Re: Harz IV und Bürgerversicherung ... warum statt dessen keine sozialliberale Lösung?
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Original geschrieben von Martyn
Aber wenn man wie die PDS so schon zu Harz IV sagt, Armut per Gesetz verordnet, dann wird das nie was.
Das sind doch propagandistische Sprüche ohne Sinn und Inhalt. Von wegen "Armut per Gesetz". Von den niedrigeren Hilfen, die Hartz IV vorsieht, lässt es sich immer noch existieren, die Menschen müssen sich eben daran gewöhnen, dass wir uns nicht mehr den ganzen Luxus von früher leisten können. Die meisten müssten erst einmal begreifen, was alles unter den Luxus fällt. Wenn ich Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger höre, die meckern, dass sie bspw. kein Auto oder keinen Fernseher besitzen dürfen, kann ich nur den Kopf schüteln. 
Die meisten dieser Leute haben doch garkeine Ahnung, was "arm" tatsächlich bedeutet. Dritte-Welt-Bewohner würden die auslachen... dabei haben die nichts zu lachen.
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Original geschrieben von Martyn
Aber dann wäre es imho schon um einiges sinnvoller, ein System beizubehalten, bei dem Arbeitslose die arbeitswillig sind, schon gut leben können und nicht am Rade es Existenzminimums ... ich spreche jetzt von keinen Reichtümern, sondern einfach von einer ausreichenden Existenzgrundlage, die es ermöglicht über die Runden zu kommen und dabei auch noch etwas für die Kinder, Altersvorsorge und sonstige Kapitalbildung zu haben. Das Alte System der Arbeitslosenhilfe war da wahrscheinlich nicht das schlechteste.
Das alte System konnte der Staat sich damals ja auch leisten. Aber eigentlich hätte man das alte System schon viel früher und in Stufen reformieren müssen, denn die bisherige Arbeitslosenhilfe war definitiv zu hoch, bzw. der Staat konnte sie sich damals leisten, aber nun kann er das nicht mehr, und zwar zum Teil auch, weil man damals so viel Geld in die zu hohe Arbeitslosenhilfe investierte. Hätte man die Arbeitslosenhilfe damals in Stufen heruntergeschraubt, hätten sich die Menschen auch daran gewöhnen können - da diese Möglichkeit aber verpasst wurde, kommt nun der große Einschnitt, und alle schreien, der Staat wolle sie per Gesetz arm machen.
Aber auch mit den Einschnitten muss keiner "am Rande des Existenzminimums" leben, man muss eben auf Überflüssigen Luxus verzichten können, denn der ist zum Leben nicht nötig.
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Original geschrieben von Martyn
Wenn die Leute mehr Geld in der Tasche hätten, dann steigt auch der Konsum ... und das ist der Beste Weg zu mehr Arbeitsplätzen.
Und woher soll man das finanzieren? Woher soll das Geld kommen, das die Leute zu mehr Konsum anregen soll (und die müssten sich wiederum daran gewöhnen, nicht mehr so viel sparen zu müssen), wenn der Staat es doch nicht hat? Neuverschuldung wäre jedenfalls nicht der Weg - das Ziel sollte eher sein, die Verschuldung endlich unter die EU-Grenze von 3% des BIP's zu bringen.
Wenn man endlich mal eine Steuerreform durchbringen würde, bei der die Besserverdienenden und vor Allem die reichsten 10% der Bevölkerung in Stufen deutlich mehr Steuern zahlen müssen als die Wenigerverdienenden, sodass das Geld gerecht umverteilt würde, sähe alles anders aus. Dann hätte der Staat auch mehr Kapital für dringende Dinge wie z.B. die Bildung der Jugend und das finanziel entlastete Volk könnte wieder mehr konsumieren -> mehr Arbeitsplätze -> weniger Arbeitslose ->gleichzeitig immer mehr Konsum -> steigende Konjunktur.
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Original geschrieben von Martyn
Bei den Schülern und Studenten würde ich das ähnlich sehen. Hier pauschal die Bildung fördern, so das auch jungen Leuten mit sozial schwächer gestellten Eltern ausreichende Mittel zur Verfügung stehen, ohne das Mittel wie Sozialhilfe in Anspruch genommen werden müssen.
Hier kann ich dir nur absolut zustimmen. Sehe ich genauso! :top: