Ich kenne mich mit dem Thema recht gut aus [...] wild drauflos zu impfen [...].
Ja klar...
Sieht man an der differenzierten Bewertung deinerseits.
ZitatDas wäre als fände man eine neue Pflanze, die Früchte hervorbringen kann und das erste was man macht, ist diese zu kosten. Frei nach dem Motto, die müssen gut sein, denn wir haben sie ja gerade erst gefunden und kennen sie nicht. Und ja, mir ist bewusst, dass man die Impfstoffe natürlich "getestet" hat, aber im Vergleich zur sonst üblichen Vorgehensweise, bei medizinischen Produkten, ist das ein ganz schlechter Scherz.
Dieser Vergleich ist ein ganz schlechter Scherz. Das Zulassungverfahren wurde beschleunigt, mehr nicht.
Bereits vor der Corona-Pandemie gab es Änderungen am Zulassungsverfahren, die den Prozess beschleunigen. Nennt sich "Rolling-Review". Dadurch können Ergebnisse der klinischen Phase II und III Studien durchgehend eingereicht und schneller bewertet werden. Es ist auch nicht mehr notwendig, die Phase II abzuschließen, um mit der III. zu beginnen, sie können parallel ablaufen. Aber das solltest Dir als Wissendem ja bekannt sein.
Die sonst übliche Vorgehensweise wurde also auch bei den Corona-Impfstoffen eingehalten. Der Umfang einer Phase-III-Studie war nur z.B. weniger Umfangreich. Das birgt ein gewisses Restrisiko. Das hast Du aber immer. Auch bei längeren und umfassenderen Studien. Genau dafür gibt es ja dann die Phase IV, nach Zulassung des Medikaments. Und es ist auch nicht außergewöhnliches, dass Zulassungen nachträglich geändert und zurückgenommen werden.
Das es noch keine Langzeitdaten gibt, ist auch weniger ein Problem. Liegt unter anderem in den unterschiedlichen Wirkungsweisen zwischen einem Impfstoff und einem klassischen Arzneistoff begründet.
Allein wenn Du dir die bisher weltweit geimpfte Zahl an Menschen anschaust, müsste Dir als Wissendem bewusst werden, dass wir hier nicht von einem "schlechten Scherz" sprechen.