Beiträge von Der mit dem Bart

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    Original geschrieben von shausch
    Wartet doch erstmal ab, was es für Provisionen gibt, vielleicht relativiert das die Preiserhöhungen etwas.


    In die Richtung hatte ich auch schon gedacht. Es müsste dann aber durchaus massive Verbesserungen bei den Provisionen geben und das kann ich mir nicht so wirklich vorstellen, da für Otto Normalkunde die Provision an sich total im Hintergrund steht und nur Mittel zum Zweck (der hier "Handy für 1,- €" ist) darstellt. Also anders gesagt: selbst wenn es rechnerisch auf einem ähnlichen Preisniveau bleiben sollte, würde es für den normalen Endverbraucher trotzdem teurer aussehen, da sowas wie Auszahlungen bei Leuten, die sich nicht intensiv mit dem Thema Mobilfunk beschäftigen eben größtenteils einfach nicht stattfindet.


    Insgesamt halte diese "Verschlimmbesserung" aber für einen schlechten Scherz. Ich bin eigentlich mit Base ziemlich zufrieden, was nicht zuletzt auch mit dem exzellenten Preis-/Leistungsverhältnis zusammenhängt, dass perfekt zu meinem Nutzungsverhalten passt. Dieses neue Tarifmodell ist für mich aber schlichtweg inakzeptabel.

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    Original geschrieben von BartS1975
    Und warum sollte es in der Praxis nicht so reibungslos funktionieren wie gedacht?! Das Konzept ist m.E. "idiotensicher" und kinderleicht.


    Ganz einfach weil (zumindest aus meiner Sicht) sehr viele Leute sich einen Benutzernamen ähnlich ihrer Email-Adresse oder schon bestehender Login-Namen aussuchen werden, der dann zurückgewiesen wird. Daraufhin nimmt man dann irgendeinen Benutzernamen und rechnet damit, dass einem dieser noch einmal bestätigt wird, was aber nicht geschieht (ist im Bekanntenkreis selbst bei jemandem aus der Branche genau so passiert und klingt für mich auch im Bezug auf Otto Normalbankkunde plausibel).


    Und genau damit ist der schöne Vorteil wieder dahin, denn dann lässt es ein Großteil der Kunden einfach gleich bleiben und diejenigen, die wirklich scharf auf das Konto (oder die KwK-Prämie) sind, rufen dort an, weshalb wieder CC-Kapazität bereitgehalten (oder - was in der Branche nicht so ohne weiteres geht - zugebucht) werden muss. Das Kunden-Erlebnis ist auf jeden Fall schon mal negativ.


    Ebenso ein Zeitlimit von 5 Minuten. Das macht aus sicherheitstechnischen Gründen durchaus Sinn, aber es ist genau so an der Realität vorbeigedacht wie irgendwelche "Passwort Policy" Implementation, bei denen alle 30 Tage das Passwort gewechselt werden muss. Auch das macht auf dem Papier sehr viel Sinn, führt aber in der Praxis dazu, dass das neue Passwort mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am Monitor oder unter der Tastatur klebt. ;) Macht man's richtig, bekommt man sowas auch hin (oder wählt gleich eine der besseren, meist kostenintensiveren) Alternativen.


    Es ist ja bei den anderen Direktbanken nicht so, dass die gerne Geld ausgeben oder Optimierungspotential verschenken würden. Nur solche Aktionen, die dann schön als "Streamlining"-Prozess gefeiert werden, gehen eben oftmals nach hinten los.

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    Original geschrieben von amerin
    Nur das Postident-Formular ist nötig, mehr nicht. Und beim erstmaligen Login, bis zum Abschluss der Sicherheitsfragen darf man nicht länger als 5 Min. brauchen.


    Ich habe es selbst nicht durchexerziert, aber mittlerweile habe ich schon von mehreren Seiten von deren Online-Plattform gehört. Anscheinend bekommt man auch keine Bestätigung der gemachten Angaben (und zumindest ein Begrüßungsschreiben ist dann eigentlich auch für Online-Banken immer noch üblich), die man dann wiederum beim ersten Login benötigt. Das klingt für mich alles ein wenig so, als wenn man sich da Gedanken über etwas (möglichst automatisiertes) gemacht hat, was in der Theorie ganz nett ist, aber in der Praxis nicht unbedingt so reibungslos funktioniert wie gedacht.


