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Original geschrieben von thedarkside2005
Davon abgesehen liegt mein Score trotz Umzug nur ganz knapp unter den 97,5%. Ist also trotz Umzug möglich...
Das sicherlich, denn wenn ein einzelner, eigentlich erst einmal wertneutraler Faktor so stark gewichtet wäre, dass es zwangsläufig zu einer signifikanten Verschlechterung kommt, würde ich das ganze Modell für wenig hilfreich erachten. Ich würde auch prinzipiell davon ausgehen, dass ein Umzug erstens nicht unbedingt immer eine negative (oder überhaupt eine letztendlich messbare, z.B. nicht anderweitig kompensierte) Auswirkung haben muss, denn so einfach sind solche Modelle auch in anderen Bereichen nicht und zweitens muss eine ggf. vorhandene Auswirkung auch nicht von Dauer sein.
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Sollte ich die falsche Adresse korrigieren lassen?
Das ist eine gute und leider schwierig zu beantwortende Frage. Ich fürchte so wirklich kann ich dir da leider auch nicht weiterhelfen, aber ich kann zumindest mit einer Anekdote aus dem Bekanntenkreis dienen, die möglicherweise ähnlich lag. Dort handelte es sich ebenfalls um jemanden mit ausgezeichneter statistischer Zahlungswahrscheinlichkeit. Durch einen Dritten, der Vertragspartner der Schufa war und diese genutzt hat, um die Bonität der betreffenden Person zu überprüfen, wurde in dem Fall manuell die neue Adresse von einem Vertragsformular eingegeben, die sonst noch nirgendwo bekannt war, da der Wohnraummietvertrag zu dem Zeitpunkt noch gar nicht bestand.
Und natürlich war auch da ein Rechtschreibfehler drin. Diese eigentlich korrekte und aktuelle, jedoch falsch geschriebene Adresse wurde dann von der Schufa als neue Anschrift übernommen, was an sich mal keinen großartig gestört hat. Später hat sich dann jedoch herausgestellt, dass nach der erfolgten Ummeldung bei den üblichen Verdächtigen (nun allerdings korrekt geschrieben) die Schufa dies als einen weiteren Umzug gewertet hat, so dass nun einmal die falsch geschriebene Anschrift als ehemaliger Wohnort und die richtig geschriebene als momentaner Wohnort eingetragen waren.
An sich also ein Problem, dass für jeden Sachbearbeiter klar ersichtlich sein dürfte und bei dem man davon ausgehen können sollte, dass es sich einfach beheben lassen würde. Tja, tat es aber nicht. Die genauen Details selber kenne ich nicht, aber ich weiß noch, dass es Ewigkeiten gedauert hat, bis die (nachweislich falsche) Voranschrift gelöscht wurde und selbst zu dem Zeitpunkt bestand immer noch der m.E. nicht gänzlich von der Hand zu weisende Verdacht, dass sich die Geschichte doch relativ heftig und negativ beim Score bemerkbar gemacht hat. Nur war das lange vor der Zeit von meineSchufa, so dass es beim Verdacht geblieben ist.
Ein Auge darauf zu halten, scheint mir aber auf jeden Fall eine gute Idee zu sein.