Sachen, die man bemängeln könnte. Das verwendete Kunststoff ist von guter Qualität, alles sitzt am rechten Platz und Akkuhalterungen wie auch Sim-Halter sind stabil und bedienungsfreundlich konstruiert. Allenfalls das wechselbare Backcover mit oder ohne integrierte Kamera hat beim Drücken ein leichtes Spiel und entlässt einen winzigen „Knartzer“, was aber keinesfalls so schlimm ist, dass störend auffällt.





    Sprachqualität und Empfangseigenschaften


    Die Sprachqualität und Empfangseigenschaften konnte ich in Ermangelung eines (öffentlich) betriebsfähigen UMTS-Netzes natürlich nur im GSM-Sektor testen. Hier gibt sich das A830 aber keine Blöße. Sowohl in Sende- als auch Empfangsrichtung kommen Gespräche laut, deutlich und vor allem klar rüber. Das erfolgreiche Einbuchen des Gerätes in ein GSM-Netz sieht man übrigens an einem kleinen 2,5G Symbol (GSM+GPRS) im oberen Bereich des Displays. Der Empfang ist Motorola-typisch ebenfalls kein Problem. Schlechte Gebiete meistert das A830 recht vernünftig du auch im fahrenden Auto habe ich keine Gesprächsabbrüche oder sonstigen Probleme feststellen können. Alles in allem also eine gute Leistung, die zwar nicht bei 100% liegt aber doch auf sehr hohem Niveau.



    Display und Tastatur


    Das Display zeigt sich gleich nach dem Einschalten mit einer kleinen Grafikspielerei von seiner besten Seite. Es handelt sich um ein transflektives TFT-Display, welches sich absolut auf der Höhe der Zeit befindet und sowohl in dunklen und gemischtem Licht wie auch bei direkter Sonneneinstrahlung perfekt ablesbar ist. Darüber hinaus stellt es 4096 sehr kräftige und hübsche Farben dar, was meiner Ansicht nach für ein solches Gerät völlig ausreichend ist um selbst Fotos in vernüftiger Qualität abzubilden. Aufgrund des schon etwas betagten Entwicklungsstandes der Hardware hätte ich eher ein Vordergrundbeleuchtetes Display vermutet und so überrascht diese Sache auf jeden Fall positiv. Die Tastatur lässt sich ebenfalls hervorragend bedienen, die Tasten sind alle samt genügend groß dimensioniert, stehen etwas aus dem Gehäuse hervor, haben ausreichenden Abstand zueinander und einen knackigen und definierten Druckpunkt. Das zentrale Steuerkreuz im oberen Bereich steuert sicher in vier verschiedene Richtungen, ohne allerdings noch eine zentralen Druckfunktion zu besitzen. Hier haben andere Hersteller deutlich mehr Probleme und oft ist es dann ein Problem beim Navigieren zuverlässig in die richtige Richtung zu steuern.




    Bedienung und Handhabung


    Warum schaffen sie es nicht ? Nokia ohne Wackelakku und Motorola mit schneller Menueführung... Das erste was mir beim Ausflug in die Menülandschaften des A830 auffällt, ist die zum Teil träge Reaktion des Gerätes auf Eingaben. Wobei das Aufrufen von irgendwelchen Multimediafunktionen wie z.B. Kamera oder anderen speicherintensiven Anwendungen nicht das Problem darstellt – es ist das Blättern durch Listen, das oft mit Nachlaufen oder Verzögerung durchgeführt wird. Vielleicht bin ich in diesem Punkt auch etwas zu kritisch, viele Leuten bedienen ein Handy ja durchaus langsamer und bemerken dieses Manko nicht, aber beim täglichen Gebrauch wird es mit Sicherheit irgendwann mal nervig. Insbesondere tritt dieses Phänomen auf, wenn der Zugriff auf die SD-Card erfolgt und dort z.B. durch einen Ordner gescrollt wird um sich Audiodateien anzusehen, in diesem Moment reagiert das A830 sehr zäh auf Tasteneingaben. Ansonsten hat sich die schon immer etwas gewöhnungsbedürftige Menüführung der Motorolas schon sehr gebessert und nach kurzer Zeit sind einem die wichtigsten Funktionen geläufig und man weiß wie man sie schnell erreichen kann. Ich denke, es wird ein erheblicher Zeitaufwand sein, solch ein Betriebssystem für ein Multimedia-Gerät der dritten Mobilfunkgeneration zu erstellen. Die Frage ist, in wieweit solch eine Entwicklung noch Sinn macht und man nicht lieber auf Standard-Plattformen wie z.B. Nokias Serie 60 zurückgreifen sollte. Auf jeden Fall passieren optisch keine Dinge die man nicht schon gesehen hätte, nach der ersten mit Icons aufgefrischten Menüebene geht es in Listenform weiter und von dort aus zur gewünschten Funktion. Leider geht das Gerät nicht gerade sehr sparsam mit seinen Stromreserven um, nach einiger Spielerei mit den Funktionen, etwas Standby-Zeit auf dem Tisch und einiger Gespräche sieht es dann auf einmal nicht mehr so gut mit der Kondition aus und man sollte sich auf die Suche nach der nächsten Steckdose machen. Insgesamt scheint die gesamte Hardwareplattform relativ stromfressend ausgelegt zu sein, hier wird sicher ein leistungsstarker Prozessor und das große TFT-Display seinen Teil mit beisteuern. Ein weiteres und ebenfalls sehr unangenehmes Problem stellt das Gewicht des Motis dar. Man bekommt in der Tat beim Telefonieren einen lahmen Arm, das Kraftpaket mit 3G-Technik wiegt mit der recht monströsen Kamera dran knapp unter 200 Gramm und hält damit schon Einzug in die Liga der PDAs. Was sich also in der Hand und beim Rumspielen noch als Qualität empfinden lässt wird beim 20min Gespräch zum Brikett am Ohr. Letztendlich wird sich dieses Problem aber nicht so oft stellen, da das A830 nur Reserven für etwas über eine Std. Gespräch im GSM Netz und gerade mal eine Stunde im UMTS-Netz vorhält.






