Beiträge von kues

    Nein, ICH kann eben genau nichts für den Ausbruch im Altenheim - ICH kann mich an die Regeln halten, bis ich schwarz werde.


    Ein Ausbruch im Altenheim oder im Asylantenheim oder im Hochhaus oder in der Fabrik oder wo auch immer und die ganze Stadt wird lahmgelegt.


    Und man überlege mal, dass eine Inzidenz von 100 bedeutet, dass eben nur 0,1% positiv getestet sind und davon viele symptomfrei.

    Ein Ausbruch im Altenheim (oder z.B. der bei Tönnies letztes Jahr) fliegt in der Regel nach 2-3 Wochen aus der Statistik (mangels Ansteckung von neuen Personen außerhalb), ist zwar nicht schön aber auch eine Perspektive.

    Und die Inzidenz wird für Kreise bzw. kreisfreie Städt gezählt. Leichlingen ist wohl kaum kreisfrei, selbst Bergisch-Gladbach ist es nicht, sondern gehört auch zum Rheinisch-Bergischen Kreis. Und 18 Fälle auf 283 Tsd erhöht die Inzidenz um 6,4.

    Ja. worauf soll man nach 7 Monaten ohne jede Aussicht auf ein Ende der gröbsten Einschränkungen noch hinarbeiten? Ein bisschen aufpassen dass man sich nicht ansteckt und gut ist.

    Verwirrend mögen die verschiedenen Regelungen in den Bundesländer sein- obendrüber kommen jetzt noch die neuen Bundesregeln. Aber keine Perspektive? Finde ich ehrlich gesagt abwegig. Es gibt Regeln wann und wie der Einzelhandel öffnen kann. Für Außengastronomie gibt es teilweise auch schon Regeln. Und an Israel und UK kann man sehen, was bei uns durch die Impfungen ab Juni bei der Infektionsreduktion möglich ist (Inzidenz gut unter 35). An Portugal was jetzt schon so möglich wäre (Inzidenz um 35).

    Ich bin jedenfalls immernoch optimistisch, dass wir ab Juli einen Sommer mindestens so wie letztes Jahr haben werden und im Herbst dann keine 4. Welle mehr zu erwarten ist.


    https://ourworldindata.org/exp…y=GBR~DEU~ISR~PRT~IRL~DNK (für die 7 Tage Inzidenz muss man die dortigen Werte durch 10 teilen und mit 7 multiplizieren)

    https://ourworldindata.org/exp…y=GBR~DEU~ISR~PRT~IRL~DNK


    Und warum „nach 7 Monaten“? Der viel zu späte Herbstlockdown light wurde Ende Oktober beschlossen, macht 6 Monate…

    Sorry, aber auf dieser "hätte, wäre, wenn, vielleicht"-Ebene kann ich nicht diskutieren, und will es auch nicht. Frei nach Helmut Kohl "Entscheidend ist, was hinten rauskommt", und das war die letzten Monate völlig eindeutig negativ, trotz einer "Maßnahme" nach der anderen.

    Im Vergleich zu anderen Ländern aus Europa ist es in D halbwegs in Ordnung gelaufen. Jedenfalls gibt es einige Länder, wo es wesentlich schlechter lief und teilweise noch läuft. UK hat über 1,8 fache Todesfälle pro Einwohner, Belgien über zweifach, Ungarn und Tschechien gar über 2,5 fach. Und neben den Toten eben nochmal die x fache Anzahl an schwer Erkrankten.

    Ich finde es hätte auch besser gemacht werden können, aber jetzt sehe ich noch ein paar Wochen ausharren, dann wird es erwartbar besser…

    Zitat

    "Höchststand 3. Welle" blabla

    Da sind die Filtertüten im Gesicht aber ganz schön wirkungslos.


    Außerdem wer ist denn wirklich ernsthaft krank? Bei über 90 Prozent verläuft die Infektion ohne jegliche Komplikationen.

    Selbst in den letzten Wochen mit den (erst)geimpften Höchstrisikogruppen liegt die Hospitalisierungsquote immernoch bei 5 bis 7 Prozent (in den Wellen vorher >=10%). Dazu kommen die schweren Krankheitsverläufe ohne Krankenhausaufenthalt. Da sind 90% komplikationslos sehr optimistisch...
    Davon ab kann man z.B. an Belgien, UK, Frankreich oder Tschechien sehen, dass man Corona nicht einfach hätte laufen lassen können. Alle haben mit wirklich harten Lockdowns (teilweise mehrfach) gegensteuern müssen. Auch Deutschland hätte keine 2% der Bevölkerung als Krankenhausgäste in 2 Monaten vertragen- was bei Inzidenz 2500 über 8 Wochen mit 10% Hospitalisierungen herauskommt.

