Beiträge von kues

    Großstandtdenek wie in der Politik

    Chinesen und reichere Inder fahren in ihrem klimatisierten Level 3-4 automatisierten Elektrofahrzeug und Deutschland nutzt Moped und Rikscha, das ist doch eine verlockende Aussicht für unser Land.

    Dann aber bitte nicht über eine AFD Regierung wundern.

    Was hat das mit Großstadtdenk zu tun? Sehr wenige -auch auf dem Land- sind zwingend (sprich können nicht drauf verzichten) auf ein Auto angewiesen, es gibt sehr oft Alternativen. Die Alternativen sind natürlich nicht so bequem und luxuriös, deshalb hatte das Mofa in D eben auch nur einen kurzlebigen Boom von 1965 bis in die 80er. Ändert nichts daran, das Autos Luxus bleiben. Inzwischen recht erschwinglicher Luxus, den sich viele leisten wollen und hoffentlich können. Aber ich kenne einige Leute in der Stadt, die sich mit recht niedrigen Einkommen ein Auto leisten (oft sogar eines pro Person), welches eine gehörige Portion von deren frei verfügbarem Einkommen auffressen wird.

    Und ich hätte auch gar nichts dagegen, wenn es in Zukunft erschwingliche kleine Elektroautos mit begrenzter Reichweite geben sollte- da würde ich ggf. auch überlegen, ob ich mir den Luxus doch leisten würde.

    Auch gegen automatisierte (Klein)Buslinien oder Taxis hätte ich gar nichts. Selbst die Miet eRoller in der Stadt erfüllen ihren Zweck- wenn nur nicht so viele Idioten die mitten auf den Gehwegen abstellen würden.


    Deutschland hat den Luxus von über 66 Millionen PKW, wenn ich recht erinnere haben über 15 mal so viele Chinesen keine 300 Millionen PKW. Das werden ohne Zweifel mehr werden in China, aber es ist für China und die ganze Welt zu hoffen, dass es trotzdem nie wirklich über 1 Milliarde PKW sein werden…

    Der eigentliche Luxus ist nicht das eigene Auto, sondern auf ein eigenes Auto verzichten zu können. Das kann man nur in der Großstadt, wo die Mieten jetzt schon kaum noch bezahlbar sind. Daher werden viele schlicht vom Auto abhängig bleiben, und die Politik wird gut daran tun, das der Bevölkerung nicht zu verbauen. Immer dran denken. Politiker wollen wiedergewählt werden, und dafür brauchen sie nicht nur die Stimmen der Deutschlandticket-Abonenten in den Großstädten.

    Wer ist denn wirklich vom Auto abhängig? Du doch z.B. sicherlich nicht. Für dich würde auch ein Mofa oder Moped reichen. So wie sie (ggf. sogar nur Fahrräder) früher am ‚Ende der Welt‘ auch ausgereicht haben die Menschen zur Arbeit, Einkaufen etc zu bringen. Ist in der Regel günstiger als ein Auto, aber natürlich nicht so wettergeschützt und bequem. Ergo man will mehr Luxus und ein Auto…

    Ich wäre zu geizig mir ein Auto neben das Haus zu stellen, mir würde ein (E-)Fahrrad, ÖPNV und ggf. mal Carsharing oder Automiete reichen. Da aber meine Frau sich den Luxus eines Autos leistet, nutze ich das luxuriöse Gefährt natürlich auch gerne. ;)

    Nunja, ich glaube die Einführung des Gurts war nicht so preisintensiv. Verstehe aber was Du meinst. Man möchte weniger Abgase und weniger CO2. Nimmt dafür allerdings andere Umweltverschmutzungen in kauf. Die Quizfrage wird sein, kommt das Elektroauto auch jemals auf die km, bei dem der ökologische breakeven erreicht wird.

    Zum CO2 'Breakeven' gibt es doch diverse Untersuchungen, z.B. https://www.isi.fraunhofer.de/…n%20Elektrofahrzeugen.pdf

    Aktuell irgendwo zwischen 60 und 120 Tsd km. Vorallem davon abhängend, was an CO2 für Batterien/Akkus aufgewandt wird. Und eine mögliche Zweitnutzung bzw. Recycling der Akkus nicht betrachtet.

    Und beim Abgas -insbesondere in Stadtgebieten- dürfte die Betrachtung eindeutig ausfallen.

    Allerdings muss man sagen, das bei Benzin und Diesel schon sehr lange sehr hoch besteuert wird. Selbst wenn die direkten Preise weiter steigen gäbe es genug Spielraum durch eine reduzierung der Besteuerung die Preise stabil zu halten.