    Multimedia, Sound, Video und Zusatz-Software


    Hier schlägt die Stunde des A830. Ob es die verschiedenen Audioformate, das Anzeigen von Bilder oder die Aufnahme und das Abspielen von kurzen Videosequenzen sind – das Moti beherrscht alles ziemlich perfekt. Gerade im Bereich Sound muss ich meinen Hut ziehen, kein mir bekanntes Gerät gibt insbesondere Midi-Dateien derart perfekt, laut und wohlklingend wieder. Da macht es richtig Spaß, mal ein paar Dateien auf die SD-Card zu übertragen und dem Klang eine Weile zu lauschen. Auch im Bereich Bilder liegt das A830 mindestens auf dem Niveau bekannter Geräte mit Kamera. Man hat die Möglichkeit in verschiedenen Qualitätsstufen bis zu 640x480 Bildpunkten zu fotografieren, kleine Videosequenzen bis 15 sec. zu filmen oder als per Streaming über UMTS wiederzugeben. Diese lassen sich dann wahlweise im internen Speicher des telefons oder auf der SD-Card ablegen.


    *** Hier zur Veranschaulichung ein Bild und ein kurzes Video. Beides mit dem A830 aufgenommen ***


    Datenfähigkeit und WAP


    Ebenfalls kein Problem für ein Gerät der 3G-Klasse. Ob CSD, GPRS oder 384 Kbit/s über UMTS – das Moti beherrscht jede Möglichkeit über Mobilfunk Daten zu transportieren. Das ganze lässt sich dann mit einem Email-client der POP3 und IMAP4 beherrscht, wie auch mit dem leistungsfähigen WAP-Browser auskosten. Leider konnte ich die Datendienste nicht testen, da das Gerät vorkonfiguriert ist für den Zugriff auf den Netzbetreiber Three. CSD-Anwahl für den Email-client ließ sich zwar einstellen, der Zugriff auf GPRS scheint aber fest im Gerät zu stehen oder mir ist es in der Kürze der Zeit nicht gelungen den richtigen Menupunkt zu finden. Sollte hier Interesse bestehen, müsste das Problem noch mal untersucht werden.




    Zubehör


    Mir ist z.Zt. Nicht bekannt, welches Zubehör für das A830 angeboten wird.



    Fazit


    Es muss ohne Frage viel Mühe gekostet haben, diese ganzen Features in ein eigenes Betriebssystem zu integrieren. Hier wird man wohl in Zukunft immer mehr Standardbetriebssysteme finden, weil es bei der Menge an Funktionen inzwischen zu aufwendig und zu teuer werden wird, jedes Mal eine eigene Plattform zu stricken.
    Trotz einiger Schwächen in Bezug auf Akkuleistung und Gewicht ist es irgendwie ein erhabenes Gefühl, ein Gerät in der Hand zu halten welches den zukünftigen Mobilfunkstandard unterstützt. Ich denke aber, dass es gerade wegen der angesprochenen Probleme nicht wirklich für den Verbraucher konstruiert zu sein scheint. Man hat insgesamt eher den Eindruck, das A830 wäre zum Testen der Netze entwickelt worden. Wie auch immer, das A830 wird wohl seinen Kultcharakter schon intus haben und irgendwann schauen wir das Gerät mal lächelnd in der Vitrine an, dort wo es neben einem Nokia 1010 steht und beide gemeinsam dokumentieren die ersten Versuche, die in einer neuen Mobilfunktechnik beschritten wurden.



    Schönen Abend,
    Max

    Hallo,


    bitte eins nicht vergessen: Als die XScale-Prozessoren auf den Markt kamen, hat man damals die 400MHz Versionen mit den 206MHz Versionen der StrongArm verglichen. Hier war kein Leistungsunterschied zu erkenne, z.T. liefen die Geräte mit XScale sogar langsamer als die SA-Geräte. Ich meine damit, man kann den Takt der beiden Prozessoren nicht unbedingt in Bezug auf die Leistung vergleichen. IMHO müsste ein 200MHz XScale eetwa einem 100MHz SA entsprechen, ist also definitiv langsamer. Allerdings ist der Stromverbrauch bei den XScale erheblich geringer.


    Ich selber habe mir das Angebot vom MM gekauft und auch genutz. Dort wurde das identische Gerät von Medion, allerdings ohne SD-Card angeboten. Die Navi-Software ist von Navigon zugekauft worden und nur auf Medion umgelabelt worden. Die Navigon war zumindest bis TomTOm 2 erschien die beste am Markt verfügbare Navi-Lösung für PDA. Die Wahl ist also auf keinen Fall schlecht, allerdings fiel mir bei meinem Gerät eine doch etwas alte Version des Kartenmaterials auf. Hier muss sicher ein Zugeständnis an den Preis gemacht werden, da die Lizenzkosten für die digitalen Karten von teleatlas bzw. Navtech erheblich sind.


