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Original geschrieben von Merlin
Ich habe mit Wohngemeinschaften generell nichts am Hut, aber ich gehe davon aus, dass, wenn ich sowas machen würde, ich die Wohnung auch komplett allein finanzieren könnte und eine Untervermietung wirklich nur zur Kostenaufteilung genutzt würde und auch weil sich vielleicht ein paar Leute gut verstehen.
Wiegesagt. Ich tausche gerne.
Wenn wir von einer 5-7er WG reden dürfte alle ca. 3-4 Monate ein Wechsel aufgrund von Praktikum, Studiumsabbruch etc. anstehen.
Das bedeutet:
* Besichtigungen müssen gemacht werden
* Abrechnungen müssen gemacht werden.
* Kautionen müssen hin und her geschoben werden
* Übergaben müssen gemacht werden.
Ganz abgesehen davon, dass man für alles mögliche Sorgen muss was auch sonst so anfällt.
* Stromtarife/Gastarife auswählen, sich mit Anbietern rumschlagen, Abrechnungen kontrollieren und falls etwas nicht stimmt haftet man mit seinem eigenen Geld.
* Kleinreparaturen
* sonstiger Scheiß
Das alles zusammengerechnet liegt der "Stundenlohn" deutlich unter dem Mindestlohn.
Edit: Für ein leerstehendes Zimmer können die Nebenkosten übrigens nicht einfach auf den Rest umgewälzt werden!
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Zwingt dich irgendjemand dazu? Nein. Hat den Untermieter nicht zu interessieren und ist auch völlig irrelevant.
Aber gleichzeitig stellst du mich als Abzocker hin, der jedoch das volle Risiko zu tragen hat und dann halt im Zweifelsfall selber schuld ist. Es ist rechtlich nicht möglich z.B. wenn ein Mieter die Nebenkosten nicht zahlt diese auf dritte Umzulegen.
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Entweder fair und alle Kosten werden *gleichmässig* geteilt, oder du trägst das eben komplett alleine.
Fair ist nicht, wenn Risiken ungleich, Gewinne jedoch gleich aufgeteilt werden.
Nebenkosten müssen sowieso nach den geltenden Gesetzen abgerechnet werden.
M.E. ist das Stichwort hier Transparenz. Jeder Mieter bekommt automatisch (da sowieso Vertragsgegenstand) den Hauptmietvertrag inkl. der Miete geliefert. Ob er unterschreibt oder nicht ist ganz frei ihm überlassen.
Er kann aber auch einfach mit 3-Monatsfrist kündigen, was für den Hauptmieter quasi unmöglich ist.
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Aber anscheinend werden WGs wohl oft als "Geschäftsmodell" gesehen. Mir wäre das zu blöd. Ich wohne nicht mit Leuten zusammen, denen ich misstrauen muss. Vielleicht klaut der Hauptmieter ja auch meine Milch und meine Kekse, weil er ja das "Hauptrisiko" trägt und glaubt, dass er sich überall selbst bedienen darf. Danke, muss ich nicht haben.
Wenn die anderen das ok finden, dass sie dem Hauptmieter die Wohnung komplett finanzieren, dann ist das denen ihr Bier, ich persönlich würde nach Alternativen suchen.
Keine Ahnung wie du jetzt dazu kommst das mit Milch und Keksen zu vergleichen Oo.
Du kannst natürlich auch einen GbR Gründen. Dürften aber die wenigsten aus Haftungsgründen wollen.
Übrigens macht auch das Studierendenwerk Gewinne mit den Vermietungen? Deswegen die gleich verbrennen?