Beiträge von superuser_reload

    Mir kommen in der Diskussion über die Qualität des Fernsehprogramms ganz häufig drei Dinge zu kurz.


    Nummer Eins ist die Vorstellung, dass das Fernsehen per Definition schlecht sei, und man davon weich in der Birne wird.
    Das mag bei ausschließlichem Dauerkonsum des Mittagsprogramms von RTL sogar stimmen, aber es gibt ja auch "gute" Sendungen wenn man sich mal auf 3Sat, den Dritten, Phoenix, usw. umschaut - und ich spreche da nicht von dem 1000sten Aufguss von Zweite-Weltkriegs-Chroniken an sämtlichen höheren Feiertagen.


    Nummer Zwei ist die üblicherweise vorgenommene Abgrenzung gegenüber dem Lesen, da ist dann sehr oft: Fernsehen=böse, Lesen=gut.
    Aber auch vom Lesen wird man nicht automatisch schlau und gebildet. Man muss zwar ein wenig die Phantasie bemühen, aber ansonsten ist, solange man nicht grad ein schwieriges Fachbuch oder einen alten Schinken von Goethe liest, Lesen genauso Konsum wie Fernsehen, da man auch nur passiv Informationen aufnimmt. Da könnte man die etwas ketzerische Frage stellen ob man vom Lesen von Harry Potter oder vom Anschauen von nano auf 3Sat "schlauer" wird.


    Nummer Drei ist letztlich die Vorstellung, dass es irgendwie verwerflich wäre, sich mit irgendeinem Blödsinn im Fernsehen zu entspannen. Ich denke der Mensch kann nicht unentwegt an seiner Dissertation arbeiten, der dritten Welt helfen und ehrenamtlich im Sportverein tätig sein, sondern _muss_ sich auch entspannen, und das machen manche eben auch gerne mit dem Fernsehen.

    Zitat

    Original geschrieben von karsten26
    (...)
    geht man davon aus, dass das stimmt bedeutet das:
    Durchschnittsgeschwindigkeit 20km/h => 0,7l/100km
    Durchschnittsgeschwindigkeit 100km/h => 0,15l/100km


    Diese Verbrauchswerte halte ich für zu gering, siehe z.B. hier:
    [URL=http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,boprq55w1im0g6z8~cm.asp]Verbrauch[/URL]

    Der Mehrverbrauch der Klimaanlage lässt sich übrigens nur sehr schwer beschreiben, da der Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs auf die Fahrtstrecke bezogen wird, während die Klimaanlage pro Zeiteinheit Kraftstoff verbraucht.


    Das führt dazu, dass bei einer sehr schnellen Autobahnfahrt der Mehrverbrauch der Klimaanlage kaum messbar ist und bei ausschließlichen Fahrten in der Stadt der Verbrauch auch 4 oder 5 Liter pro 100 km sein kann. Dazu gabs im letzten Jahr auch mal nen Test vom WDR oder so...
    Mal angenommen man kriecht nur von Ampel zu Ampel in der Stadt und schafft nen Schnitt von 20km/h, dann muss die Klimaanlage auf 100 km schon 5 Stunden laufen.
    Bei ner Autobahnfahrt mit 200 km/h müsste sie für 100 km nur ne halbe Stunde laufen.


    Was die Leistungsaufnahme der Klimaanlage angeht, so können die 8-10 PS die weiter oben genannt wurden durchaus stimmen, hängt natürlich auch von der Dimensionierung ab, ich würde aber eine etwas geringere Leistungsaufnahme schätzen.
    Man darf nicht vergessen, dass die Klimaanlage ne Wärmepumpe ist, was dazu führt, dass die Kälteleistung üblicherweise höher als die Antriebsleistung ist, da man mit der Antriebsleistung bloß "Wärme" von einem Temperaturniveau auf ein anderes "pumpt" und nicht die Antriebsleistung in "Kälte" umsetzt.

    Zitat

    Original geschrieben von Oatflake
    Nach der Einfahrphase ist uns dann schnell aufgefallen dass der Wagen nicht wirklich gut geht für seine 218PS (der hat auch Schaltgetriebe und keine Automatik die evtl. Leistung schlucken könnte). Mein Freund hatte einige Zeit vorher einen gebrauchten Porsche Boxter mit 211PS, der ging aber fast doppelt so gut.


    Schön, dass noch jemand von ganz anderer Seite meinen Eindruck bestätigt. Da sieht man dann auch mal wieder, dass die reine Nennleistung nur sehr eingeschränkt aussagefähig für den Fahreindruck und die subjektiven Fahrleistungen ist, und dass Auto, Motor und Getriebe zusammen passen müssen um Spaß zu machen.

    Das Auto werde ich nicht kaufen.
    Es wäre wenn auch eh nen gebrauchtes Coupe geworden, und nicht nen neuer Roadster und wie im Kurztest geschrieben, müsste da ein bisschen mehr Fahrspaß bei rumkommen, wenn man sich schon auf hohe Kosten einlässt. Dazu kommt wie gesagt auch mein Problem mit den Platzverhältnissen, was ich aber evtl. hätte verschmerzen können, wenn ich mit nem dicken Grinsen im Gesicht ausgestiegen wäre...