    Gerücht:


    Noch eins zum Gerät: Der Medion hat speziellen, billigen RAM verbaut und lädt beim Einschalten (angeblich) das Betriebssystem in einen speziellen anderen Bereich des Speichers, so das erhebliche Teile des internen Speichers von 64MB dafür schon draufgehen, außer habe ich gehört (Vermutung) das das Gerät nur etwa 100x gebootet werden kann und dann soll es (angeblich) Probleme mit der Zuverlässigkeit der Bausteine geben. Dieser Teil meiner Aussage ist allerdings unbestätigt und sollte nur als Gerücht angesehen werden, evtl. weiss jemand mehr zu dem Thema.


    Ansonsten ist der Medion ein nettes und vor allem sehr flaches (10mm) Gerät, das mit einem genialen transflektiven Display ausgestattet ist.


    Gruß,
    Max

    HI,


    leider hab ich das GSL schon nicht mehr, es ist quasi etwas "heisse" Ware. Deine Fragen kann ich aber auch so beantworten. Da das Palm-OS gegenüber dem PocketPC 2002 (Phone Edition) Betriebssystem keine genormte Schnittstelle (und Oberfläche) zu einem Mobilfunkteil hat und der Zusatz also nicht vom Hersteller des Betriebssystems kommt, sieht sie grundsätzlich bei jedem Hersteller anders aus. Es liegt also komplett in der Hand der Entwickler wie diese Oberfläche aussehen soll und welche Features sie bietet. Das GSL soll wohl eine Picture-ID bei Anrufen anzeigen. Momentan geht dies jedoch noch nicht, es wird lediglich ein Demo gezeigt wenn ein Anruf reinkommt. Versäumte SMS/Anrufe werden in der kleinen Statusleiste über dem normalen Palmfenster (auf den Screenshoots zu erkennen) angezeigt. Das halte ich z.B. für eine sehr elegante Lösung, da auf diese Weise Informationen die sonst im Palm-OS mit angezeigt werden würden nicht von einer anderen Anwendung (z.B. einem Launcher) überschrieben werden sondern in einem sozusagen geschützten Bereich liegen.


    Gruß,
    Max

    Mahla


    Du hast völlig recht, die preise sind relativ hoch. Aber mann muß auch bedenken, das sie noch meilenweit unter den Preisen liegen, die für eine normale Blackberrylösung inkl. Software für Exchange oder Notes anfallen. Außerdem ist das Gerät klar auf den kleinen Business-Bereich + privaten Poweruser ausgelegt. Wer auf zügigen Mailverkehr immer und überall ANGEWIESEN ist, der wird das auch gern zahlen.
    Ich nutze das Teil jetzt seid ein paar tagen und kann mich nicht mehr davon trennen, die Bedienung ist perfekt, die Standbyzeit gigantisch und es funktioniert so vor sich hin, ohne abzustürzen oder zu zicken. Es ist sozusagen der perfekte Begleiter für jeden Fall und Leute die dringend auf einen Organizer und ein Handy ohne Firlefanz angewiesen sind. Ich kann gern auf MMS verzichen, hab aber dafür meine 2000 Kontakte jederzeit griffbereit und kann meine Notizen immer und überall auf der kleinen Tastatur zu Papier bringen.


    Kurz und Knapp: Man muss das Gerät eine Weile erlebt haben um es zu schätzen.


    Aber letztendlich (und zum Glück) ist es immer eine Frage der Anforderung, die man persönlich an ein Handy oder Smartphone stellt.


    Hier noch ein paar kurze Notizen aus dem Alltag zum BB 7230:


    - Komplette Verschlüsselung ALLER Daten vom Server zum Gerät
    - Beim Betrachen der Emails oder SMS werden sämtliche vorherigen Nachrichten mit angezeigt, so das man eine chronologische Auflistung der Korespondenz hat (sehr nützlich)
    - Der Browser stellt die meisten WEB-Seiten ohne Probleme und lange Ladezeiten zur Verfügung
    - Man kann nicht an den Profilen für WAP, WEB und email schrauben. Sie werden OTA in Form von Service-Büchern zur Verfügung gestellt.
    - Ohne diese Bücher kein Betrieb in anderen Netzen möglich
    - Dieses Servicekonzept macht durchaus Sinn, weil alle Parameter richtig eingestellt sind und man sich um die Konfig nicht groß kümmern braucht.
    - Konfigurationsänderungen können den Leuten auf Knopfdruck zur Verfügung gestellt werden ohne das jemand selber "fummeln" muss.
    - RIM scheint eine Firma zu sein, die ein sehr geniales Konzept für dieses Gertät ausgearbeitet haben und die in der Lage sind solche Dinge auch funktionierrend auf den Markt zu bringen
    - T-Mobile erweist sich mal wieder als Schwachpunkt, sie haben leider einige Dinge etwas verwässert, so das Probleme im Alltagsbetrieb meistens auf die Kurzsichtigkeit dieser Leute zurückzuführen sind. Wer genauere Infos haben möchte, bitte per PM





    Gruß,
    Max

    Hallo folks,


    was heute hier vor mir auf dem Tisch liegt, lässt mein Herz höher schlagen. Ein großes Lob muss ich der Firma nowicom (http://www.nowicom.de) für die Beschaffung dieses Gerätes zukommen lassen – echt unglaublich. Viel Spaß bei der Lektüre!




