Million Dollar Baby und Mystic River sind einfach klasse Filme.
Es sind halt "einfache" Geschichten, die großartig erzählt werden. Sehr schnell ist man als Zuschauer involviert in dieser "kleinen Welt". Man will wissen, wie es weiter geht und man fühlt mit den Charakteren mit - wobei man sich nie ganz sicher ist, auf welcher Seite man ist. Dass das natürlich nicht jeder mag, ist wohl auch klar. Man muß sich halt auf die Filme und die Geschichte einlassen und sollte nicht mit der falschen Einstellung ins Kino gehen. Von den Boxszenen wird es einfach nicht an Rocky III rankommen - warum auch. Es ist aber trotz allem großes Kino.
Gegenbeispiel: Alexander von Oliver Stone. Selten einen so belanglosen Film gesehen. Sicherlich ganz nette Bilder dabei, aber sogar nach fast 3 Stunden waren mir die Charaktere und deren Gedankengänge sowas von egal. Der Film ist wirklich nur an mir "vorbeigerauscht". Ich schlafe generell bei Filmen nicht ein, aber ich hab mich ständig ertappt, wie ich gedanklich ganz woanders war.
Wo wir grad bei den Oscar Filmen sind: Sideways hat mir auch sehr gut gefallen. Gut gespielte, skurile Charaktere. Die Kombination aus Situationskomik und ernster Geschichte ist gut abgewägt. Außerdem einfach köstlich, wie geil man blöd über Wein "daherreden" kann.
Ach ja... noch ne Warnung an die "typischen Adam Sandler Fans": "Spanglish" ist nicht primär eine Komödie! Absolutes Muß allerdings für Kenner der amerikanischen und latein-amerikanischen Clischées - gerade Kalifornien. 