    Selbst mit Inzidenz 1000 (hat Belgien im Peak erreicht) hätte man über 8 Wochen insgesamt 0,8% der Bevölkerung auf Krankenhausbetten für 0,6% der Bevölkerung zu verteilen gehabt. Selbst da würde ich von einem weitgehenden Stillstand der Wirtschaft des Landes aufgrund des Zusammenbruchs der Lieferketten (wegen Personalausfall) an einzelnen Stellen ausgehen.

    Zitat

    Wir haben zur Zeit auch keine Übersterblichkeit, ganz im Gegenteil.


    Nur zum Vergleich, an SARS und MERS sind um die 30 Prozent gestorben. Da wäre mal echte Panik angesagt.

    Ist doch erfreulich, dass wir zur Zeit keine Übersterblichkeit mehr haben. Immerhin bringen uns Corona und die Maßnahmen dagegen einen weitgehenden Ausfall der Grippe/ARE Saison, die jetzt in etwa ihren Höhepunkt hätte.

    Zitat

    Schaltet die Nachrichten aus, setzt die Masken ab, geht raus und schon ist die Pandemie vorbei.

    So wie in Ungarn und Tschechien? https://ourworldindata.org/exp…N~DEU~DNK~SWE~CZE~FIN~GBR


    Ohne Maske hätte ich mir letzte Woche vielleicht Corona von einer Kollegin eingefangen. Drum Freitag erstmal ein PCR Test und zur Sicherheit demnächst alle 3 Tage nachtesten. Klar, die Pandemie ist vorbei- fragt sich nur wo…

    Nur leben wir halt auch schon 13 Monate in einem Lockdown davon bis auf die 6-8 Wochen zu Beginn auch in einem weiteren mit harten Maßnahmen ohne jegliche Perspektiven. Das geht doch nicht wenigen mehr an die Substanz wie alles andere. Die Ungewissheit, alles ist geschlossen, man hat strenge Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren, immer wieder angedrohte und weiter verhängte Verschärfungen.

    13 Monate Lockdown? Ich kann mich an wenig Lockdown von Juni bis Oktober 2020 erinnern. Soll ja Leute gegeben haben, die im Urlaub waren im Sommer…

    Und nur Verschärfungen? Aktuell kann ich (noch bis heute) per Click&Meet in viele Geschäfte, war im Januar noch nicht möglich. Click&Collect gab es im Dezember auch noch nicht.

    Gut den letzten Besuch hatten wir im Oktober, Spaß macht das definitiv nicht.

    Aber solange viele wie z.B. unsere Nachbarn jede Woche gemütlich Grillen/Party mit nettem und lautem Beisammensein am Abend im Haus haben, dauert der Spaß wohl noch bis zu einem ordentlichen warmen Mai oder halt bis Juni…:(

    Mit anderen Worten, für die meisten Bundesländer zu spät um noch das EU-Impfzertifikat noch rechtzeitig zu bekommen, und bis genug Menschen durchgeimpft sind um einen spürbaren Effekt auf die "geheiligten Inzidenzen" zu haben ist der Sommer schon fast vorbei. Das klingt gar nicht mal so gut...

    Im UK reicht anscheinend die verbreitete Erstimpfung um die Inzidenzen und Hospitalisierungen wesentlich nach unten zu drücken.

    Die großen unbekannten deiner Rechnung sind neben dem bereits erwähnten Anteil der impfwilligen der Anteil des Impfstoffes von Johnson&Johnson, der bekanntlich keine zweite Dosis benötigt. Interessanter dürfte aus meiner Sicht eher sein, wie viele Menschen bis zum Beginn der Sommerferien durchgeimpft sind. Das könnte bei der Bundestagswahl wahlentscheidend werden, da diejenigen denen der Sommerurlaub mangels Impfung versaut wurde mit Rachegedanken zur Wahlurne gehen.

    Wann ist Beginn der Sommerferien? In Bayern Ende Juli…;)

    Die Abschätzung finde ich relativ einfach. Erst bis Ende Juni: 15,4 Millionen haben bis jetzt mindestens die Erstimpfung bekommen. Die Anzahl dürfte durchgeimpft werden können. Dafür benötigt ca. 10 Millionen Impfdosen. Bleiben noch 26,5 Millionen für Erstimpfungen. Und das sind nur die aktuellen 0,6 pro 100 Einwohner und Tag (0,6*810Tsd*75 = ca. 36,5 Mio). Die restlichen im 1. Quartal erwarteten 20 bis 24 Millionen Dosen rechne ich mal als zu spät für eine Impfwirkung bis Ende Juni.

    Dazu kommt was J&J wirklich liefern wird und wann, gehen wir mal von 4 Millionen (von 10 Mio angekündigt fürs 1. Quartal) bis Ende Mai aus, die dann auch zur Impfwirkung bis Ende Juni führen können.

