Beiträge von Pitter

    Re: Staatsaterror


    Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    ....Ich hab keine Kinder - bin deshalb in Lohnsteuerklasse 4 (wie 1) und drücke ohnehin mehr Kohle ab als Kinderproduzenten und zwar nicht zuwenig....


    Das sich diese Mär so lange hält. In unserem Lande werden Ehen steuerlich begünstigt und nicht das Kinderhaben. Deshalb hast Du Steuerklasse 4, weil Du verheiratet bist und Dein Ehepartner in etwa das gleiche verdient wie Du. Genauso geht dem Doppelverdiener mit Kindern, auch er hat Steuerklasse 4.


    Gruß


    Pitter

    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Kannst du mir obigen Zusammenhang erklären? Wie beeinhaltet ein Unternehmensergebnis den Aktienkurs?
    Du verdrehst die Worte, ich habe bereits gesagt, dass die Gehaltsentwicklung, von den Aktienoptionen abhängt :confused:


    Du willst Du mich immer falsch verstehen, oder?
    Ich sagte, die Wirtschaftswoche hatte zum Vergleich das "Unternehmensergebnis" (von WIWO selbst kreiert) aus Umsatz, Gewinn und Aktienkurs herangezogen. Frage mich jetzt nicht, wie die einzelnen Faktoren gewichtet waren. Es diente in dem Artikel dazu, die Arbeit der Vorstände zu beurteilen und mit den Einkommen bzw. der Einkommensentwicklung zu vergleichen (die wird ja mit den Erfolgen und Leistungen begründet). Das die Wirtschaftswoche, der man ja wahrlich in keinster Weise eine Arbeitnehmerlastigkeit vorwerfen kann, zu einem solchen Ergebnis kam, sollte vielleicht doch den einen oder anderen ein wenig zum nachdenken veranlassen.


    Zitat

    ...Dein Vorschlag, die Lohnerhöhungen an die Gehaltserhöhungen des Vorstandes zu knüpfen, kannst du ja mal gerne für die 400000 Beschäftigten von Siemens ausrechnen und dem dann den Gesamtgewinn entgegenstellen.


    Das dies nicht ganz ernst gemeint war, sollte auch Dir aufgefallen sein. Aber, solche Übertreibungen dienen auch dazu bestimmte Zusammenhänge zu verdeutlichen. Das so etwas nicht bezahlbar wäre ist gleich jedem klar. Gleichzeitig soll aber eine unverhältnismässig hohe Steigerung für einige wenige richtig sein?
    Warum spendieren wir unseren Abgeordneten nicht auch jedes Jahr zweistellige Diätensteigerungen? In der Summe handelt es sich doch auch nur um relativ wenig Geld.


    Gruß


    Pitter


    Die Wirtschaftswoche hat das Unternehmensergebnis betrachtet, dies setzte sich, soweit ich mich noch erinnere, aus Umsatz-, Gewinn- und Aktienkursentwicklung zusammen. Ein entsprechender Zusammenhang mit der Gehaltsentwicklung durch Aktienoptionen sollte da auch gegeben sein.



    Zitat

    ...Ein Argument wie "der da oben verdient soviel" muss wohl immer mit der Verantwortung des Jobs hinterfragt werden.


    Eben, viel Verantwortung aber offensichtlich i.d.Regel keinerlei persönliche Verantwortung (=Konsequenzen). Die Zeche zahlen zumeist andere (Mitarbeiter, Aktionäre, Sozialversicherungen oder Steuerzahler).


    Gruß


    Pitter

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    Original geschrieben von Jochen
    Mag sein, aber es hörte sich schon wieder nach "Die da oben haben gut reden an, diese Säcke" an, deshalb mein Einwand.


    Leider muss man diesen Eindruck gewinnen. Hierzu ein paar Fakten aus einem Artikel der Wirtschaftswoche vom Mai 2002, zugegeben nicht mehr ganz aktuell, aber die Tendenz wird sich nicht geändert haben. Ausserdem kann die Wirtschaftswoche kaum in den Verdacht geraten, zu unternehmerfeindlich zu recherchieren. ;)


    Die Wirtschaftswoche hatte die Gehälter der Vorstände und die Unternehmensentwicklung der DAX30-Unternehmen unter die Lupe genommen.