    Edit: Sorry. Ich hatte nicht nachgeschaut und diesen mit dem Diskussion-Thread verwechselt. :apaul:

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    Original geschrieben von E51-user
    Anruf bei meinem Arbeitgeber findest du seriös? Ich würde nicht wollen, dass die da anrufen!


    Dann darfst du dem auch nicht explizit mit deiner Unterschrift zustimmen, wie es zumindest damals bei AmEx der Fall war. ;)


    Ich finde sowas aber wirklich seriöser als die Praxis irgendwelchen Schülern oder Studenten ohne Einkommen schon fast eine KK aufzudrängen und ihnen dann verhältnismäßig hohe Limits in Höhe von mehreren Tausend Euro einzuräumen bzw. völlig unplausible Einkommensangaben kommentarlos zu akzeptieren, wie es bei einigen Banken noch in der jüngeren Vergangenheit durchaus üblich war (mit entsprechenden Folgen). AmEx will ich da übrigens nicht komplett ausnehmen: Anfang dieses Jahrzehnts hat man die Blue Card auch ziemlich wahllos vermarktet.

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    Original geschrieben von little-endian
    Wie es da bei Privatkarten aussieht, weiß ich jedoch nicht.


    Ist genau so.

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    Allgemein würde ich American Express jedoch keiner Privatperson empfehlen, denn die Konditionen sind nicht sonderlich prickelnd:


    Würde ich genau so unterschreiben. Ich hatte auch jahrelang eine, aber habe sie dann letztendlich (obwohl ich sie zu dem Zeitpunkt seit Jahren kostenlos hatte und wohl auch weiter hätte kostenlos haben können) zurückgegeben. Die Jahresgebühr ist noch nicht mal so das Problem, wenn man entsprechende Umsätze generiert, da die einem oft erlassen wird. Es gibt aber wirklich zu wenig Akzeptanzstellen. Im außereuropäischen Raum sieht es ein wenig besser aus und es nervt halt, wenn man eine KK hat, die teilweise sogar in ganz guten Restaurants nicht angenommen wird. Bei den üblichen Verdächtigen (Hotels, Mietwagen, Geschäfte mit allgemein gehobenem Preisniveau, wie z.B. Herrenausstatter, etc.) sieht es allerdings besser aus und bei Rewe wird die AmEx z.B. auch genommen, was aber die "Entschuldigen Sie bitte, aber die nehmen wir nicht"-Moment natürlich nicht wirklich ausgleicht.


    Was ich an AmEx geschätzt habe, ist ein ziemlich seriöses Geschäftsgebaren (Anruf beim Arbeitgeber zwecks Verifizierung des Einkommens, schneller und kompetenter Kundenservice), ein ganz nettes Bonus-Programm und ein überdurchschnittliches Versicherungspaket für eine KK (natürlich erst ab Gold).


    Um mal einen Vergleich zu bemühen: das ist ein wenig so wie bei Nebelscheinwerfern am Auto. Die braucht man eigentlich auch eher selten (außer natürlich man hat Abbiegelicht), aber wenn man sie braucht, sind sie sehr praktisch. Bei der AmEx ist nur das Problem, dass man sie nunmal sehr selten braucht.

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    Original geschrieben von RzwoD2
    Im Allgemeinen liegt die CEB mit den Tagesgeldzinsen am Markt recht weit vorn. :)


    Wobei (wie bereits angeklungen) die 5% auch nur für Neukunden und relativ neue Konten gelten. Für Altkunden gelten gestaffelt 4,5% bzw 4% auf TG, was ja auch nicht schlecht ist - man muss es halt nur wissen und dann entscheiden, ob man Lust hat das Konto-wechsle-dich Spiel mitzuspielen.

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    Original geschrieben von harvey
    Kennt jemand noch was besseres als die 4,1% der Santander-Direkt auf Ihrem "Superkonto"?


    Die Bank of Scotland hat im Moment noch 4,5% auf TG und Credit Europe hat im Moment noch eine Neukunden-Aktion mit 5% pa. am Laufen (beide variabel). Ob es das einem wert ist, muss man natürlich selbst entscheiden.