Für den Normalo-Kunden könnte das in der Tat neu sein.
Kaum einer hat ne Ahnung von seinem Tarif, geschweige denn, was es pro Minute kostet. Aber allen wissen, für wie viel (oder wenig) sie ihr Handy gekauft haben. Den Zusammenhang sieht dann aber wieder meist keiner.
Wenn mehr große Zeitungen und Zeitschriften öfters Artikel über dieses Thema bringen würden (auch mit Blick nach AT), könnten sie - weil sie merken, wie sie abgezockt werden (eigentlich profitieren von dem Scheiss nur die Handyhersteller) - noch weniger zum Handy greifen. Wenn der Durchschnittsumsatz noch tiefer landet (ist in D eh recht gering), wären die Anbieter gezwungen, die Tarifmuster zu ändern.
Aber die Wegezollmentalität wird man denen nur durch Zwangsanordnung entlocken können (wenn die EU Kloschüsseln normt, sollten sie sich auch mal um so was kümmern - die Anbieter betteln ja eigentlich darum bei 10-fachen Durchleitungspreisen im Vergeleich zum technisch kaum wenig aufwendigeren Festnetz). Mit fallenden Preisen wären sie gezwungen, die Subventionen herunterzufahren, und der Kunde, der das Netz nutzen will, wäre der Gewinner. Abstottern kann der Rest sein Handy gefälligst bei der Bank seines Vertrauens.
Und die Hersteller würden ebenfalls die Preise senken, denn kaum ein Kunde zahlt 400 EUR für das neueste "i" seines Geräts. Solange es über die NB aber für nix bis wenig geht, wird jeder Ramsch gekauft. Am Ende wäre die Geräte fair bepreist und die Nutzungspreise bei den NBs ebenfalls.