So ein kleiner gekürzter Rundumschlag... ![]()
ZitatAlles anzeigenOriginal geschrieben von derAL
Heute bei 5,18 EUR (Tageshoch sogar bei 5,24 EUR).
Das bedeutet zurückblickend:
Zeitraum / Wertentwicklung:
1 Woche +4,45%
1 Monat +8,31%
6 Monate +98,53%
ab 2013 +65,36%
1 Jahr +158,59%
Nachrichtlich: Am 31.07.2012 lag das 'Krisentief' bei 1,334 EUR.
:top:
Nachrichtlich:
Tiefpunkt 2010 war Ende Juni bei 6,61€
am 10.2.2011 bei 8,16€, 11.2.2011 noch bei 7€, 14.2.2011 nur noch 6,63€
am 30.5.2011 bei 5,76€, 31.5.2011 bei 4,75€
am 10.4.2012 3,82€, 11.4.2012 3,27€, 12.4.2012 3,04€
Die Aktie ist also immernoch gut 20% unter den pre-Elop/post-11211 6,60€. Die sozusagen 'fehlenden' 750 Millionen € Dividendenausschüttung fürs Geschäftsjahr 2012 (20 Eurocent pro Aktie) noch gar nicht eingerechnet. Aber dafür gibt es dann ja vielleicht in 2014 einmalig 0,2 bis 1 Euro pro Aktie... :flop:
ZitatOriginal geschrieben von Merlin
http://www.handelsblatt.com/un…nn-schwer-zu/7061886.html
Nicht nur "auch" und nicht erst "zuletzt" ...
Soweit mir bekannt hat Nokia Foxconn (und Flextronics) 'nur' als Zuliefer genutzt. Dabei wurde seit um 10 Jahren vorallem die Fertigungstiefe reduziert- z.B. bei Plastik-/Gehäuseteilen.
ZitatOriginal geschrieben von Der Schakal
Wurden die Geräte verschenkt oder wie ist der Zuwachs zu erklären?
The Verge: Nokia Lumia sales reportedly hit record-high numbers last quarter
Irgendwas über 8 Millionen Lumias ist doch nicht so verwunderlich, da im Q3 alle Märkte vom 520 erreicht worden sein sollten und auch sonst noch neue Modelle erschienen. Und sonderlich groß ist der Zuwachs nun auch nicht- mal schauen ob Nokia im letzten Quartal noch die 10 Millionen Marke erreicht. Die 35 Millionen Smartphones des Gesamtjahres 2012 dürften wohl immernoch zu weit weg sein für 2013 (bei 6,1+7,4=13,5 Q1+Q2 plus vielleicht 8,5 Q3 wären satte 13 Mio im Q4 nötig...). Na immerhin dürften Q3 und Q4 wohl über jenen von 2012 (Stückzahlen und Umsatz) liegen...
ZitatOriginal geschrieben von harlekyn
Guenstiger nicht, aber aus Image-Sicht ist das die gern gewaehlte Alternative. Das abgebende Unternehmen hat alles fuer die MA getan und ihre Arbeitsplaetze erst mal gesichert, anstatt die Betroffenen direkt auf die Strasse zu setzen. Und das aufnehmende Unternehmen kommt dann nach einer gruendlichen Bestandsaufnahme (bzw. Stillhaltezeit) nach 3-6 Monaten zum Ergebnis, dass insgesamt rund 20-30% der neu hinzugekommenen MA "redundant" sind. Und dann werden natuerlich diejenigen "freigesetzt", die neu dazugekommen sind.
Microsoft hat mit derart grossen M&A keine Erfahrung.
Die Hauptmenge der Mitarbeiter dürfte in den Fabriken zu finden sein. Allein Chennai hatte >11000! Ansonsten hat Nokia doch noch mal bei der Featurephones Entwicklung ein paar Hundert Stellen gekürzt. Insofern ist die Hauptarbeit der Entlassungen in Europa doch schon getan. Und welcher Hahn krächt ggf. schon nach den armen entlassenen Teufeln in Indien, China, Brasilien, Südkorea oder Vietnam, wenn dort die Produktionskapazitäten doch noch weiter reduziert werden in 2014/15? In Finnland plant Microsoft zudem auch ein neues Rechenzentrum, in das ggf. finnische Mitarbeiter 'umgeleitet' werden können. btw:
ZitatOriginal geschrieben von Der Schakal
Gelesen in der WiWo
Recht taktvoll ein Foto vom Ende 2012 geschlossenen Nokia Standort in Ulm zu verwenden...
ZitatOriginal geschrieben von mkg
Während fast alle anderen Hersteller versuchen über "Flaggschiff-Politik" Marktanteile zu gewinnen (man bewirbt das High-End-Modell und dessen Fähigkeiten und im Sog geht der Rest auch mit) versucht Nokia imho hier den umgekehrten Weg. Verbreiterung der Basis durch Masse.
