Hätte Putin also darauf angewiesen sein sollen, die "territorialen Konflikte" in der Ukraine bis zum Sankt Nimmerleinstag künstlich aufrecht zu erhalten? Das wäre dem Westen doch auch wieder nicht recht gewesen.
Aus Sicht Putins hätte die Beendigung seiner Scharmützel in der UA zur Aufnahme des Landes in die NATO führen können. Beendigung des Konflikts also ausgeschlossen. Das kann es doch wohl wirklich nicht sein.
Ähm, selbst wenn Russland die Unrechtsrepubliken im Donbass im Regen hätte stehen lassen und das Leiden der Zivilbevölkerung beendet hätte, wäre immer noch die Krim von Russland besetzt gewesen. Das ist auch ein territorialer Konflikt.
Und nur jemand, der ein drogenabhängiges faschistisches Regime in Kiew an der Macht sieht, glaubt wohl die Ukraine hätte jemals Russland wegen der Krim angegriffen.
Und mal ernsthaft: Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ukraine nach 8 Jahren Krieg im Donbass nicht letztlich doch eine Einigung mit Russland getroffen hätte, die den Donbass Krieg beendet, die volle Kontrolle über den Donbass an die Ukraine zurückgegeben und als Gegenleistung die Anerkennung der Krim als Bestandteil Russland und eine Neutralität der Ukraine umfasst. Ich kann nur nicht erkennen, dass Russland ein Interesse an solch einer Lösung hatte.
Zitat
Mir sei erlaubt, das anders zu sehen. Aber so ist es eben in einer Demokratie, in der jeder seine Meinung nicht nur haben, sondern auch äußern darf. 
Wie man das immer noch anders sehen kann nach den offiziellen Verlautbarungen über Sinn und Zweck des Krieges gegen die Ukraine (Regimewechsel, Demilitarisierung, Denazifizierung) verbunden mit der vorherigen Anerkennung der sogenannten „Volksrepubliken“ ist mir wirklich schwer verständlich.
Es geht offensichtlich darum, dass die Ukraine mit Russland mindestens ähnlich wie Weißrussland verbunden sein soll.
Das ist letztlich die Wiederherstellung des Grosrussischen Reichs. Das Weißrussland wie selbstverständlich als Operationsbasis für den Krieg gegen die Ukraine dient spricht auch eine eindeutige Sprache.
Eine wirkliche vorherige Verhandlungsbereitschaft auf Seiten Russlands kann nach dem Kriegsbeginn und den Erklärungen dazu beim besten Willen nicht mehr erkennen. Und ich finde es zugleich beängstigend (ob der vielen Opfer und Zerstörungen) und mutig, dass sich die Mehrheit der Ukrainer offensichtlich lieber das eigene Land in Schutt und Asche legen lässt, als wieder unter einem autoritären Regime, wie zuvor und wie in Russland, zu leben.