Konkretes Beispiel: Es gibt ja genug Paare oder auch Geschwisterkinder die sich trotz Coronainfektion des Einen weiterhin das Schlafzimmer teilen müssen oder freiwillig teilen. Und sie werden auch ganz bestimmt nicht mit FFP2 Maske schlafen.
Wenn die Virenlast also wirklich so entscheiend für den Krankheitsverlauf wäre, dann müssten diese Leute alle mindestens auf der Intensivsation landen oder noch schlimmeres.
Da dem aber definitiv nicht so ist, scheint die Virenlast der man ausgesetzt ist keine sooo grosse Rolle zu spielen.
Und mir kann niemand erzählen das man zum Beispiel bei einer kurzen Bahnfahrt, einem Einkauf oder einen Museumsbesuch eine höhere Virenlast abbekommt als wie wenn man sich mit einem Coronainfizierten das Schlafzimmer teilt.
Jein: Ich glaube schon auch das - korrekt getragene FFP2 Maske - potentiell vorhandene Viren in der Luft filtert und so theoretisch vor einer Infektion schützen würde
Aber um sich wirklich nachhaltig vor einer Infektion zu schützen, müsste man sich defacto vollständig gesellschaftlich isolieren. Solange man auch nur ein paar Kontakte hat mit denen man sich maskenlos trifft, wird man sich zwangsläufig infizieren. Nur eben ein paar Wochen oder Monate später.
Alles anzeigen
Nicht die Logik (zudem falsch) umdrehen. Klar, innerhalb der Familie (die in einer Wohnung/Haus lebt) ist die Wahrscheinlichkeit sich anzustecken sehr hoch. Aber die Aussage war nicht, dass die Schwere einer Infektion linear (und gar unbegrenzt) mit der Virenexposition steigt- so wie du es darstellst. Sondern dass man mit geringerer Exposition (durch Maske) eine höhere Wahrscheinlichkeit hat sich überhaupt zu infizieren oder mit Infektion zu erkranken. Ähnlich wie auch Impfungen Infektionen und (schwere) Erkrankungen unwahrscheinlicher machen. Und eine leichte Infektion und Erkrankung bietet auch eine höhere Wahrscheinlichkeit geringere Virenmengen wiederum an die Mitmenschen weiter zu geben. Und trotzdem bietet eine leichte Infektion/Erkrankung nach der Impfung ein weiteres Training für das eigene Immunsystem.
Insofern geht es individuell für die meisten auch nicht darum sich dauerhaft 100% vor Coronainfektion zu schützen, sondern das eigene Immunsystem möglichst ohne schwere Erkrankung gegen Corona zu trainieren. Das erste ist da die Impfung und dann eben möglichst nur leichte Infektionen und/oder Erkrankungen durchmachen zu müssen. Und ich habe gehört generell das Immunsystem stärken (Ernährung, Bewegung, ausreichend Schlaf etc pp) soll auch nicht verkehrt sein.
Und für die Gesellschaft bleibt es, da Corona so ansteckend ist, auch wichtig, dass die Infektionswellen besser länger als höher/extremer ausfallen. Die Wellen laufen -im Gegensatz zur Grippe z.B.- das ganze Jahr, wir sind gerade mal am Herbstbeginn und die Krankenhausinzidenzen sind in 2 Wochen in die Höhe geschossen, fast verdoppelt. Das führt (wieder) zu starken Belastungen in den Krankenhäusern- und es steht zu befürchten, dass die Belastung (in mehreren Wellen) über Monate bis ins Frühjahr anhalten wird. Bei der Grippe ist es in der Regel nur eine Welle mit um 12 Wochen (ab Dez/Jan).
Masken sind da eine einfache und wenig einschränkende Möglichkeit das individuelle Risiko und die Belastungen für die Gesellschaft zu verringern. Nicht ohne Grund haben soweit ich sehe alle Bundesländer zumindest die Maskenpflicht im ÖPNV beibehalten.
Mal aus einem anderen Bereich: Trotz (aufgefrischter) Tetanusimpfung benutze ich im Garten (dank fortgeschrittenem Alter
) inzwischen bei den Gartenarbeiten Handschuhe. Letztere verringern eben die Wahrscheinlichkeit sich zu verletzen und/oder mit irgendwas (Bakterien, Viren etc) im Garten zu infizieren.