Beiträge von superuser_reload

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    Original geschrieben von Nightstalker
    Witzig auch festzustellen, das viele wo ein Tempolimit fordern einfach nur Angst vor "Rasern" haben.


    Dieser Verdacht beschleicht mich bei einem Teil der Befürworter des Tempolimits ebenfalls.
    Wobei ich es nicht Angst nennen würde, sondern darin nur eine weitere Form des deutschen Puritanismus sehe. "Wenn ich schon nicht schneller als 130 fahre, dann soll das gefälligst auch kein anderer tun..." ;)


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    Original geschrieben von uvm
    Und das ich mittlerweile von 2 Autos gleichzeitig überholt werden kann, war mir auch neu - da hat sich die Tage noch jemand zwischen mir auf der rechten Spur und dem überholenden auf der linken Spur mit voller Xenonpower und Hupenpower in einem 7-er noch mittendurch gequetscht.


    Wie schonmal weiter oben geschrieben. Fahrer die sich so daneben benehmen werden nicht plötzlich rücksichtsvoll Auto fahren, nur weil es ein Tempolimit gibt.

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    Original geschrieben von newage_02
    Aber was nicht von der Hand zu weisen ist, dass es dadurch weniger "Raser" gibt, die rücksichtslos mit Lichthupe auf jemanden auffahren,damit derjenige möglichst panisch nach rechts schert.


    Ich denke, dass derjenige der jetzt schon rücksichtslos fährt, das nicht in Zukunft einstellen wird, nur weil das Geschwindigkeitsniveau insgesamt sinkt.
    Dann drängelt er eben hinter demjenigen her, der 125 fährt, weil er selber 150 fahren möchte. (Ja, ich weiß, das ist mehr als dann erlaubt wäre... ;) )


    Rücksichtslos können sich im wahrsten Sinne des Wortes übrigens auch "Schleicher" benehmen.
    Die Diskussion Schleicher gegen Raser möchte ich aber jetzt trotzdem nicht aufmachen, dazu gefällt mir mein Thread viel zu gut. ;)


    EDIT: Das Thema geht wohl auch in der allgemeinen Diskussion nicht unter....
    Tagesschau

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    Original geschrieben von Usul
    Die Vorteil eines Tempo-Limits (Quelle u.a. Wikipedia):


    Diese Zahlen nur mal so als Grundlage... ich denke, das ist nicht wenig Einsparung, was da möglich wäre.


    Hast Du da eine Verneinung zu viel eingebaut oder meinst Du das so?
    0,3% Einsparung im Gesamt-CO2-Ausstoß ist doch garnix und eben auch ein Grund weshalb das Tempolimit zumindest unter diesem Aspekt unsinnig ist...


    Zitat

    Original geschrieben von Usul
    ... sogar ganz allgemein wegzukommen von dem mitunter kuriosen Drang, ein Auto fahren zu müssen.


    Ist das nicht ein klein wenig zu idealistisch und unrealistisch? Das Auto bedeutet nunmal Mobilität und Unabhängigkeit, das ist doch alles andere als kurios, sondern ein völlig menschliches und legitimes Bedürfnis.

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    Original geschrieben von Pumi
    Statt einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Bahn sollte es dann viel mehr eine Motorleistungsbegrenzung geben, 45PS langen auch bei einem A8 um ihn auf 130km/h zu bekommen.....


    Man wird auch in Zukunft keinen A8 mit 45 PS bauen, denn es kommt ja auch darauf an, ob man die 130 in 10 Sekunden oder in drei Minuten erreicht. ;)


    Was man sich aber vorstellen könnte, wenn dieses Tempolimit wirklich käme, wäre eine ganz andere Entwicklung bei Kraftfahrzeugen. Denn dann würde eine Höchstgeschwindigkeit von z.B. 160 km/h völlig ausreichen.
    Man könnte also andere Getriebeabstimmungen wählen, so dass letztlich das Fahrzeug auf die neue Höchstgeschwindigkeit ausgelegt wäre, verbunden mit Einflussmöglichkeiten auf eine bessere Beschleunigung und geringeren Verbrauch bei gleicher Motorleistung. Fraglich ist allerdings ob leistungsstarke Modelle von Mercedes, Audi, Porsche und BMW auf dem Weltmarkt Schaden nehmen würden, denn das "Schnellfahren" in Deutschland gehört ein bisschen zum Prestige dieser Fahrzeuge.


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    Original geschrieben von pallmall
    Würde man das vereinheitlichen, dann pendelt sich das sehr schnell ein und die momentan bekannten Probleme erledigen sich von selbst. Aber der momentane Flickenteppich, der ist eher kontraproduktiv.


    Ich denke, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung an die jeweilge Straßen- und Verkehrssituation angepasst sein sollte. Eine "Einheitsgeschwindigkeit" wird die Akzeptanz sicher nicht steigern, denn dann gäbe es noch unsinnigere Geschwindigkeitsbeschränkungen.