    Wir haben auch garnicht nach einer Probefahrt mit einem SRT-6 gefragt, das Fahrzeug hat zudem der Verkäufer ins Spiel gebracht.
    Mir selber wäre es auch unangenehm gewesen, ohne Kaufinteresse damit um den Block zu fahren.


    Aber da das hier nicht um eine Grundsatzdiskussion bzgl. Kundenfreundlichkeit gehen soll, gehe ich auf den Händler hier auch nicht weiter ein.

    Lieber Häuptling,


    dass natürlich bei TT immer jemand was zu kacken hat ist ja nicht ganz neu, sonst würde das hier auch nicht halb so viel Spaß machen. ;)


    Im Gegensatz zu dem was Du mir unterstellst, bestand bei mir ernsthaftes Kaufinteresse an dem Fahrzeug, wahrscheinlich nicht als Neuwagen, aber als Gebrauchtwagen durchaus erschwinglich. Der SRT-6 stand allerdings tatsächlich nicht zur Diskussion, es ging in dem Beitrag meines Kollegen bloß ein wenig um den Verkäufer, der ein wenig patzig wurde als ich leise Kritik an dem Wagen durchschimmern liess.

    Heute hatte ich Gelegenheit zu einer Probefahrt mit einem Chrysler Crossfire, und da im "Autoforum" TT so gerne über Autos diskutiert wird, schreibe ich mal nen kleinen Bericht... ;)


    Zunächst die Eckdaten des Fahrzeugs
    Chrysler Crossfire Roadster
    3,2 Liter V6 mit 160 kW (218 PS)
    5-Stufen-Automatik mit adaptiver Schaltsteuerung


    Die Ausstattung war soweit ich es verstanden habe etwas höherwertiger, also elektrisch einstellbare Ledersitze, Sitzheizung, und eben auch der sonstige Kleinkram wie Klimaautomatik, Tempomat usw., ich weiss nicht genau was beim Crossfire üblicherweise bereits dazugehört.


    Karosserie:
    Optisch macht der Crossfire natürlich ne gute Figur, besonders das Heck gefällt mir sehr gut. Auch der Innenraum ist optisch ganz passabel, allerdings sind die verwendeten Materialien ein wenig billig und knarzig. Da der Crossfire technisch wohl vom alten SLK abstammt, wollte man hier vielleicht bewusst keine "Mercedes"-Qualität verbauen.
    Eine vernünftige Sitzposition hab ich aber leider nicht gefunden, irgendwie kam mir das so vor als ob der Sitz noch nen Stück nach hinten gehen müsste, aber er war leider schon ganz hinten, und mit 1,88 m bin ich eigentlich garnicht so groß und auch nicht übergewichtig. Alles in allem war mir die Karre aber zu eng.
    Rundumsicht war natürlich auch Käse, vorne konnte man noch ganz gut ahnen wo die Kiste aufhört, aber nach hinten durch diese kleine Luke und die sehr breite B-Säule sieht man rein garnix.
    Die Windgeräusche (bei geschlossenem Verdeck) waren bei höheren Geschwindigkeiten übrigens auch recht lästig.


    Fahrwerk:
    Die Fahreigenschaften gefielen mir ganz gut, fühlte sich für nen Sportwagen zwar etwas zu brav an, vermittelte aber jederzeit und auch bei höheren Geschwindigkeiten nen sicheres Gefühl. Dank Heckantrieb und ESP konnte man auch Vollgas in eine leichte Kurve anfahren, aber ich habs natürlich auch nicht zu sehr drauf angelegt.


    Antrieb:
    Nun, was soll ich sagen.... Der Verkäufer des Autohauses war zwar fast persönlich beleidigt als ich das auch ihm gesagt habe, aber der Motor ist zusammen mit der Automatik nicht wirklich bissig. Auf dem Papier ist der Wagen natürlich schnell, 6,9 Sekunden auf 100 und angeblich 250 km/h Spitze. Subjektiv fühlte sich das aber nicht allzu kernig an. Das ist natürlich jammern auf hohem Niveau, aber von 3,2 Litern Hubraum erwarte ich irgendwie mehr.
    Möglich, dass der Wagen mit nem Schaltgetriebe etwas bessere Fahrleistungen hat.
    Der Motor ist wohl der 320er von Mercedes, ich weiss allerdings sonst weiter nichts über diesen Motor.


    Fazit:
    Man bekommt natürlich ziemlich viel Auto fürs Geld, die günstigsten Modelle (als Coupe) gehen wohl so bei knapp 34000 Euro los, werden aber wohl wie ich mir hab sagen lassen auch deutlich günstiger losgeschlagen, da das Fahrzeug wohl nicht besonders gut beim Kunden ankommt. Drei Jahre alt kostet der dann noch gut die Hälfte davon.
    Wenn man das dann mal mit ähnlichen Fahrzeugen von BMW und Co. vergleicht, ist das natürlich nen Wort.
    Aber letztlich wären für mich hier der Antrieb und das Platzangebot die Ausschlusskriterien, wenn man sich schon für nen Fahrzeug entscheidet was einem die Haare vom Kopf frisst, dann muss man sich im Innenraum wohlfühlen, und die (subjektiven) Fahrleistungen müssen einem auch etwas mehr den Kopf in den Nacken reissen wenn man an der Tanke 10-15 Liter reingluckern lässt....