    Also ca. 20 Millionen durchgeimpfte und 26,5 Millionen Erstgeimpfte.


    Bis Ende Juli würde ich mit den restlichen 6 Mio J&J rechnen. Und mindestens nochmal 15 Millionen, die im nächsten Monat erstgeimpft werden können. Dann die restlichen 20 bis 24 Mio aus dem 1. Quartal als Erstimpfungen, plus ein paar Anfang Juli sagen wir rund 25 Mio.

    Also für Anfang August 35 Millionen durchgeimpft (10 davon J&J) und 36,5 (26,5-15+25) Mio Erstgeimpfte.


    Mit mehr BioNTech und Moderna lassen sich die Durchgeimpftzahlen noch erhöhen wegen ‚nur‘ 8 Wochen Impfabstand. Auch hierbei gilt also, dass im Juni/Juli ein Großteil der Impfwilligen und -fähigen (für unter 18/16 Jährige sind die Impfstoffe ja noch nicht freigegeben) bedient werden kann. Und die Zahlen sehe ich als untere Grenze der Abschätzung.

    Gehe ich nur nach dem aktuellen Impftempo, vergl. https://ourworldindata.org/exp…M~BRA~HUN~DEU~DNK~SWE~BEL

    So sind es seit Ende März stabil gut über 0,3 Impfdosen pro 100 Einwohner. Macht bei 270 Tagen 81 Impfdosen pro 100 Einwohner, bei Doppelimpfstoff also mindestens 40% zusätzlich bis Ende des Jahres. Plus die schon durchgeimpften 5% sind wir bei mindestens 45%. Plus ggf. Einfachimpfung mit J&J und die 7% mit Erstimpfung bisher. Jedenfalls ist die Untergrenze weit über den 40%, selbst wenn man sehr pessimistisch kalkuliert…

    Inzwischen ist D bei 0,6 Impfdosen pro 100 Einwohner/Tag. Also bei noch 255 Tagen 153 Dosen pro 100 Einwohner bis Ende des Jahres. Mit schon verimpften gut 16 Dosen pro 100 Einwohner macht das 79,5% Vollimpfungen bis Ende 2021. Oder anders ausgedrückt im aktuellen Tempo werden in einem Monat 18% der Bevölkerung mit einer Impfdosis versorgt- mehr als bisher insgesamt (ca 16,8%).

    Ich bestimmt nicht. Ich denke so ab Ende Mai nimmt die Impfstoffversorgung mit den verschiedensten Mitteln Fahrt auf. Zumal selbst das kleine Serbien am 20. Mai mit der Abfüllung des Impfstoffes Sputnik V beginnt. Belgrad setzt Sputnik V seit Anfang Januar ein, um seine Bürger sowie die Bewohner der Nachbarstaaten zu impfen. Italien hat ebenfalls einen Vertrag mit dem RFID unterzeichnet und wird voraussichtlich in den kommenden Monaten mit der Produktion von Sputnik V beginnen. Die Produktion im Iran wird in "nächster Zukunft" erwartet.

    Bisher wurde Sputnik V in 60 Ländern mit einer Gesamtbevölkerung von drei Milliarden Menschen zugelassen. Seine Wirksamkeit beträgt 91,6 Prozent, wie die im medizinischen Fachblatt Lancet veröffentlichten Daten bestätigen.

    Irritierend ist dabei, dass die Welt mit einigem an Sputnik V versorgt werden kann, weil die russischen Bürger sich ungern impfen lassen wollen- bisher etwas über 6%. https://ourworldindata.org/covid-vaccinations


    Postitiv ist die Impfentwicklung, mal wieder als Beispiel Nürnberg: https://www.nuernberg.de/inter…ortal/corona_impfung.html

    Bei inzwischen gut über 4000 Impfdosen pro Tag (mit Hausärzten) wären es bis Ende Juni mindestens 300 Tsd (75*4000), was grob insgesamt mindestens 120Tsd Vollgeimpfte und mindestens 210Tsd Erstgeimpfte wären. Also mindestens 60% Erstimpfung -mit Aussicht auf noch schnelleres Tempo. Viel mehr Impfwillige sind bei den über 18 Jährigen vermutlich auch erstmal nicht zu erreichen. Israel und UK haben z.b. schon starke Abflachungen bei den Impfungen.

    "Astra-Zeneca? Och nöö, dann lieber nicht" scheint derzeitig das Motto vieler Impfberechtiger zu sein. Nach dem ganzen Hin und Her um diesen Impfstoff kann ich eine gewisse Zurückhaltung verstehen. Das tatsächliche Ausmaß hat mich dann aber doch schon überrascht, eben so wie die "Vogel friss oder stirb"-Mentalität in den Impfzentren.

    In Bayern ist es anscheinend anders:

    Bayernweiter Ansturm auf Impfaktionen mit Astrazeneca