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Original geschrieben von joschi
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege: Mit 15 bis 16 Mio. Lumias wäre Nokias Smartphone-Sparte in den schwarzen Zahlen.
Wenn man ASP, gross margin und operative Kosten von Q2/13 identisch auf Q4/14 überträgt gäbe es: 16m*157=2512m*21,1%=530m-406=124m.
Also wären es 124 Millionen Euro Gewinn- das wäre immerhin mal was.
Allerdings waren long term 10% Umsatzrendite angepeilt und es würde auch nur 4 Jahre dauern die allein in den letzten zwei Jahren aufgelaufenen Verluste der Smartphonesparte auszugleichen.
Außerdem dürfte die große Frage sein, was aus dem restlichen Mobiltelefongeschäft geworden sein würde- ein Restgeschäft mit 20 Millionen Featurephones zu je 15€ (ASP im Q2/13 ist schon nur noch 26€!) im Quartal oder doch noch etwas mehr...
Und wird Nokia dann Ende 2014 auch ein paar Tablets verkaufen? Oder sind die schon in den 15-16 Millionen Lumias enthalten?
Mein Tipp wäre, daß bis Ende 2014 entweder der Verkauf eines Unternehmensteiles (Here/L&C, NSN oder Devices&Services in Teilen oder als Ganzes) auf den Weg gebracht wurde oder ein Großteil der 'Fabriken' wird geschlossen bzw. an Flextronics o.ä. verkauft sein.
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Original geschrieben von bernbayer
Das würde ich allenfalls bei einigen Unternehmen anderer Branchen wagen wie z.B. Siemens. Unternehmen halt die sehr breit aufgestellt sind.
Gerade Siemens wird in den kommenden 10 Jahren weiterhin vor massiven Marktveränderungen stehen- und Siemens ist bisher aus allen Märkten ausgestiegen, die schnelle Entwicklungszyklen haben/benötigen: z.B. Halbleiter (Epcos und Infineon), Kommunikation (Siemens/Benq Mobile, SEN, NSN, Gigaset), IT/Computer (SIS und Fujitsu-Siemens) oder zuletzt die Abspaltung von Osram. Einzig bei Haushaltsgeräten hält Siemens am 'strategischen Investment' des BSH Joint-Ventures mit Bosch fest...
Und um den Bogen zu Nokia zurückzuspannen: Nokia ist auch durch den Marktumbruch vom Dumb-/Featurephonemarkt hin zum Smartphonemarkt 2007-2009 ins Straucheln geraten. Nokia hat nie mit Smartphones den Großteil seiner Gewinne eingefahren, sondern immer mit den Dumb- und Featurephones (Peak war wahrscheinlich im Q4/2007 mit 1,8 Millarden Euro Gewinn bei den Featurephones und 788 Millionen bei den Smartphones!). Im Umbruchjahr 2010 hat der Smartphonegewinn wahrscheinlich zum ersten mal mehr als 50% des Featurephonegewinns betragen (Q3/2010: 475m € FP, 305m € SP). 2010 hatte Nokia dann endlich die richtigen Weichen für die Zukunft (Meego, Qt Swipe/Belle UI und inkrementelle Updates für Symbian, beginnender Stellenabbaus bei Series60/Symbian) gestellt, um dann mit der WP Entscheidung und ansonsten Zaudern und Rumeiern endgültig den Absturz einzuleiten.
Schön das zumindest bei den Smartphones der Boden erreicht ist- aber auch nur durch massiven Preisverfall (Stichwort Lumia 520) und erweiterte Märktpräsenz (insbesondere Lateinamerika und Asia-Pacific, aber schon die Nordamerikastückzahlen stagnieren YoY trotz viel mehr Modellen und mehr Carrierdeals). Ich sehe jetzt nicht mehr großes Potential um über 10 Millionen Lumia im Quartal zu kommen- da müsste Nokia noch richtige Knaller im lowend preislich unterhalb des 520 bringen. Na, mal schauen...