Man kennt den realen Anteil doch gar nicht!
Ich lese nur, dass die Zahl stark zunimmt. Dadurch verschiebt sich ja dann das Verhältnis weiter.
Es sind auch nur die "Soldaten" gezählt, die ihren Antrag bereits eingereicht haben. Wie viele werden noch folgen? Wir wissen es nicht.
Ich würde die Zahl nicht in irgendwelche Relationen setzen, sondern einfach als gegeben hinnehmen.
In dem von dir verlinkten Artikel steht doch explizt
"Seit Jahresbeginn soll das zuständige Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben 533 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung erhalten. (...) 528 der aktuell eingegangenen Anträge stammten demnach von aktiven Soldaten oder Reservisten, fünf von ungedienten Antragstellern."
Zitat
(Wie ein undichtes Aquarium, aus dem das Wasser tröpfelt. Irrelevant, weil nur wenige Tropfen?Was sagen die Fische dazu, was der Mieter in der unteren Wohnung?)
Es gab schon immer Kriegsdienstverweigerung aus der Truppe, den Reservisten und früher natürlich den Wehrpflichtigen. Das gabe es auch aus den Kasernen, wenn Wehrpflichtige oder auch Freiwillige merkten, dass er in so einer Truppe doch nicht dabei sein wollen. Oder eigentlich nur in der Landesverteidigung und nicht im Auslandseinsatz tätig sein wollten. Oder die Luftangriffe auf Serbien 1999 nicht mit dem Gewissen vereinbaren konnten/wollten. Oder jemand einfach seine Dienstzeit verkürzen will, denn auf die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer folgt auch für langjährige vertraglich Gebundene die Entlassung aus dem Dienst- selbst wenn er/sie Logistik oder IT Spezialist ist und im Normalfall keine Waffe in die Hand nehmen muss.
Zitat
Sie spiegeln aber sehr gut den Zustand der Bundeswehr wieder.
Panzer die nicht fahren; Schiffe, die nicht schwimmen; U-Bote, die nicht tauchen; Hubschrauber, die nicht fliegen; Gewehre, die nicht treffen..... Soldaten, die nicht kämpfen......
(...)
Wenn man diesen Zustand mit den aktuellen Kosten in Relation setzt, wenn man denn Relationen abbilden will, finde ich das schon erschreckend.
Und "man" will ja noch viel mehr ausgeben.
Gewehre mit denen die Soldaten bisher kein Problem hatten, auch im Kriegseinsatz in Afghanistan. Und die sich fragen, warum man Geld für neue Gewehre ausgeben soll, obwohl anderes wichtiger wäre.
An der Bundeswehr wurde halt gespart und es gab kein dauerhaftes Konzept was nun eigentlich Aufgaben der Truppe nach dem Zerfall des Warschauer Paktes sein sollte. Mal sollten es Auslandseinsätze sein, mal dies mal das. Und die Reste der Rüstungsindustrie wollten auch Aufträge. Und das alles bei sinkendem Etat und steigenden Personalkosten.
Allein etwa 20 Millarden € des 100 Mrd Paketes werden drauf gehen um Munition zu beschaffen (und das dauert Jahre), um überhaupt einsatzfähig zu sein für die Landes- bzw. Bündnisverteidigung.
In dem Bericht ging es um die NATO. Für Russland ist die NATO die USA. Über Deutschland macht man sich da nicht wirklich Gedanken.
Genau lesen- NATO UND EU planen da, laut Lawrow.