Nürnberger Rostbratwürste
So, das bereits angekündigte Projekt "Nürnberger Rostbratwürste" ist nun abgeschlossen und das Ergebnis des Projekts auch schon komplett verspeist. 
Ergebnis? Lecker!
Zuerst möchte ich die Frage klären, wie man auf die Idee kommt solche Würste selber zu machen.:
Also Nürnberger Rostbratwürste sind eine absolute Delikatesse, wie mir jeder zustimmen kann der schon welche gegessen hat.
Leider sind sie nicht in allen Teilen Deutschlands beim Metzger zu bekommen und bei uns im Landkreis wirklich nicht einfach zu kaufen. Was tut man also um diese Delikatesse trotzdem essen zu können? Richtig! Man macht sie selber! 
Aber... ich muß zugegeben, dass das folgende Rezept zwar leckere Bratwürste liefert, diese jedoch geschmacklich nicht exakt die "Originalen" Nürnberger Rostbratwürste treffen.
Deshalb hier mein Aufruf an alle TTler die irgendwie mit dem Metzger-Handwerk zu tun haben oder sich als Franken berufen fühlen zu diesem Thema etwas beitragen zu können:
"Welche Gewürze und welches Fleisch gehören in welcher Mischung in eine Original Nürnberger Rostbratwurst?"
Nichtsdestotrotz will ich Euch das von mir getestete Rezept und die Zubereitung nicht vorenthalten.
Ihr benötigt (für ca. 30 Würste):
300 g magere Schweinebrust
250 g fetter Speck
200 g Kalbsschulter
1 Schweinedarm
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 EL feingewiegte Petersilie
Salz, Pfeffer, etwas Muskatnuß, Zimt- und Ingwerpulver
Anmerkung: Diese Zutaten werde ich bei meinem nächsten Versuch etwas abändern. So werde ich die Knoblauchzehen komplett weglassen, weniger Speck und dafür mehr Fleisch nehmen, sowie zusätzlich Majoran als Gewürz beigeben. Ich denke, dann wird der Geschmack näher an der Originalen Nürnberger Rostbratwurst sein.
Das Fleisch und den Schweinedarm bekommt Ihr (natürlich) beim Metzger. Ihr könnt das Fleisch im Stück nehmen, denn um einen Fleischwolf als Arbeitsgerät kommt Ihr nicht herum, da Ihr die fertig zubereitete Wurstmasse ja letztendlich in den Darm füllen müßt und das funktioniert halt nur mit einem Fleischwolf. Dazu benötigt Ihr als Zubehör zum Fleischwolf allerdings noch eine entsprechende Einfülltülle (oder wie das auch immer heißen mag), auf die der Darm zum füllen gezogen wird.
Also fangen wir an...
Zwiebel und Knoblauch abziehen. Das Fleisch in grobe Stücke schneiden. Zusammen mit der Ziebel und dem Knoblauch durch eine feine Scheibe des Fleischwolfs drücken und alles in einer Rührschüssel Eurer Küchenmaschine auffangen.
Petersilie dazugeben, salzen und pfeffern.
Ganz leicht mit Ingwer, Muskat und Zimt würzen.
Mit einem Flachrührer in der Küchenmaschine vermischen.
Den Schweinedarm waschen (nehmt lauwarmes oder kaltes Wasser, wenn Ihr warmes Wasser nehmt riecht der Schweinedarm beim waschen erbärmlich) und gut abtrocknen.
Den Fleischwolf jetzt mit der Einfülltülle versehen. Den Schweinedarm auf die Einfülltülle ziehen. Die Fleischmasse mit dem Fleischwolf durch das Rohr der Einfülltülle in den Schweinedarm drücken. Alle 10 cm abdrehen und zwar immer abwechselnd links- und rechtsherum.
Die fertigen Würste zum trocknen eine Nacht an einem kühlen Ort aufhängen.
Die Würste 8 - 10 Minuten in der Pfanne oder auf dem Grill braten.
Es ist gar nicht so schwer wie es sich liest, ich warne aber davor die Würste vor einem wichtigen Meeting zu essen. Der im obigen Rezept angegebene Knoblauch haut voll rein und Ihr könnt Euch nach dem Genuß der Würste für die kommenden 2 Tage nur noch per Handy mit Euren Mitmenschen unterhalten. 
Ich werde deshalb, wie schon angemerkt, in Zukunft auf den Knoblauch ganz verzichten (obwohl ich Knoblauch eigentlich sehr mag), besonders da ich denke, dass er im Originalrezept gar nicht auftaucht.
Zu den Nürnberger Rostbratwürsten bereitet man passenderweise Sauerkraut. Hier stellt sich die Frage: Wie bereitet man das beste Sauerkraut?
Schreibt doch mal Eure Zubereitungen für Sauerkraut hier rein.
Ich gehe davon aus, dass man vorbereitetes aus der Dose nimmt.
Mein Zubereitungsvorschlag lautet:
1 Zwiebel würfeln. Im Topf für das Sauerkraut andünsten. Entsprechend der Sauerkrautmenge Fleisch- oder Gemüsebrühe zubereiten und damit die Zwiebeln ablöschen. Das Sauerkraut dazugeben und bei ganz kleiner Hitze etwa eine halbe Stunde köcheln lassen. Fertig!
Und nun zu etwas ganz anderem:
Da hier im Thread auf meine Frage
Zitat
Original geschrieben von Sturgis
Btw, hat eigentlich schon jemand das Ravioli alla genovese Rezept mit den selbstgemachten Nudeln probiert?
kein Response kam, stelle ich jetzt allgemein mal die Frage
"Interessiert Euch der Thread bzw. die Rezepte überhaupt?"
Wenn ja dann schreibt es bitte, ansonsten kann man sich nämlich eine Menge Arbeit sparen. 