    Andernorts ist das nicht der Fall, selbst in Erdöl fördernden Ländern. Da schlagen dann 100% Rohölpreiserhöhung voll durch und bringen die Wirtschaft in Schwierigkeiten.

    Und was das Preisrisiko betrifft gingen die 2020 die Strompreise noch mehr durch die Decke als die Spritpreise.

    Super E10 von 1,649€ auf 2,129€ waren "nur" +22,5% und selbst Diesel von 1,309€ auf 2,179€ waren "nur" +66,5% aber Strom von 28,75ct auf 63,65ct waren +121,4%.

    Ich nehme mal an du meinst 2022.

    Wie gesagt die Preise gingen schon 2021 nach oben- sowohl Gas als auch Öl. https://www.adac.de/verkehr/ta…aftstoffpreisentwicklung/

    2019 um 1,40 für E10, etwas niedriger noch Anfang 2021, aber Ende 2021 schon bei 1,60 und höher. Insofern sehe ich zu den 2 oder 2,10€ für E10 im Frühjahr 2022 eine Gesamtsteigerung von bis zu 50%.

    Beim Gas -welches dann dank der Marktregeln wiederrum wesentlich den Strompreis getrieben hat- gab es auch Preiserhöhungen verbreitet 100% und mehr. Und das auch nur gedämpft dank der Milliarden die in die Stabilisierung des Gasmarktes (Verstaatlichung und Stützung von Gasprom Germania, Uniper etc, LNG Terminal Aufbau/Miete) gepumpt wurden.


    Auch der Gas und Strommarkt ist wegen der Preissteigerung schon in 2021 in Turbulenzen geraten. Die sich kurzfristig am Spotmarkt eindeckenden Gas- und Stromlieferfirmen sind doch reihenweise bis Ende 2021 pleite gegangen oder haben mit dubiosen Methoden versucht ihre Kunden los zu werden. https://www.wechselpilot.com/m…ende-der-stromdiscounter/

    https://www.businessinsider.de…n-strom-und-gasanbietern/


    Sich langfristig von Fossilen Kraftstoffen unabhängiger (sowohl was die Mengen als auch die Lieferländer) zu machen, ist auch ein Stück Risikominimierung für die gesamte Wirtschaft.

    Auf einem Markt sollte sich das Wirtschaftlichste durchsetzen. Man hat jedoch den Eindruck, dass die EU nicht will, dass sich das Wirtschaftlichste durchsetzt. Insofern arbeitet man mit Druckmitteln.

    Gurt, ABS, Katalysator, Dieselabgasreinigung etc pp waren auch nicht ‚wirtschaftlich‘, sind dann aber vorgeschrieben worden. Und waren letztendlich auch wirtschaftlich. Die Frage ist doch vielmehr, ob man die jeweiligen Ziele/Absichten der Vorschriften sinnvoll findet. Und ob man ggf. die Übergangsfristen/-zeiten für zu kurz hält.

    Und wie man insbesondere an China sieht, ist die Zielrichtung zu Elektroautos nicht allein auf dem Mist irgendwelcher bekloppten Europäer gewachsen.



    Auch Europäische Politiker können nicht gegen Technik und Bevölkerung handeln.

    Spätestens wenn es zu einer "Kubanisierung" des europäischen Kraftfahrzeugmarktes kommt, das keine Elektroautos gekauft werden, weil reichweitenstarke Elektroautos zu teuer und günstige Elektroautos zu reichweitenschwach sind, und stattdessen eigentlich schrottreife Verbrenner notdürftig zusammengeflickt werden, das sie gerade noch die HU bestehen, wird die Europäische Politik gegensteuern müssen.

    Und auch der gemeine Menschenverstand kann nicht ewig gegen die Realität arbeiten. Öl und Gas gibt es nicht unbegrenzt und vorallem nicht dauerhaft so billig wie in vergangenen Jahren. Man schaue nur mal zurück wie die Öl- und Gaspreise hochgingen als Russland 2021 sein Militär an der Grenze zur Ukraine hat aufmarschieren lassen. Wer will braucht nicht mal einen Krieg anfangen, sondern nur drohen und schon gehen die Preise hoch.

    Wer ist so blöd und will sich langfristig so ein massives wirtschaftliches Preisrisiko antun? Es gibt ja nicht nur den 2021/22 Energiepreisanstieg, sondern 1973 und 1979/80 hatten wir schon die Ölpreiskrisen. Nicht zu vergessen die Ölpreissteigerungen Mitte der 2000er bis 2015 (erinnert sich noch jemand an Georgienkrieg und Krimannektion) https://de.wikipedia.org/wiki/Ölpreiskrise


    Du kannst dir noch mindestens 10 Jahre lang problemlos Verbrenner kaufen (vermutlich auch später noch, solange du efuels tankst), da sind alle die unbedingt wollen bis mindestens 2045 versorgt.

