Beiträge von kues

    Das Stromnetz wird meiner Meinung zu langsam ausgebaut. Gut sind Akkuspeicher wie der Wartburgspeicher SMAREG4.

    Und die Akkus von e-Autos, die Teile der EE Spitzenerzeugung aufnehmen können. Ebenso Wärmespeicher bzw. -pumpen die zur passenden Tageszeit laufen können. Und nicht zu vergessen soll es auch (Groß)Anlagen zur Elektrolyse geben

    https://www.mdr.de/nachrichten…ktrolyse-monitor-100.html


    Btw: Wie wäre es für die CO2 und Klimadiskussion ein extra Thema aufzumachen?

    Wenn wir mal den Beginn des Kyoto-Protokolls, in der Grafik auf der Seite, als Referenz nehmen, hat China seine Emissionen seit der Zeit knapp verdreifacht. Bis sie wieder dahinter zurückfallen ist das das 1,5°-Ziel, wahrscheinlich sogar das 2°-Ziel, das Papier nicht mehr Wert, auf dem es steht.

    Wenn wir mal den Windkraft und PV Ausbau in China von 2023 nehmen, dann verdoppelt sich mindestens die installierte Windkraftleistung und verdreifacht sich mindestens die installierte PV Leistung in den nächsten 6 Jahren. Das allein macht als Zubau etwa 1/3 (um 2000 TWh) der fossilen Stromerzeugung in China 2023. In 18 Jahren wäre die gesamte Stromproduktion 2023 rechnerisch CO2 frei. Gehen wir von weiterhin leicht steigendem Stromverbrauch bei leicht sinkender Gesamtbevölkerung aus, dann bleiben vielleicht noch 1/3 CO2 Ausstoß bei der Stromproduktion. 2042 in 18 Jahren könnte also in diesem wichtigen Bereich der Stromproduktion die Drittelung des CO2 Ausstoßes relativ problemlos erreicht werden.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Renewable_energy_in_China

    Seinen CO2 Peak wird China nach eigenen Aussagen 2050 erreichen; daher wurde auch genau diese Grenze von China in Paris gesetzt. Und China erzeugt seine Energie immer noch zum größten Teil aus Öl, Kohle, Gas und Kernkraft.

    Die Ziele Chinas sind andere: CO2 Peak bis (spätestens) 2030- Planüberfüllung wird erwartet

    https://www.tagesschau.de/ausl…-parteitag-klima-101.html

    https://www.deutschlandfunkkul…-kultur-a43445fe-100.html

    https://www.handelsblatt.com/u…-warnen-01/100057415.html

    Ich denke, der Drops ist gelutscht, egal ob wir E-Autos fahren oder nicht, egal ob wir auf Wärmepumpe umsteigen oder nicht. So lange Klimaschutz international nur eine Fassade ist, und die Emissionen in China, Indien und (unter Trump) in den USA massiv ansteigen, stehen wir in Europa auf verlorenem Posten. Selbst unter der komplett unrealistischen Annahme, wir könnten in Europa auf Null Emissionen runter gehen, würden wir nicht mal das einsparen, was diese drei Länder zusätzlich in die Luft blasen.

    Dann mal die Details lesen:

    Zitat

    China’s emissions (32% of the global total) are projected to marginally increase by 0.2%, although the projected range includes a possible decrease in emissions.

    Und China soll nur 0,3% mehr Kohle verfeuert haben, obwohl es so viele neue Kohlekraftwerke geben soll. Und da in China so viele E-Autos fahren, ging der dortige Ölverbrauch trotz immer mehr Autos doch immerhin schon mal um 0,8% zurück. Alle Daten für China deuten weiterhin darauf, dass China seinen CO2 Peak erreicht hat oder demnächst erreicht. Spannend wird es dann in den nächsten Jahren, ob bzw. wieviel Chinas CO2 Emissionen zurückgehen werden. Ausreichend neue Windkraftanlagen und Sonnenkraftwerke/PV werden jedenfalls in China gebaut.