    Vorwort


    Auf der Cebit hab ich es schon mal sehen und auch kurz anfassen dürfen, das kleine GSL Zirkon Smartphone mit Palm OS 4.1 und integrierter Kamera. Leider waren damals alle Versuche, den Mitarbeiter des Messestandes vom Verkauf des Gerätes zu überzeugen, fehlgeschlagen. Das war im Nachhinein auch ganz gut so, dann damals befand es sich noch in einem etwas arg frühen Stadium der Entwicklung.
    Jedenfalls ist der Hersteller Group Sense inzwischen der Marktreife ein gutes Stück näher gekommen, wenn auch noch nicht ganz am Ziel. Da es sich bei dem mir vorliegenden Gerät um ein sog. Engineering Sample handelt, also ein Gerät im Beta-Stadium welches eigentlich nicht frei erhältlich ist, wird dieser Test etwas weniger detailliert sein als sonst. Das Gerät wurde des weiteren mit der Hand zusammengesetzt und entsprich deshalb sicher nicht dem späteren Serienresultat. Ich werde auch nicht alle Funktionen abschließend bewerten, weil einiges noch nicht fehlerfrei läuft und andere Features noch nicht fertig integriert sind.


    Eine wichtige Sache noch: Obwohl es sich um ein Vorseriengerät handelt ist die Vorstellung des Gerätes vom Hersteller erwünscht, es wird also eine keine Probleme geben hinsichtlich eines NDA oder ähnlichem geben


    BTW: Die Meinung unseres Forums scheint für die Hersteller von großem Interesse zu sein, auf der einen Seite verständlich, aber auch schön zu hören :D



    Technische Daten und Preise


    Die technischen Angaben sind evtl. nicht ganz vollständig und könnten ebenso noch einige Fehler enthalten.


    - EGSM 900 und GSM 1800/1900 Netze
    - TFT-Bildschirm transflektiv mit 260000 (!) Farben
    - Auflösung 176x240 Pixel
    - Integrierte Kamera CIF mit 352x288 Pixel
    - CSD /14,4 kBits/s) und GPRS (Class 10)
    - 97 x 47 x 20 mm
    - Gewicht 130g
    - Akku 850mAh / 3,7V Li-Ion (Seriengerät 900mAh)
    - Sprechzeit ca. 2 Stunden
    - Standby-Zeit ca. 100 Stunden
    - DragonBall VZ CPU 33MHz
    - 16MB RAM / 16MB ROM / 4MB Flash




    Voraussichtlicher Preis : ca. 599,00 Euro



    Lieferumfang


    Der Lieferumfang des mir vorliegendes Gerätes war verständlicher Weise recht beschränkt. Die weiße Box enthielt das Gerät an sich, einen Akku, ein asiatisches Ladegerät und eine gebrannte CD mit einigen Tools und einer noch unvollständigen Beschreibung. Später sollen folgende Dinge im Lieferumfang enthalten sein:


    - Ersatzstylus
    - Portable FSE mit PTT Taste
    - USB-Sync-Kabel für PC
    - CD-ROM mit Software
    - Reiseladegerät
    - Bedienungsanleitung



    Funktionen und Leistungsmerkmale


    Betriebssystem: Palm OS 4.1 mit Grafitti-2 und all seinen bekannten Features


    Zusätzliche für den GSM/GPRS/Kamera Betrieb:


    - Infrarot , RS232 seriell
    - Software für EMS/SMS senden/empfangen
    - SIM-Toolkit
    - Cell-Broadcast
    - Software zum fotografieren mit der internen Kamera
    - Software für die Ansicht und Bearbeitung der Bilder
    - Telefonsoftware zum wählen und Direktwahl aus den Palmkontakten


    Verarbeitung und Design


    Wenn man bedenkt, das dieses Gerät tatsächlich mit der Hand zusammengesetzt wurde und ein Prototyp ist, dann hat es schon eine mehr als ansehnliche Qualität. Das Gerät liegt wunderbar klein und zierlich in der Hand, die glatte Lackierung schmeichelt beim Befühlen und das Gehäuse an sich wie auch die verwendeten Materialien geben keinen Anlass zur Kritik.. Die Spaltmaße stimmen und der Akku lässt sich ebenfalls ohne Probleme auf dem Gerät installieren wie auch entfernen. Alles sitzt, passt und dem Gerät lässt bei normalem Gebrauch kein Knarzen entlocken. Nach meinem Geschmack könnte man vielleicht die chromfarbene Displayeinfassung gegen ein mattes Material austauschen, hier sind sehr schnell „Fettfinger“ zu sehen. Meine Empfehlung wäre ein Oberfläche wie es der XDA hat, matter metallbeschichteter Kunststoff .
    Das Design an sich ist für ein Smartphone mit Palm OS sicher sensationell klein, kein anderes Gerät kommt da auch nur in die Nähe. Die Anordnung der Tasten ist recht ansehnlich gelöst, einzig eine ausschiebbare Tastatur wäre vielleicht noch das I-Tüpfelchen für die Nicht-Grafitti Leute gewesen. Aber ich denke hier sind durch die Größe Grenzen gesetzt.
    Insgesamt aber ein schnuckeliges, kleines Teil mit (für mich) sehr ansprechender Optik.




