Zitat
Original geschrieben von Amerikaner
BTT: Auch ich denke, eine gemeinsame Sprache ist das verbindende Element einer Gemeinschaft und genau dieses würde unterstrichen durch die Aufnahme ins Grundgesetz.
Die Frage bleibt doch aber "wozu" muss ich das unterstreichen? Sollte dann im Grundgesetz auch noch klargestellt werden, wer das "Deutsche Volk" ist?
Ohne Deutsche und ihre Sprache gäbe es gar keinen deutschen Staat und mithin kein Grundgesetz- welches oh Wunder natürlich auch in Deutsch verfasst ist.
Ist doch Interessant, daß just der saarländische Landesverband der CDU mit anstehenden Wahlen in 2009 den Antrag einbrachte. 
Also "wozu"? Was soll sich ändern bzw. welche Veränderungen sollen beschränkt/verboten sein? Ein solcher eingefügter Satz im GG konkurriert schon mal prima mit Artikel 3 Absatz 3 Satz 1 GG "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden." Oder mal an Bundes- und Landeskompetenzen gedacht... Ein prima Arbeitsbeschaffungsprogramm für Juristen wäre das 
Und es gibt nun mal Minderheitensprachen im Land, das liegt einfach an der föderalen Geschichte deutscher Städte und Länder, die nicht selten auch Gebiete mit nichtdeutscher Bevölkerung umfassten, und an einigen Einwanderungswellen in deutsche Länder und Städte. In Schleswig-Holstein hat man es z.B. ganz gut geschafft, die Gräben zwischen Deutschen und Dänen zu überwinden bzw. wenigstens Brücken zu bauen. Es gibt z.B. dänische Schulen im Schleswiger Landesteil, wo natürlich auch Deutsch als Unterrichtsfach Pflicht ist. Oder daß endlich Friesisch als (zweite) Amtsprache in den entsprechenden Gemeinden/Kreisen eingeführt wurde.
Da wirkt ein "Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch" richtig produktiv, was Minderheiten- und Regionalsprachen angeht. Zudem kann man sich auch mal die Frage stellen, wer/was das Subjekt bzw. Objekt des Satzes sein soll, denn es heißt ja nicht "in der" sondern nur "der".
Und was die Schulsprachen angeht, Menschen mit 'Migrationshintergrund' sollten alle ihre Sprachen pflegen- auf Muttersprachs- und Schulniveau! Doppel/Mehrsprachigkeit ist ein Reichtum, den man nicht verschenken sollte. Und es macht eben einen gewichtigen Unterschied, ob man eine Sprache in der Familie 'sprechen' gelernt hat oder ob man in der Schule auch Lesen und Schreiben (formale Grammatik!) der jeweiligen Standardsprache gelernt hat.