Ich hoffe, dass sich so langsam ein Trend durchsetzt, zwei verschiede Tarifmodelle anzubieten. Die Pakettarife kosten immerhin schonmal 5 EUR monatlich weniger, wenn man auf ein Handy verzichtet. Und Ja, die meisten Geräte kann man auch länger als 2 Jahre für die eigene vorwiegende Nutzung verwenden. Das entspricht zwar ziemlich genau der früheren Gutschrift von 100-120 EUR bei Verlängerung ohne Handy, aber es macht dennoch einen Unterschied:
Den meisten ist es lieber, dauerhaft einen gut kalkulierbaren Abschlag als eine Gutschrift zu erhalten, die nach einigen Monaten verbraucht ist und es dann wie gehabt mit höherer GG weiterläuft. Übrigens hat das o2 nun auch beim Genion Online ohne Handy eingesehen - mittlerweile nicht mehr 12 Monate GG-Befreiung, dann regulär 9,95 EUR, sondern nun 4,95 EUR von Anfang an. Löblich!
Und wenn die NBs merken, dass die Kunden der neuen Tarif-Modelle genau diejenigen sind, die den Vertrag des Vertrages wegen abschliessen und selbigen vermutlich intensiver nutzen als das Abstotter-Klientel, dürften deren gesamten Bedingungen früher oder später auseinanderklaffen. Das wäre der erste Schritt zum Ende der dämlichen Subvention - dämlich sowohl für den Kunden, der überteuerte Handys scheinbar für lau kauft (die Mehrheit kauft keine Handys für 200+ EUR, die Hersteller könnten diese Preise nicht halten), und dazu horrende Gebühren bezahlt, als auch für den NB, der dadurch absolut das falsche Klientel anzieht und insgesamt höhere Gebühren von denen verlangen muss, die die Karten auch wirklich nutzen.
Nichtsdestotrotz, an einem Tarifmist sind die NBs allein Schuld: deren ICs und der daraus resultierenden inakzeptablen Gebühren in Fremdnetze. Aber am Rest ist der dt. Kunde maßgeblich beteiligt und letztlich selbst Schuld. Auch und erst Recht, weil er bestimmte teuere Dienste auch noch (im Rahmen seines 10 EUR-Budgets
) nutzt und dem NB dadurch die überzogenen Preise auch noch bestätigt (19CT/SMS nur als Beispiel).
Sowohl der Kunde als auch der NB sollten so langsam anfangen umzudenken. Zum Thema Surf@Home bzw. UMTS allgemein bleibt nur zu raten: Macht es wie in Österreich, lasst die Dinger so lange im Laden vergammeln bis die Preise akzeptabel sind.