Ich verstehe die Leute nicht, es muss ja jedem einleuchten, dass es nix bringt, Produkte aus dem Ausland zu kaufen, aber im Inland Arbeitsplätze retten zu wollen. Die Masse der Bewohner könnte jede Firma in die Knie zwingen, wenn sie diesen Grundsatz generell und woimmer möglich beherzigen würde.
Einmalige Boykottaufrufe bringen doch bestenfalls einen kurzen Einbruch. Ein generelles Umdenken ist hier nötig! Wir kaufen Panasonic & Co., aber wenn Grundig zu macht, ist das Geschrei gross usw.
Wie kann ein Unternehmen erwarten, dass es abwandert, aber weiterhin uns alle als Abnehmer haben will? Weil die breite Masse leider bescheuert genug ist, zu jammern, aber nichts zu unternehmen. Dabei ist Deutschland ein wichtiger Markt in Europa und von den Einwohnerzahlen ließe sich hier einiges reißen. Aber nur, wenn die Mehrheit den Grundgedanken beherzigt. Und zwar nicht nur im Fall von Nokia; Fälle wie dieser passieren ständig.
Es gibt fast alles lokal, wenigstens regional oder im Bundesgebiet. Aber Geiz ist eben geil, und so sparen wir uns den Lebensstandard mal eben weg. Wir fahren Reiskocher, glotzen in den asiat. LCD-TV und jammern herum, dass die ungeschönte Arbeitslosenstatistik (also die, wo alle rausfallen, deren Einkommen keine Zukunftssicherung ermöglicht) in anderen Ländern die Burg brennen lassen würde.
Es ist ein generelles Problem von Land und Leuten, und Einzelfälle haben hier kaum eine Bedeutung. Wir stehen im Wettbewerb, ok, das muss man hinnehmen. Hier hat eben der andere gewonnen. Aber der Wettbewerb braucht letztlich auch uns als Abnehmer. Wenn Firmen merken, dass Arbeitsplatzverlagerung das Aus im jeweiligen Land bedeutet, rechnen sie genauer.
Aber solange wir Porsche für teures Geld kaufen, obwohl er im Ostblock zusammengebaut wird (Cayenne?), wird das wohl nix werden.