    Sprachqualität und Empfangseigenschaften


    Dieses Thema möchte ich nur kurz anschneiden. Das Gerät hat noch einige Probleme mit der Telefonschnittstelle. Momentan ließen sich bei mir nur SIM-Karten von T-Mobile zum Laufen bekommen und dann auch nur, wenn die PIN-Abfrage ausgeschaltet war. Das GSL besitzt wie z.B. der Treo auch, ein GSM-Modul von Wavecom. Der Treo hat sich bei mir immer sehr wacker geschlagen was die Empfangseigenschaften anging, anders ist es hier auch nicht zu erwarten. Von mir geführte Testgespräche kamen sehr laut und deutlich rüber, fast schon zu laut. Ich konnte leider die Empfangslautstärke nicht regulieren und etwas störend war ein heftiges GSM-Zirpen, das die ganze Zeit begleitend aus dem Hörer tönte. Hier müsste noch was dran gemacht werden, weil das wirklich störend ist.



    Display und Tastatur


    Tja, das Display ist schon eine Klasse für sich. Es ist für ein Palmgerät auffällig klein und von den sichtbaren Pixeln her sehr fein. Weiterhin besitzt es 260.000 Farben und transflektive Eigenschaften, die auch bei Sonneneinstrahlung den Spaß nicht so schnell verderben. Leider konnte ich zur abschließenden Beurteilung keine vernünftigen Bilder auf das Gerät bekommen, da ein Sycn-Kabel nicht im Lieferumfang enthalten war.
    Etwas besonderes dürfte noch die Auflösung von 176x240 Pixeln sein, gerade für das Palm-OS. Meines Wissens wird Palm-OS unter Version 5 nur mit Auflösungen von 320x320 oder 320x480 (Sony) betrieben.
    Zu den Tasten braucht man nicht viel sagen, das Gerät besitzt nur wenige davon, diese sind jedoch für die absolute Größe des GSL angenehm groß gehalten und lassen sich durchgehend vernünftig bedienen. Schön, dass man hier nicht wie bei den japanischen Autoradios häufig zu beobachten, kleinste Tasten in großer Vielfalt genommen hat sondern wenige und dafür sinnvolle.




    Bedienung und Handhabung


    Bleiben wir gleich beim Display. Hier muss man sich fragen, ob diese besondere Auflösung überhaupt jemals voll genutzt werden kann und die Hersteller angepasste Software anbieten werden. Im Normalbetrieb liegen jedenfalls einige Pixel an den Seiten brach und der untere Teil wird genommen um das Grafitti-Eingabefeld einzublenden, welches übrigens ähnlich wie bei Sony die gezogenen Striche anzeigt. Bei einigen Anwendungen wie z.B. der Telefonsoftware wird der untere Bereich dann ausgeblendet und steht voll zur Verfügung während oben und unten immer eine Statuszeile angezeigt wird. Das Gerät nutzt übrigens schon Grafitti-2 zur Eingabe von Texten.
    Die Bedienung des Gerät geht wie bei Palm-OS üblich von der Hand, trotz des 33MHz Prozessors ist alles recht flüssig und zügig, hier möchte ich nicht genauer drauf eingehen – die meisten werden es sicherlich kennen. Wie oben schon erwähnt hat Group Sense der Anzeige zwei Statusleisten oben und unten spendiert, wobei die Obere Netzpegel, Akkustand, Datum/Uhrzeit und einige andere Dinge wie z.B. eingehende Nachrichten und Profile (außerhalb des Palm-Bereiches) anzeigt. Durch Tippen auf die Symbole ist man dann auch schnell in den entsprechenden Einstellungen drin du kann sie den persönlichen Belangen anpassen. Die untere Statusleiste sieht ähnlich wie bei den Sony Clie aus und dient dazu, wenn das Grafittifeld ausgeblendet wurde schnellen Zugriff auf die Suchfunktion, den Bildschirmkontrast, dem Menu und dem Homescreen zu haben. Des weiteren lässt sich darüber der Grafittibereich ein- und ausblenden.
    Die Telefonschnittstelle lässt sich über die grüne Hörertaste im unteren Bereich der Vorderseite aufrufen und durch die rote Taste beenden , so das, wenn schnell mal ein Gespräch geführt bzw. beendet werden soll , nicht immer der Stift gezückt werden muss. Die eingeblendete Tastatur ist groß genug, um auch bequem mit den Fingern bedient werden zu können. Zwei weitere Tasten sind noch zu finden, die eine Taste ruft die integrierte Kamera auf und die Zweite dient dem Rücksprung in die Palmoberfläche, sozusagen die Home-Taste. Letztendlich besitzt das GSL dann noch ein Vierwege Steuerkreuz mit dem man in den Palmanwendungen navigieren kann und in dessen Mitte mit einer zentralen Taste bestimmte Aktionen ausgewählt bzw. bestätigt werden.




    Multimedia, Sound, Video und Zusatz-Software


    Auch hier hat das GSL Zircon gegenüber anderen Palm OS Smartphones ganz ordentlich was zu bieten. Die integrierte Kamera macht etwas halbe VGA Auflösung, bringt aber zumindest auf dem integrierten Display gesehen, ganz vernünftige Ergebnisse. Leider konnte ich die Bilder nicht auf den PC bekommen um sie abschließend zu bewerten. Für ein Gerät dieser Größe aber auf jeden Fall respektabel. Die integrierten Sounds sind alle samt polyphon und hören sich angenehm und laut an. Das GSL besitzt zur Zeit einen EMS/SMS Client und soll aber, wenn ich richtig informiert bin noch einen MMS-Client bekommen, was wegen der integrierten Kamera auf jeden Fall Sinn macht.


