Beiträge von superuser_reload

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    Original geschrieben von phonefux
    Diesel-Hybrid macht überhaupt keinen Sinn, weil die hochgezüchteten Ölmaschinen aka "Clean Diesel" teurer und komplizierter sind als Benziner und Hybrid ist ohnehin schon teuer und komplex genug.


    Dem kann ich nur zustimmen, da hat man dann zweimal den höheren Aufwand mit entsprechendem Mehrpreis, und kaum noch Zielgruppe die das kauft. Hat glaube ich auch nur Peugeot und Volvo(?) mal ernsthaft probiert.


    Wenn ich im übrigen daran denke wie zickig manche Dieselmotoren bzw. deren Abgasreinigungssysteme auf Kurzstreckenbetrieb reagieren, fehlt mir umso mehr die Phantasie wo da außer Bremsenergierückgewinnung oder evtl. etwas bessere Betriebspunkte der Mehrwert herkommen soll. Lange Warmlaufphasen, Partikelfilter-Regenerationsphasen, usw. vertragen sich wohl eher nicht mit rein elektrischem Fahren bei geringen Geschwindigkeiten und geringer Last und gelegentlichem Zuschalten des Verbrenners bei kurzzeitig höherer Lastanforderung.
    Und auf der Bahn bei Tempomat 140 ist der Diesel eh in seinem Element, da muss ich kein Hybrid mitschleppen. Da vereine ich irgendwie nur Nachteile verschiedener Systeme.

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    Original geschrieben von Anja Terchova
    Ich glaub nicht das eine Nachruestung von AdBlue-Einspritzung so billig waere.


    Man kann ja keinen Murks machen und den Tank am Fahrzeugboden oder tief unten im Motorraum verbauen, und den Fahrern dann zumuten alle 2.000-3.000km in die Werkstatt zum nachfuellen in die Werkstatt zu fahren, weil man eine Hebebuehne dafuer braucht.


    Sondern wenn dann muesste man es schon ordentlich machen, das man ueber die Tankklappe AdBlue nachfuellen kann. Also muesste dann fuer die Nachruestung oft Ruecksitzbank, Tank, Verkleidungen raus, und gegen umdesignte Teile ersetzt werden. Deke dann sind 5.000-8.000€ realistischer statt 1.500€.


    Ich habe nur den Wert genannt, der in den letzten Wochen mehrfach übereinstimmend durch die Medien ging und übrigens mit dem Wert korrespondierte den die Firma Twintec für ihren Nachrüstprototypen nannte, und die mussten dafür unter anderem VW-Ersatzteile beschaffen.
    Sicherlich käme in vielen Fällen zusätzlicher Konstruktions-und Entwicklungsaufwand oben drauf, speziell bei Fahrzeugen für die es noch gar keine SCR-Katalysatorsysteme gibt. Und sicherlich auch Fälle wo die Nachrüstung besonders knifflig und damit teurer wird. Eine andere Rücksitzbank baut da aber gewiss keiner ein.


    Mal gucken ob sich nicht doch noch was bewegt, wenn die ersten Fahrverbote kommen, und der Gesetzgeber Voraussetzungen zur Nachrüstung schafft und der Kunde bzw. Steuerzahler die Zeche zahlt, ähnlich wie damals wo man mit Nachrüstpartikelfilter eine Umweltzone aufsteigen konnte.


    Oder einfach direkt das hier: Porsche Hybrid


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    Original geschrieben von Anja Terchova
    Neuanschaffung sind ja wohl eh nicht betroffen weil die ganz aktuellen Diesel sollen ja bis auf ganz wenige Ausnahmen die Euro 6 Norm auch ohne Summelsoftware schaffe


    Da wäre ich mir nicht so sicher. Erst gestern gab es noch eine Übersicht bei Auto Motor und Sport
    Manche Volkswagen fallen jetzt neben z.B. BMW besonders positiv auf, plötzlich geht es, weshalb nicht gleich so?! Aber einige Hersteller reißen die Grenzwerte in realitätsnäheren Fahrprofilen immer noch locker um Faktor 5-10 und mehr, ganz so als wäre nichts gewesen.

    Danke für den Link, wusste garnicht dass es da einen Livestream gibt. Habe mir Apocalyptica angesehen und ein bisschen Emperor, letzteres erfordert aber schon etwas Durchhaltevermögen, man wird ja auch älter... :p
    Mal schauen was es morgen gibt, Amon Amarth würde ich ganz gerne sehen.

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    Original geschrieben von Braindead
    Da es eine ziemlich große Firma ist werden die wohl kaum ihre Mitarbeiter in solche Verbotszonen schicken. Da schaffen die sich eher neue Leasing Benzin KFZ an.


    Ist die Firma denn groß genug für eine Dienstwagenrichtlinie mit Deckelung des CO2-Ausstoßes?! Selbst wenn nicht, könnte da manch einer spätestens nach den nächsten Tankrechnungen nicht mehr in einem 320d, sondern in einem 116i sitzen. Oder besser gleich ein Golf 1.2TSI.
    Und da dürfte manch einem Premiumhersteller geschäftsmodelltechnisch der Schuh drücken.

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    Original geschrieben von Anja Terchova
    Was habt ihr denn erwartet?


    Wenn es eine einfach umsetzbare Loesung gegeben haette dann haetten die Hersteller das wohl gleich gemacht statt zu schummeln.


    Und das die Hersteller jetzt noch pro Gebrauchtwagen mit vielleicht durchschnittlich 15.000€ Restwert gleich Massnahmen ergreifen die pro Fahrzeug vielleicht so 5.000-8.000€ kosten kann man nun nicht erwarten.


    Stimmt, wenn die Hersteller auch ohne Betrug die Grenzwerte hätten einhalten können, dann hätten Sie nicht betrügen müssen. Logisch. :D
    Im übrigen wären es schätzungsweise 1.500€ pro Fahrzeug gewesen, am Ende ohne Frage dennoch eine deutlich im Milliardenbereich liegende Summe die eine große Belastung gewesen wäre.
    Nur komisch dass VW in USA noch größere Summen abdrücken konnte, und trotzdem noch Gewinn gemacht hat.


    Problematisch ist aber tatsächlich nach wie vor die Bewertung wo der Betrug anfängt.
    Abschalteinrichtungen gehen nicht, so viel ist klar. Aber gehen Thermofenster, gehen Deaktivierungen der Abgasreinigung bei hohen Geschwindigkeiten oder 20 Minuten nach Fahrtantritt?! Der gesunde Menschenverstand kennt die Antwort, alle anderen streiten sich. Da stellt sich dann aber auch die Frage was die Bundesregierung tatsächlich auf Basis der Gesetzgebung einfordern kann.


    Interessant in diesem Zusammenhang aber auch folgende Einflussnahme, sonst hätten wir schon eher RDE-Prüfzyklen gehabt.


    Eckart von Klaeden


    Am Ende ist es einfach ärgerlich als Verbraucher und Wähler für dumm verkauft zu werden. Man denke nur an die ganze Schönrechnerei mit den 25-30% Stickoxideinsparungen. Wie soll das denn bitte bei Autos fruchten die im realen Fahrbetrieb teilweise 500% oder 2000% über den Grenzwerten liegen? Und dann nur bei einem nicht allzu großen Teil der Fahrzeugflotten, und dann auch noch freiwillig? Hat da einer nach dem dritten Schuljahr die Schule verlassen und Prozentrechnung verpasst?


    Wie dem auch sei, am Ende hat politischer Protektionismus noch keine Industrie gerettet, und die Dieseltechnologie hat wieder mal Schaden genommen. Ich finds schade.

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    Original geschrieben von Braindead
    Ich hoffe diese Show hat jetzt endlich mal ein Ende :rolleyes:


    Zeit für die nächste Sau die man durchs Dorf treiben kann.


    Richtig, jetzt können sich alle Beteiligten im Kreis aufstellen und sich gegenseitig auf die Schulter klopfen. Irgendwann muss auch mal gut sein, es wurde alles menschenmögliche getan. :D
    Ich behaupte mal das hält bestenfalls bis zur Bundestagswahl, bis dahin wird Kritik weggebügelt und das solide Ergebnis gelobt.


