Ist der Kunde seinem Anbieter zu irgendwas verpflichtet? Je größer die Verbreitung von Discounterkarten, desto schwieriger wird es für einen NB werden, Umsatz zu erzielen, wenn er teurer ist. Zumindest, wenn der Kunde kein Handy abstottert, sondern für ihn der Nutzungspreis zählt, vermutlich nicht.
"Hauptsache rausholen, was geht", das ist das Motto der NBs seit deren Netzstart! Horrende ICs, SMS gnadenlos überteuert, Nutzungspreise von Zuckerl bis uferlos übertrieben etc. Wieso sollte der Kunde das auf Dauer mitmachen? Die Unternehmen leben uns tagtäglich ihre Rationalisierungsprozesse vor, hauptsache am Ende kommt jedes Jahr noch mehr für die Aktionäre heraus. Dann brauchen sie sich aber am Ende nicht wundern, wenn der Kunde das Denken irgendwann übernimmt. Und fertig ist die "Geiz ist geil"-Mentalität. Aus der Nummer kommen die Anbieter nicht mehr heraus, und 2006 wird die Spreu vom Weizen trennen. Der Kunde wird irgendwann Discounterpreise erwarten, aber trotzdem jedes Zuckerl mitnehmen.
Man hat dann halt in Zukunft nen Hauptvertrag für günstige Nutzung in Teilbereichen (a la Base oder Parzellenflat), und ein Altgerät für die sonstige Nutzung. Umsatz machen am Ende also möglicherweise die Discounter, und da mache ich den Kunden keinen Vorwurf! Den schwarzen Peter haben hier eindeutig die NBs, die mit ihren albernen Tariftricks den Kunden über Jahre verarscht haben und noch immer verarschen wollen.
Gut, Base ist hier eine kleine Ausnahme. Zumindest fast, denn SMS sind auch dort überzogen, und wenn Simyo preislich drastisch runtergeht, sollte auch der Basetarif überarbeitet werden. Ansonsten sind eben auch die 25/19 CT schnell alles andere als marktgerecht und damit eine Zweit-SIM eben durchaus wieder interessant.