    Datenfähigkeit und WAP


    Das Zicon kann über das integrierte GSM-Teil Datenverbindungen bis 14.400 Bit/s Sekunde über CSD aufbauen und verfügt darüber hinaus über GPRS mit dem flinken Class-10 Standard. Damit sollten sich alle Palmanwendungen im bereich Internet / Email vernünftig flott durch den Cyberspace bewegen können, wie auch Faxanwendungen funktionieren sollten. Da man ja inzwischen auch schon mit PALM-OS Faxe empfangen kann, dürfte das Zircon das momentan wohl kleinste vollwertige (Empfangen+Senden) Faxgerät der Welt sein – kaum zu glauben...



    Zubehör


    Mir ist z.Zt. Nicht bekannt, welches Zubehör für das Zircon angeboten werden soll.



    Fazit


    Gerüchte besagen, das der Hersteller vor dem Ende der Entwicklung am Ende des Geldes angekommen sein könnte. Es wäre also möglich, dass dieses Gerät niemals auf dem Markt erscheint. Ich fände es etwas schade, weil es in meinen Augen durchaus seine Existenzberechtigung hat, auch wenn in naher Zukunft solche kleine „Powerbüchsen“ wie z.B. das Samsung Palm Smartphone SGH-I500 erscheinen werden. Das Zircon hat seinen ganz eigenen Flair, mal ganz abgesehen davon, ob es Sinn macht ein Palm-OS Smartphone so klein zu schrumpfen oder nicht. Bedienen lässt es sich jedenfalls trotzdem und gerade wegen einiger sinnvoller Tasten recht gut. Ich gebs auf jeden Fall schweren Herzens wieder ab, man gewöhnt sich recht schnell an den Zwerg und es macht immer wieder Spaß das Palm auf dem kleinen Schirm zu bedienen und danach das Gerät in die Tiefen der Hosentasche zu versenken. Von meiner Seite noch die besten Wünsche an den Hersteller, dass er sich trotz anders lautender Erfahrungen der Vergangenheit gegen die Großen der Branche behaupten kann und diese außergewöhnliche Entwicklung ihren Weg auf den (europäischen) Markt in naher Zukunft finden wird.


    Frohes Pfingsten noch,
    Max

    Hallo folks,


    was heute hier vor mir auf dem Tisch liegt, lässt mein Herz höher schlagen. Ein großes Lob muss ich der Firma nowicom (http://www.nowicom.de) für die Beschaffung dieses Gerätes zukommen lassen – echt unglaublich. Viel Spaß bei der Lektüre!




    Vorwort


    Auf der Cebit hab ich es schon mal sehen und auch kurz anfassen dürfen, das kleine GSL Zirkon Smartphone mit Palm OS 4.1 und integrierter Kamera. Leider waren damals alle Versuche, den Mitarbeiter des Messestandes vom Verkauf des Gerätes zu überzeugen, fehlgeschlagen. Das war im Nachhinein auch ganz gut so, dann damals befand es sich noch in einem etwas arg frühen Stadium der Entwicklung.
    Jedenfalls ist der Hersteller Group Sense inzwischen der Marktreife ein gutes Stück näher gekommen, wenn auch noch nicht ganz am Ziel. Da es sich bei dem mir vorliegenden Gerät um ein sog. Engineering Sample handelt, also ein Gerät im Beta-Stadium welches eigentlich nicht frei erhältlich ist, wird dieser Test etwas weniger detailliert sein als sonst. Das Gerät wurde des weiteren mit der Hand zusammengesetzt und entsprich deshalb sicher nicht dem späteren Serienresultat. Ich werde auch nicht alle Funktionen abschließend bewerten, weil einiges noch nicht fehlerfrei läuft und andere Features noch nicht fertig integriert sind.


    Eine wichtige Sache noch: Obwohl es sich um ein Vorseriengerät handelt ist die Vorstellung des Gerätes vom Hersteller erwünscht, es wird also eine keine Probleme geben hinsichtlich eines NDA oder ähnlichem geben


    BTW: Die Meinung unseres Forums scheint für die Hersteller von großem Interesse zu sein, auf der einen Seite verständlich, aber auch schön zu hören :D



    Technische Daten und Preise


    Die technischen Angaben sind evtl. nicht ganz vollständig und könnten ebenso noch einige Fehler enthalten.


    - EGSM 900 und GSM 1800/1900 Netze
    - TFT-Bildschirm transflektiv mit 260000 (!) Farben
    - Auflösung 176x240 Pixel
    - Integrierte Kamera CIF mit 352x288 Pixel
    - CSD /14,4 kBits/s) und GPRS (Class 10)
    - 97 x 47 x 20 mm
    - Gewicht 130g
    - Akku 850mAh / 3,7V Li-Ion (Seriengerät 900mAh)
    - Sprechzeit ca. 2 Stunden
    - Standby-Zeit ca. 100 Stunden
    - DragonBall VZ CPU 33MHz
    - 16MB RAM / 16MB ROM / 4MB Flash