    Losgelöst davon wie man die Gesamtthematik einordnet, kann man wahrscheinlich übereinstimmend feststellen, dass das heute ein ziemliches Schmierentheater war. Allein schon die Gleichung mit Update ohne Leistungseinschränkung, ohne geringere Motorlebensdauer und ohne Mehrverbrauch bei Verringerung des Stickoxidausstoßes um 25-30% geht nicht auf. Dann hätte man das doch gleich so machen können.


    Die Probleme verschwinden dadurch ja auch nicht plötzlich. Die Gerichte werden nach wie vor auf bestehender Gesetzesgrundlage Entscheidungen treffen ob Fahrverbote in Kraft treten müssen. Die Verunsicherungen beim Verbraucher werden auch nicht verschwinden, mit allen Konsequenzen für den KFZ-Markt. Zudem sind die zusätzlichen Umrüstungen freiwillig und betreffen nur die heute am Gipfel beteiligten deutschen Hersteller, was grob geschätzt die Hälfte des Diesel-Bestandes in Deutschland ausmachen dürfte. Die Liste mit Ungereimtheiten ließe sich fortsetzen.


    Bedauerlich finde ich, dass man dem Dieselmotor damit einen Bärendienst erwiesen hat, denn es wurde eine Möglichkeit vertan Vertrauen zurückzugewinnen, und zu beweisen, dass man auch ausreichend saubere Dieselmotoren produzieren kann und will und sich nicht bei nächster Gelegenheit durchs nächste Schlupfloch mogelt.

    Naja, bei allem Respekt für den Mut und den Erfindungs- und Unternehmergeist, mit den Solarzellen tun die sich keinen Gefallen, damit können sich die Fahrgäste vielleicht ihre Smartphones aufladen, aber 30km pro Tag wird nicht funktionieren, grob überschlagen eher irgendwas mit 10km an einem durchschnittlichen Sommertag, und 1km im Winter. Das ist fast schon ein bisschen unseriös.
    Das Fahrzeug selber scheint im Hinblick auf Kaufpreis und Alltagstauglichkeit aber sogar einigermaßen ausgewogen positioniert zu sein. Ob das reicht damit ein bunt zusammengewürftelter Haufen aus Enthusiasten, Nerds und Träumern erfolgreich ein Fahrzeug auf den Markt bringt dass sich in den nächsten Jahren ins Straßenbild einfügt darf sich jeder selber beantworten.

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    Original geschrieben von phonefux
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass der durchschnittliche CO2-Ausstoß eines Diesels in D höher ist als der durchschnittliche CO2-Ausstoß eines Benziners. Eben weil der Diesel so schön "sparsam" und steuersubventioniert ist, dass man zu den dicken Karren greifen kann.


    EDIT:
    Leider bin ich zu doof ne Suchmaske zu bedienen, Zweiräder und Nutzfahrzeuge sollte man rauslassen.
    Neues Fazit:
    Bei neueren Fahrzeugen herrscht in etwa Gleichstand beim CO2-Ausstoß.
    Genaue Zahlen bitte selber reinhacken, liest jetzt eh keiner mehr. :D

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    Original geschrieben von Anja Terchova
    Soweit ich weis sollen diese Fahrverbote aber nicht fuer die ganze Umweltzone sondern nur fuer besonders belastete Strassen gelten.


    Konsquenze wird dann sein das die ganzen Dieselfahrzeuge durch die Wohnstrassen ausweichen, wenn es auf den Hauptstrassen Fahrverbote gibt.


    So richtig klar ist da noch garnix. Da ist alles denkbar angefangen bei "Nö, lieber doch nicht.", über Fahrverbot für alle Diesel im ganzen Stadtgebiet, oder dem von Dir genannten straßenweisen Verbot, oder nur bis Euro 5, bis hin zu täglich abwechselndem Fahren nach geraden und ungeraden Nummernschilderendungen.