Wieso werden alle, die darauf hinweisen, dass die westliche Sanktionspolitik und insbesondere die deutsche Energiepolitik zu unbezahlbaren Energiepreisen führen, als Putinversteher gebrandmarkt?
Ein instabiles Deutschland mit sozialen Unruhen, einer hohen Inflation und einer schrumpfenden Wirtschaft hilft der Ukraine genau gar nicht mehr.
PS: Wir zahlten im letzten Jahr für unser großes Haus mit 2 Familien 280 Euro monatlich für Gas und 240 Euro monatlich für Strom. Gas soll sich mehr als vervierfachen und Strom mindestens verdoppeln, wahrscheinlich reicht das aber nicht. Einziger Ausweg würde ein Langzeiturlaub über den ganzen Winter im Süden sein, nur ist die Rente noch einige Jahre entfernt.
Dann schau mal wann die Energiepreise hochgegangen sind: https://interaktiv.tagesspiege…stark-steigen-die-preise/
Dritte Grafik „ Energie-Preissteigerungen seit 2017“ zeigt eindrucksvoll, dass die Energiepreise schon mit der militärischen Drohkulisse Russlands 2021 hochgegangen sind. Mit dem Beginn des Angriffs am 24.02.22 waren die Preise schon fast auf dem höchsten Niveau. Die Preise kommen halt jetzt erst bei den Endkunden an, aber hoch waren die Preise schon vor jeglicher „Sanktionspolitik“.
Und nicht vergessen sollte man, dass gerade die (Endkunden)Gaspreise 2020/21 auf historischem Tiefstand (bei uns 4,5ct/kWh wie 20 Jahre zuvor) waren, um so erschreckender jetzt die Preissteigerungen.
Dazu kommt noch die massiven Unterschiede zwischen Neukunden- sowie Grundversorgungspreisen, die je nach Versorger nochmal stärker in die Höhe geschossen sind, und Preisen von Kunden die noch Verträge mit Preisbindung haben.
Die Gasag in Berlin nimmt (noch) unter 11ct/kWh, die RheinEnergie in Köln demnächst über 18ct/kWh (beides ohne Gasumlage soweit ich recht sehe). Andere Stadtwerke/Grundversorger liegen noch höher. Auf der anderen Seite haben Leute noch Gaslieferverträge mit Preisgarantien unter 8 ct/kWh.
Beim Strom ist bzw. wird es ähnlich.