Oh, das Problem kenne ich nur zu Genüge. Ich war schon in der Schule in der Oberstufe ziemlich faul und unmotiviert (was teilweise an den Lehrern und teilweise auch daran lag, dass ich dauernd verschlafen habe) und habe dann für's Abi knapp eine Woche (nur für Mathe, die anderen Fächer garnicht) gelernt und dementsprechend nur einen Schnitt von 3.1 bekommen. Wobei die Abi-Prüfungen ja nicht wirklich wichtig sind, der Schnitt steht ja bis auf ein, zwei Zehntel schon vorher fest.
Nach einem Jahr ungewollter Pause habe ich nun voller Hoffnungen, Euphorie und Motivation mein Informatik-Studium angefangen, jedoch gelingt es mir nicht, früh aufzustehen und regelmäßig zu den Vorlesungen zu gehen und zuhause zu üben. Wobei das in Informatik weniger schlimm ist, das kriege ich schon hin, die Vorlesungen sind eh ein Witz, unser Prof. liest seine 2 Jahre alten Folien, bzw. Scripte 1:1 ab, in Bio (Anwendungsfach) bin ich auch nicht so oft gewesen, aber das dürfte auch noch gehen, in Mathe habe ich jedoch überhaupt keinen Durchblick, da war ich auch erst 3 mal (in drei verschiedenen Kursen, von denen man sich einen aussuchen darf), vor Allem, weil das auch so früh ist (Info dagegen erst um 14:15).
Somit kenne ich das Problem. Dazu kommt, dass Informatik extrem theoretisch ist und unser Prof. immer Selbstverständlichkeiten dreimal genaustens erklären muss, wenn ich mir anschaue, was ein Freund von mir an der FH Köln in Technischer Informatik schon alles in C (wir haben nur das ätzende Scheme und neuerdings Java) programmieren darf/muss, ist unser Studium echt ein Witz. Auch wenn ich das Niveau mit meinem Informatik-Kurs in der Oberstufe vergleiche, liegen da Welten zwischen - wir waren in der Schule (Grundkurs!) schon viel weiter, und haben dabei auf diese unnötigen, theoretischen Grundlagen weitestgehend verzichtet.
Motivation müsste ich nach dem "leeren" Jahr und in Gedanken an meine Zukunft eigentlich genug haben, meine Freundin regt sich schon ständig darüber auf, dass ich nichts fürs Studium mache, aber bisher gelang es mir trotzdem nicht so wirklich. In Informatik bin ich noch ganz gut dabei in den Übungen, da stehen wir in unserer 3er Gruppe Punktemäßig derzeit nicht schlecht dar, aber in letzter Zeit holen wir uns auch viele Lösungen von anderen... ![]()
Ich habe mir in den Vorlesungen auch schon öfters die Frage gestellt, ob ich wirklich der Studiums-Typ bin oder nicht. Aber ob eine Ausbildung das richtige wäre, kann ich auch nicht beurteilen, das Studentendasein (und damit meine ich jetzt nicht ständige Partys etc.) gefällt mir jedenfalls.
Ich finde es mutig, dass du, Avalanche, hier so einen Thread eröffnest, ich hätte es nicht getan, auch glaube ich nicht, dass es ein Allheilmittel gegen dieses Problem gibt, viele der in diesme Thread geposteten Lösungsansätze würden bspw. bei mir garnicht funktionieren.
Ich glaube einfach, dass es einzig und allein über die Selbstdisziplin funktioniert, und die kann man sich letztendlich nur selbst aufzwingen - lediglich gelungen ist es mir bis dato nicht. Aber für's neue Jahr habe ich mir vorgenommen, mich zu bessern. ![]()