    Ist die die frischere Luft den Verlust von Millionen Arbeitsplätze an China wert? Was wurde nicht einmals in Deutschland alles gebaut? TV-Geräte, Phones, Solarzellen, u.s.w. u.s.f. Diese Produktion und Wertschöpfung kriegst du nie wieder nach Deutschland zurück. Und jetzt ist das Automobil an der Reihe. Deprimierend.

    Die Chinesen gehen den deutschen/europäischen AutoMarkt auch mit Verbrennern undHýbriden an. Insofern würden nach deiner Interpretation die Arbeitsplätze so oder so flöten gehen. Und die deutschen Hersteller haben sich doch schon jahrelang im gehobenen Preissegment durch Tesla die Elektrobutter vom Brot nehmen lassen.

    Umgekehrt war und ist der chinesische Markt -der nun mal auch zu Elektroautos geht- für die deutschen Autobauer ein wichtiger Absatzmarkt. Wenn man dann fröhlich weiter nur Verbrenner bauen würde, wäre der Markt irgendwann komplett weg.

    Sprich so oder so haben die deutschen/europäischen Autobauer zu lange gepennt...

    Stell Dich neben ein Kraftwerk in genieße die...

    Das Problem mit Abgasen ist (derzeit) bei Elektroautos nicht weg, es ist nur woanders. Und aktuell arbeiten ja Politiker und auch Bürger (bevorzugt aus dem Schwarz-Braun-blauen Spektrum) mit Hochdruck daran, daß es so bleibt.

    Selbst wenn man mal pessimistisch 20kWh/100km annimmt, dann kommen beim deutschen Strommix (etwas weniger als 450g CO2 pro kWh in 2022 glaube ich) keine 9kg CO2/100km raus. Bei 4l Diesel pro 100km sind es schon über 10kg/100km.

    Dazu haben Kohlekraftwerke in D eine bessere Abgasreinigung als Automotoren. Bei Gaskraftwerken sieht es noch mal besser aus.

    Und wer seine eigene Wallbox zum Laden hat, der kann sogar recht problemlos den erneuerbaren Überschussstrom (im Sommer hauptsächlich mittags PV Strom, im Winter hauptsächlich nachts Windkraftstrom) nutzen, um seine Batterie/Akku zu laden. Da sieht die Abgasbilanz fürs Elektroauto noch viel besser aus.

    In Finnland nimmt die 3G/UMTS Abschaltung 2024 konkrete Formen an:


    Elisa gibt an im November 2023 die Abschaltung abgeschlossen zu haben: http://www.elisa.fi/3g/


    DNA und Telia betreiben nur noch im bevölkerungsreichen Südwesten (inklusive Helsinki, Tampere, Turku) des Landes eigene Netze. Im restlichen Land betreiben sie gemeinsam das "Yhteisverkko"- inzwischen deckt dieses vermutlich über 2/3 der Landesfläche ab.


    DNA gibt an im Oktober/November 23 die südlichen Regionen (exklusive Großraum Helsinki) abgeschaltet zu haben, der Rest im Südwesten plus Großraum Helsinki soll noch im Januar 24 folgen: http://www.dna.fi/3g (in finnisch aber mit schicker Karte)


    Bei Telia soll es im ersten Quartal 24 mit den Abschaltungen in den ländichen Regionen im Südwesten los gehen, im zweiten Quartal fortsetzen. In der zweiten Jahreshälfte die restlichen Regionen und zu allerletzt der Großraum Helsinki sowie die erweiterten Stadtgebiete von Tampere und Turku dran sein: http://www.telia.fi/3g


    Das Yhteisverkko fängt mit den Abschaltungen in 2024 an und will sich offensichtlich im Laufe des Jahres von Süden nach Norden in den versorgten Regionen voran arbeiten. Bis Mitte des Jahres soll etwa Nord-Savo und Nordkarelien erreicht sein. Dann immer weiter nach Norden und zuletzt am Ende des Jahres ist Lappland dran: https://yhteisverkko.fi/news/t…la-4g-yhteydet-paranevat/


    Ich bin hoffentlich im Sommer wieder in Finnland, da werde ich mal schauen, ob im Roaming noch 3G von DNA und/oder Telia in Helsinki zu finden ist. Elisa ist 'mein' finnisches Prepaid Netz, da soll ja jetzt schon kein 3G mehr übrig sein.