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    Original geschrieben von arne
    [...]
    Mich würde interessieren, was Experten in Bezug auf die mögliche Verbesserung der Sicherheit sagen. Sollte dies der Fall sein muß die Vernunft siegen und wir brauchen das Tempolimit [...]


    Es gab vor einigen Jahren z.B. auch schonmal eine Diskussion über Tempo 30 innerorts. Die Sicherheit würde da sicherlich genauso steigen wie bei Tempo 130 auf der Autobahn. Fraglich ist nur ob solch eine Abbremsung des Verkehrs gewünscht ist und ob es sich durchsetzen ließe.
    Es ist ja heute schon so, dass viele Geschwindigkeitsbegrenzungen ignoriert werden weil sie unsinnig erscheinen, mit der Gefahr, dass sie an den Stellen wo sie sinnvoll sind ebenfalls nicht ernst genommen werden.

    Parteitagsbeschlüsse
    Wie ich finde eine recht mutige Entscheidung. Für mich ist allein das schon ein Grund die SPD nicht zu wählen.
    Was mich allerdings viel mehr wundert ist der Umstand, dass dies so plötzlich stattfindet, und im Vorfeld im Gegensatz zu anderen Punkten wie Börsengang der Bahn und Anpassung der Arbeitsmarktreformen überhaupt nicht öffentlich diskutiert wurde und man dann ohne Vorwarnung solch eine "Bombe" platzen lässt. Denn für viele Menschen wird Tempo 130 ein viel größerer Aufreger sein, als es Hartz 4 und die Bahn jemals sein könnten.


    Im Übrigen halte ich solch ein Tempolimit speziell aus dem Blickwinkel des Umweltschutzes für wenig sinnvoll da die CO2 Einsparungen sehr gering wären, wahrscheinlich soll bloß ein Zeichen gesetzt werden, damit weniger leistungsstarke Fahrzeuge nachgefragt und verkauft werden. Welche Auswirkungen das langfristig auf die deutsche Automobilindustrie haben wird, kann man sich vielleicht ausmalen.

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    Original geschrieben von UltraApfelsaft
    man geile Diskusion... Stammtisch gerede ist dagegen ja garnix....
    [...]
    Zudem der Chef und Vizechef von Transnet sitzt auch noch gleichzeitig im Bahn Vorstand... ( Quelle: http://www.db.de/site/bahn/de/…chtsrat/aufsichtsrat.html) : Toller Vertreter für die Angestellten.... Wenn er was für seine Mitglieder macht, macht er das gegen das Unternehmen in dessen Vorstand er sitzt.... :flop:


    Naja, also besonders wenn man einen Beitrag mit Gestöhne über Stammtischgerede beginnt, sollte man sich vielleicht doch etwas genauer über das was man da schreibt im Klaren sein.
    Der Chef und Vizechef von Transnet sitzen im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG. Der Aufsichtsrat ist ein Kontrollgremium des Vorstandes und wird üblicherweise zur Hälfte mit Arbeitnehmervertretern besetzt, und zu denen gehören z.B. auch die Chefs von Transnet...

    Zur Zeit ruht mein Verleih-Konto bei Amazon mangels Filmen die ich sehen möchte.


    Ich habe allerdings bis vor einem Monat noch Filme bekommen und habe dort zuletzt, im Gegensatz zur bislang sehr zügigen Lieferung, ebenfalls schlechte Erfahrungen gemacht.
    Wenn ich im letzten Jahr bei einer Rücksendung am Montag Morgen meist schon am Mittwoch den nächsten Film im Briefkasten hatte, so hat sich das zuletzt teilweise bis Freitag oder Samstag hingezogen. Da wurde obwohl der letzte Film bereits wieder bei Amazon eingegangen war, und Filme auf meiner Verleihliste verfügbar waren, zwei Tage für nix rumgetrödelt und der Versand des neuen Films einfach nicht ausgelöst....

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video221668.html - Jörg Schönenborn bringt es auf den Punkt!


    Diesen Kommentar hatte ich vor einer Woche bereits "live" gesehen und ich finde ihn ebenfalls sehr treffend.
    Üblicherweise bin ich trotz Mitgliedschaft in der IG-Metall eigentlich kein Gewerkschaftsfreund, und die GdL halte ich ebenfalls für einen etwas seltsamen und egoistischen Verein.
    Aber die Art und Weise wie sich die Bahn in diesem Tarifstreit hinstellt geht wirklich garnicht. Schlimm genug, dass Tarifangebote, die sich eigentlich nur durch Mehrarbeit tragen in der Öffentlichkeit als großzügige Gabe und als Gehaltssteigerung von 10% dargestellt werden.
    Als ich dann gehört habe, dass sich die Bahn dazu herablässt doch tatsächlich bereits geleistete Mehrarbeit zu bezahlen, die man wahrscheinlich sonst eh nicht abfeiern könnte, waren auch meine letzten Sympathien für die Position der Bahn dahin.