    Voraussichtlicher Preis : ca. 599,00 Euro



    Lieferumfang


    Der Lieferumfang des mir vorliegendes Gerätes war verständlicher Weise recht beschränkt. Die weiße Box enthielt das Gerät an sich, einen Akku, ein asiatisches Ladegerät und eine gebrannte CD mit einigen Tools und einer noch unvollständigen Beschreibung. Später sollen folgende Dinge im Lieferumfang enthalten sein:


    - Ersatzstylus
    - Portable FSE mit PTT Taste
    - USB-Sync-Kabel für PC
    - CD-ROM mit Software
    - Reiseladegerät
    - Bedienungsanleitung



    Funktionen und Leistungsmerkmale


    Betriebssystem: Palm OS 4.1 mit Grafitti-2 und all seinen bekannten Features


    Zusätzliche für den GSM/GPRS/Kamera Betrieb:


    - Infrarot , RS232 seriell
    - Software für EMS/SMS senden/empfangen
    - SIM-Toolkit
    - Cell-Broadcast
    - Software zum fotografieren mit der internen Kamera
    - Software für die Ansicht und Bearbeitung der Bilder
    - Telefonsoftware zum wählen und Direktwahl aus den Palmkontakten


    Verarbeitung und Design


    Wenn man bedenkt, das dieses Gerät tatsächlich mit der Hand zusammengesetzt wurde und ein Prototyp ist, dann hat es schon eine mehr als ansehnliche Qualität. Das Gerät liegt wunderbar klein und zierlich in der Hand, die glatte Lackierung schmeichelt beim Befühlen und das Gehäuse an sich wie auch die verwendeten Materialien geben keinen Anlass zur Kritik.. Die Spaltmaße stimmen und der Akku lässt sich ebenfalls ohne Probleme auf dem Gerät installieren wie auch entfernen. Alles sitzt, passt und dem Gerät lässt bei normalem Gebrauch kein Knarzen entlocken. Nach meinem Geschmack könnte man vielleicht die chromfarbene Displayeinfassung gegen ein mattes Material austauschen, hier sind sehr schnell „Fettfinger“ zu sehen. Meine Empfehlung wäre ein Oberfläche wie es der XDA hat, matter metallbeschichteter Kunststoff .
    Das Design an sich ist für ein Smartphone mit Palm OS sicher sensationell klein, kein anderes Gerät kommt da auch nur in die Nähe. Die Anordnung der Tasten ist recht ansehnlich gelöst, einzig eine ausschiebbare Tastatur wäre vielleicht noch das I-Tüpfelchen für die Nicht-Grafitti Leute gewesen. Aber ich denke hier sind durch die Größe Grenzen gesetzt.
    Insgesamt aber ein schnuckeliges, kleines Teil mit (für mich) sehr ansprechender Optik.




    Sprachqualität und Empfangseigenschaften


    Dieses Thema möchte ich nur kurz anschneiden. Das Gerät hat noch einige Probleme mit der Telefonschnittstelle. Momentan ließen sich bei mir nur SIM-Karten von T-Mobile zum Laufen bekommen und dann auch nur, wenn die PIN-Abfrage ausgeschaltet war. Das GSL besitzt wie z.B. der Treo auch, ein GSM-Modul von Wavecom. Der Treo hat sich bei mir immer sehr wacker geschlagen was die Empfangseigenschaften anging, anders ist es hier auch nicht zu erwarten. Von mir geführte Testgespräche kamen sehr laut und deutlich rüber, fast schon zu laut. Ich konnte leider die Empfangslautstärke nicht regulieren und etwas störend war ein heftiges GSM-Zirpen, das die ganze Zeit begleitend aus dem Hörer tönte. Hier müsste noch was dran gemacht werden, weil das wirklich störend ist.



    Display und Tastatur


    Tja, das Display ist schon eine Klasse für sich. Es ist für ein Palmgerät auffällig klein und von den sichtbaren Pixeln her sehr fein. Weiterhin besitzt es 260.000 Farben und transflektive Eigenschaften, die auch bei Sonneneinstrahlung den Spaß nicht so schnell verderben. Leider konnte ich zur abschließenden Beurteilung keine vernünftigen Bilder auf das Gerät bekommen, da ein Sycn-Kabel nicht im Lieferumfang enthalten war.
    Etwas besonderes dürfte noch die Auflösung von 176x240 Pixeln sein, gerade für das Palm-OS. Meines Wissens wird Palm-OS unter Version 5 nur mit Auflösungen von 320x320 oder 320x480 (Sony) betrieben.
    Zu den Tasten braucht man nicht viel sagen, das Gerät besitzt nur wenige davon, diese sind jedoch für die absolute Größe des GSL angenehm groß gehalten und lassen sich durchgehend vernünftig bedienen. Schön, dass man hier nicht wie bei den japanischen Autoradios häufig zu beobachten, kleinste Tasten in großer Vielfalt genommen hat sondern wenige und dafür sinnvolle.