:confused: Wie kommst du zu der Einschätzung? Nokia hat schlicht mit WP nicht rechtzeitig die Massen bedienen können (ggf. gar nicht wollen). Das wird jetzt mit dem preisgeprügelten 520 nur versucht nachzuholen. Zugpferde sollten doch immer die sogenannten Topmodelle- erst Lumia 800, dann 900 und schließlich 920 sein.
Vergleicht man mal die Geschäftzahlen von Q1/2011 mit jenen von Q1 und Q2/2013 so zeigt sich recht eindeutig, daß Nokia über 45 Millionen Käufer um 100€ herum verloren hat. Da im 'lowend' sind die fehlenden ca. 4,5 Milliarden Euro Umsatz pro Quartal zu finden, die mit WP und der unsinnigen Trennung von Smart- und Featurephones in separate Business Units unter Elop vernichtet wurden.
ZitatOriginal geschrieben von Robert Beloe
Daher: Auch wenn es nun kein einziges namhaftes europäisches Unternehmen mehr gibt, das im Elektronik-Konsumgütermarkt aktiv ist, war die Entscheidung zum Verkauf richtig.
Die Relevanz von europäisch und nicht-europäisch verstehe ich da nicht wirklich. Die europäischen Firmen im Consumerbereich wurden schon in den 70/80 reihenweise weggefegt, weil sie schlicht den technologischen Anschluss bei der ersten Digitalisierungswelle verpasst haben. Der traurige Rest wurde dann mit der zweiten Welle und dem Übergang von Röhrenfernsehern/-monitoren zu Flachbildschirmen weiter dezimiert- auch hier waren die europäischen Firmen technologisch abgehängt. Philips hat da überlebt, obwohl sie Federn gelassen haben (z.B. Grundig gehörte Philips länger Zeit...), Nokia ist durch den notwendigen Wandel der 90er erst wirklich groß geworden.
Im übrigen sehe ich auch jetzt noch erfolgreiche europäische Firmen im CE Bereich: z.B. Bang&Olfusen, Sennheiser, AVM oder Technisat.
Und bis zu den strategischen Fehl- und Nicht-Entscheidungen 11211 war auch Nokia eine zwar schwer angeschlagene und ramponierte aber immernoch erfolgreiche Firma und Marke- und das sogar insbesondere in China, Indien, dem Rest von Asien und dem Mittleren Osten.
ZitatOriginal geschrieben von Robert Beloe
Den großen, schnellen Durchbruch habe ich da ohnehin für eher unrealistisch gehalten. Das Problem für Nokia bestand darin, dass dieser Prozess des Etablierens zu lange dauert und in vieler Hinsicht mittelfristig zu teuer ist.
So können sich die Ansichten in einem Jahr wandeln, wenn ein "nach und nach" nicht mehr reicht ![]()
ZitatIm August 2012 geschrieben von Robert Beloe
Die Kapitalreserven von Nokia geben den Finnen etwas Zeit; ich sehe die Lage längst nicht mehr so fatalistisch. Ein Knaller muss nicht unbedingt kommen, es ist schon ein Fortschritt, wenn Nokia nach und nach seine Position verbessert.
ZitatOriginal geschrieben von derAL
Einen Aktienrückkauf würde ich nach der erfolgreichen Sanierung [...]
Was man so Sanierung nennen kann. Als Folge von gezieltem oder gar erfolgreichem unternehmerischen Handel seit Herbst 2010 kann ich ist das Ergebnis jedenfalls nicht erkennen. NSN würde ich als saniert bezeichnen- aber das ist dem NSN Management zuzurechnen. Nokia selbst ist durch massive Produktstrategische Fehlentscheidungen bei D&S fast zugrunde gerichtet worden. Das Downsizing haben sie ordentlich abgewickelt und es steht zu vermuten, daß auch intern
auch teilweise ein kultureller Wandel erreicht wurde. Aber strategisch war die Elop-Ära eine Katastrophe.
Nokia hat schlicht Schwein gehabt, daß für NSN 2011 kein Käufer gefunden wurde und Siemens seinen Anteil trotz NSN-Sanierung jetzt so billig (und noch den 500m Kredit oben drauf) abgegeben hat. Und der Umstand (Zufall?) daß Microsoft langsam die Buxen voll hat und gerne nochmal versuchen möchte ein zweites Apple (aber mit zusätzlicher Softwareabteilung) zu werden, machte es möglich, daß Nokia seine eigenerzeugten Verlustbringer zu akzeptablen Konditionen los wird.
btw: "Why, us worry?"-Microsoft hat natürlich aus reiner Nächstenliebe die Lizenzkosten für Windows 8 auf Geräten mit 'kleinen' Bildschirmgrößen massiv gesenkt und noch wie bei Windows RT eine Officelizenz oben drauf gepackt. Da wäre wirklich interessant zu sehen, ob und wie sich das auf die Einnahmen auswirkt. Sorgen machen sich die Redmonder offensichtlich genug um den ganzen Konzern umzubauen und den CEO auszuwechseln.