    Ergebnisse:


    Die Vorstände der aufgeführten DAX-Unternehmen hatten von 1995 bis 2001 einen jährlichen durchschnittlichen Gehaltszuwachs von 18,45 %.


    Besonders auffallend die Zahlen der Comerzbank:


    Durchschnittlicher jährlicher Gehaltszuwachs der Vorstände 1995-2001: 13,3%
    Durchschnittlicher jährlicher Unternehmenswachstumsfaktor: -2,0 %


    Man sieht, die Vorstände waren jeden Cent wert. Sie sind jederzeit bereit, für ihr Handeln geradezustehen und wenns schlecht läuft im Unternehmen, auch mal zurückzustecken. :mad:


    Nur bei 4 Unternehmen (BMW, Henkel, BASF, Bayer) war der Unternehmenswachstumsfaktor größer als die Gehaltssteigerung der Vorstände.


    Vielleicht sollten die Gewerkschaften (zumindest bei börsennotierten Aktiengesellschaften) mal über die Forderung nach Koppelung der Lohnerhöhungen an die Steigerungsraten der Vorstandsgehälter nachdenken.


    Gruß


    Pitter

    Zitat

    Original geschrieben von Thomas2000
    Gegenfrage: aus welchem Grund sollte ein Arbeitgeber ohne Widerstand eine Lohnerhöhung akzeptieren?


    Tut er doch auch nicht. Die Löhne und Arbeitszeiten sind das Ergebnis ausgiebiger Verhandlungen zwischen zwei Vertragsparteien. Dem Verhandlungsergebnis haben beide Seiten zugestimmt.


    Gruß


    Pitter

    Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Jede Wette, daß so mancher Unternehmer/ Manager etc. froh wäre, wenn er nur eine 50 Stunden Woche hätte!


    Kann schon sein, aber darum geht es hier in der Diskussion doch gar nicht.


    Gruß


    Pitter

    Zitat

    Original geschrieben von Thomas2000
    ...Wo bleibt Dein Gerechtigkeitssinn? Bei Einführung der 35-Stunden-Woche wurde auch schon der "volle Lohnausgleich" gefordert, wenn ich mich recht entsinne. Damals hat's die Gewerkschaften auch nicht interessiert, wer das bezahlt. Und überhaupt, alleine der Begriff "Lohnausgleich" in diesem Zusammenhang ist ein Paradebeispiel gewerkschaftlicher Verschleierungstaktik.
    Logisch wäre (grob vereinfacht):
    von 40 auf 35 Stunden -> der Lohn ist gleich geblieben;
    von 35 zurück auf 40 Stunden -> der Lohn bleibt auch gleich (ist nämlich bereits der Lohn für 40 Stunden, siehe oben


    ?


    Auf die Idee, dass ohne dieses Arbeitszeitverkürzung eine höhere Lohnsteigerung gefordert (und sicher auch vereinbart) worden wäre, bist Du wohl noch nicht gekommen?


    Ich verstehe es einfach nicht, aus welchen Grunde sollte ein Arbeitnehmer ohne Widerstand eine Lohnkürzung akzeptieren? Viel unverständlicher noch, warum sollte er selbst so etwa fordern?


    Gruß


    Pitter

    Jede Wette, keiner der beiden Herren, die jetzt eine 50-Stunden-Woche (sicher ohne Lohnausgleich), und damit massive Gehaltskürzungen vorschlagen, würde jemals für sich selbst und seinesgleichen eine Gehaltskürzung auch nur um 1 % auch nur in Erwägung ziehen.
    Wahrscheinlich erwartet man selbst, da man ja auf solche glorreichen Ideen mit der Gehaltskürzung für das Fußvolk zur "Rettung" der Deutschlands gekommen ist, eine erhebliche Einkommenssteigerung.


    Gruß


    Pitter

    Na dann werde ich es auch mal bei Hobby + Freizeit versuchen. Z.Zt. gibt es dort für ein 12-Monatsabo der DM/Euro (42,6 EUR abzüglich 5 EUR für Bankeinzug =37,60 EUR) einen 75 EUR-Universalgutschein ohne Zuzahlung. :top:


    Gruß


    Pitter