    Bedienung und Handhabung


    Bleiben wir gleich beim Display. Hier muss man sich fragen, ob diese besondere Auflösung überhaupt jemals voll genutzt werden kann und die Hersteller angepasste Software anbieten werden. Im Normalbetrieb liegen jedenfalls einige Pixel an den Seiten brach und der untere Teil wird genommen um das Grafitti-Eingabefeld einzublenden, welches übrigens ähnlich wie bei Sony die gezogenen Striche anzeigt. Bei einigen Anwendungen wie z.B. der Telefonsoftware wird der untere Bereich dann ausgeblendet und steht voll zur Verfügung während oben und unten immer eine Statuszeile angezeigt wird. Das Gerät nutzt übrigens schon Grafitti-2 zur Eingabe von Texten.
    Die Bedienung des Gerät geht wie bei Palm-OS üblich von der Hand, trotz des 33MHz Prozessors ist alles recht flüssig und zügig, hier möchte ich nicht genauer drauf eingehen – die meisten werden es sicherlich kennen. Wie oben schon erwähnt hat Group Sense der Anzeige zwei Statusleisten oben und unten spendiert, wobei die Obere Netzpegel, Akkustand, Datum/Uhrzeit und einige andere Dinge wie z.B. eingehende Nachrichten und Profile (außerhalb des Palm-Bereiches) anzeigt. Durch Tippen auf die Symbole ist man dann auch schnell in den entsprechenden Einstellungen drin du kann sie den persönlichen Belangen anpassen. Die untere Statusleiste sieht ähnlich wie bei den Sony Clie aus und dient dazu, wenn das Grafittifeld ausgeblendet wurde schnellen Zugriff auf die Suchfunktion, den Bildschirmkontrast, dem Menu und dem Homescreen zu haben. Des weiteren lässt sich darüber der Grafittibereich ein- und ausblenden.
    Die Telefonschnittstelle lässt sich über die grüne Hörertaste im unteren Bereich der Vorderseite aufrufen und durch die rote Taste beenden , so das, wenn schnell mal ein Gespräch geführt bzw. beendet werden soll , nicht immer der Stift gezückt werden muss. Die eingeblendete Tastatur ist groß genug, um auch bequem mit den Fingern bedient werden zu können. Zwei weitere Tasten sind noch zu finden, die eine Taste ruft die integrierte Kamera auf und die Zweite dient dem Rücksprung in die Palmoberfläche, sozusagen die Home-Taste. Letztendlich besitzt das GSL dann noch ein Vierwege Steuerkreuz mit dem man in den Palmanwendungen navigieren kann und in dessen Mitte mit einer zentralen Taste bestimmte Aktionen ausgewählt bzw. bestätigt werden.




    Multimedia, Sound, Video und Zusatz-Software


    Auch hier hat das GSL Zircon gegenüber anderen Palm OS Smartphones ganz ordentlich was zu bieten. Die integrierte Kamera macht etwas halbe VGA Auflösung, bringt aber zumindest auf dem integrierten Display gesehen, ganz vernünftige Ergebnisse. Leider konnte ich die Bilder nicht auf den PC bekommen um sie abschließend zu bewerten. Für ein Gerät dieser Größe aber auf jeden Fall respektabel. Die integrierten Sounds sind alle samt polyphon und hören sich angenehm und laut an. Das GSL besitzt zur Zeit einen EMS/SMS Client und soll aber, wenn ich richtig informiert bin noch einen MMS-Client bekommen, was wegen der integrierten Kamera auf jeden Fall Sinn macht.


    Datenfähigkeit und WAP


    Das Zicon kann über das integrierte GSM-Teil Datenverbindungen bis 14.400 Bit/s Sekunde über CSD aufbauen und verfügt darüber hinaus über GPRS mit dem flinken Class-10 Standard. Damit sollten sich alle Palmanwendungen im bereich Internet / Email vernünftig flott durch den Cyberspace bewegen können, wie auch Faxanwendungen funktionieren sollten. Da man ja inzwischen auch schon mit PALM-OS Faxe empfangen kann, dürfte das Zircon das momentan wohl kleinste vollwertige (Empfangen+Senden) Faxgerät der Welt sein – kaum zu glauben...



    Zubehör


    Mir ist z.Zt. Nicht bekannt, welches Zubehör für das Zircon angeboten werden soll.



    Fazit


    Gerüchte besagen, das der Hersteller vor dem Ende der Entwicklung am Ende des Geldes angekommen sein könnte. Es wäre also möglich, dass dieses Gerät niemals auf dem Markt erscheint. Ich fände es etwas schade, weil es in meinen Augen durchaus seine Existenzberechtigung hat, auch wenn in naher Zukunft solche kleine „Powerbüchsen“ wie z.B. das Samsung Palm Smartphone SGH-I500 erscheinen werden. Das Zircon hat seinen ganz eigenen Flair, mal ganz abgesehen davon, ob es Sinn macht ein Palm-OS Smartphone so klein zu schrumpfen oder nicht. Bedienen lässt es sich jedenfalls trotzdem und gerade wegen einiger sinnvoller Tasten recht gut. Ich gebs auf jeden Fall schweren Herzens wieder ab, man gewöhnt sich recht schnell an den Zwerg und es macht immer wieder Spaß das Palm auf dem kleinen Schirm zu bedienen und danach das Gerät in die Tiefen der Hosentasche zu versenken. Von meiner Seite noch die besten Wünsche an den Hersteller, dass er sich trotz anders lautender Erfahrungen der Vergangenheit gegen die Großen der Branche behaupten kann und diese außergewöhnliche Entwicklung ihren Weg auf den (europäischen) Markt in naher Zukunft finden wird.


    Frohes Pfingsten noch,
    Max

    hi folks,


    ein paar anmerkungen noch zum browser des BB, er scheint doch einiges mehr zu machen als anfangs vermutet.


    - darstellung von I-Mode Seiten in bester qualität
    - die chtml testpage absolviert er zwar nicht perfekt aber doch mit respaektablem ergebnis
    - wap-seiten werden auch in farbe angezeigt


    max