    Die Union wird aber deswegen sich nicht von Scholz erpressen lassen und jedes Gesetzt durchwinken, was die im Falle eines Wahlsieges dann eh wieder kassieren werden - so dämlich sind die nicht.
    Und Scholz verspielt mit dieser Taktik nur weiteres Vertrauen bei der Bevölkerung

    Mal so gefragt: Nach einem Wahlsieg wird es doch vermutlich auch nicht für eine CDU/CSU Alleinregierung reichen, sprich mit irgendwem müssen sie koalieren. Bisher am aussichtsreichsten die SPD, alternativ die Grünen (Söder schreit schon dagegen). FDP oder BSW dürften wohl maximal als Drittpartner eine Möglichkeit sein.

    Mithin, wenn es alles so dringend wäre, dann könnten CDU/CSU und SPD gleich mit Koalitionsverhandlungen und Regierungsbildung loslegen. Eine Mehrheit hätten sie auch ohne eine vorgezogene Neuwahl…

    Der alles entscheidende Step war, das Angebot der Russen weiter Gas zu liefern, auszuschlagen und sich mit Sanktionen von einem der rohstoffreichsten Länder abzukoppeln, während unsere "Verbündeten" ganz im Westen munter weiter Uran, Öl und Mineralien importieren.

    Da gab es ernst gemeinte "Angebote"? So ernst gemeint, dass Gazprom erst seine Lieferungen via Nordstream bis auf schließlich 0 gedrosselt hat und dann auch nicht über freie Kapazitäten via Ukraine oder Polen liefern wollte? Aber ich vergaß, neben Deutschland wurde auch z.B. Polen, dem Baltikum und Finnland das Pipelinegas abgedreht. Und zu den russischen Absurditäten gehört doch tatsächlich, dass mindestens nach Finnland danach noch LNG verkauft wurde.

    Zitat

    Ich persönlich bin nur gespannt, was in Wolfsburg und anderen Monokulturstädten abgehen wird. Was nach 1990 im Osten in Frankfurt/Oder, Eisenhüttenstadt, dem Chemiedreieck etc. abging, erinnere ich noch.

    Es gibt auch noch einige, die sich erinnern was beim Niedergang der deutschen Werften in Bremen, Kiel und Lübeck abging- Oder im Ruhrgebiet beim Niedergang der Montanindustrie. Oder bei AEG, Grundig und Co.

    Zitat

    Für gewöhnlich stolpert man in Kriege hinein. Denkt also bitte erstmal nach, ehe ihr Kriegsgeile als Kanzler herbeiwünscht.

    Oder ein Nachbar plant Kriege und maschiert dann bei seinen Nachbarn ein. Da erinnern sich auch noch ein paar z.B. in Österreich, Polen, Belgien, Holland, Dänemark, Norwegen, Finnland, Tschechoslowakei, Baltikum etc pp und ziemlich viele in der Ukraine dran.

    Vermutlich weil am 2. März in Hamburg gewählt wird. In den aktuellen Umfragen ist die SPD dort stärkste Kraft. Den Drive aus der gewonnen Landtagswahl möchte die SPD bei der Bundestagswahl zwei Wochen später nutzen.

    Vorallem möchte die SPD natürlich Zeit haben, um überhaupt ihre Chancen auf ein halbwegs gutes Ergebnis erhöhen zu können. Wären schon Anfang/Mitte Januar Wahlen, dann gäbe es schlicht keine realistische Chance die Stimmungslage noch zu ihren Gunsten zu drehen.

    Umgekehrt natürlich das Interesse der CDU/CSU möglichst schnell zur Wahlurne zu kommen, um ihr Stimmungs-/umfragehoch halten bzw. in Stimmen umsetzten zu können.

    Man darf nicht vergessen, SPD und Grüne, Scholz und Habeck mussten IMMER gegen den Bremser Lindner arbeiten, mit angezogener Handbremse fährt es sich eben immer schaixxe. Der Lindner hat die beiden immer möglichst alt aussehen lassen, das war anscheinend seine Leitlinie!

    Das Problem der Ampel war letztlich, dass ihr mühsam zusammengebrachter Koalitionsvertrag mit dem Beginn des Ukrainegroßkriegs, den explodierenden Energiepreisen, der folgenden Inflation und dem massiven Flüchtlingsstrom aus der Ukraine die Basis im Finanzhaushalt entzogen wurde.

    Dass die wirtschafts-, sozial- und finanzpolitischen Vorstellungen/Richtungen von SPD und Grünen auf der einen sowie FDP auf der anderen Seite teilweise entgegengesetzt sind, dürfte doch wohl schon 2021 klar gewesen sein.