Beiträge von Jimmythebob

    @mostwondetd: Nein, ich glaube immer noch an den Rechtsstaat und an die Unabhängigkeit der Richter. Auch wenn sich das manche hier mit ihren lieb gewonnenen Verschwörungsgeschichten nicht vorstellen können.


    Bielefelder: bitte, bitte informiere dich doch einmal. Die Gesetzesentwürfe stammen angeblich von der Kanzlei Freshfields, welche führend im deutschen Rechtsmarkt ist. Diese Kanzlei stammt ursprünglich aus London (nicht USA!), bevor sie sich mit einer deutschen (!) Kanzlei zusammentat. Das ist aber auch völlig egal, weil die Kanzlei als Partnerschaftsgesellschaft organisiert ist. Nationale Interesse einzelner Länder spielen also überhaupt keine Rolle für das Wohlergehen der Kanzlei. Außerdem ist es einfach so, dass dort sehr viele juristische Experten und Top-Anwälte arbeiten und die Bundesregierung sich von daher dort Expertise besorgt. Nur weil man irgendwo ein paar Überschriften aufschnappt, muss man nicht wieder gleich eine große Verschwörung der Amerikaner wittern. Es wird wirklich albern.

    Was ich mich frage: wenn man jetzt zig tausende Euros in Gold investiert, nach der erwarteten Krise das Gold in "Hartwährungen" umtauscht um sich dann eine Wohnung zu kaufen, warum kauft man dann die Wohnung nicht direkt? :confused:


    Wenn das Geld nicht reichen sollte: Schulden machen ist so billig wie nie und die von euch erwartete Inflation ist dann doch auf eurer Seite.

    Zitat

    Original geschrieben von thomasGr

    Gold ist Geld, seit 3000 Jahren.
    Dein Vorhaben - hier über die Sinnhaftigkeit von Gold zu diskutieren - ist ungefähr so sinnvoll, wie darüber zu diskutieren ob Wasser Durst löscht *prust*.


    Gold ist kein Geld, sonder ein Edelmetall. Und das schon immer. Ob es etwas Wert ist hängt nur davon ab, ob es Menschen gibt, die ein Interesse daran haben. Dies ist zur Zeit der Fall, da viele Menschen nicht wissen, was die Zukunft bringt und dubiose Internetseiten Gold zum vermeintlich sicheren Hafen erklären. Außerdem gibt es eine gewisse Nachfrage aus dem arabischen Raum, wo Gold in erster Linie zu Schmuck verarbeitet wird. Der Goldpreis wird aber wieder sinken, sobald sich die Wirtschaftslage wieder beruhigt hat (das ist nachweislich immer der Fall gewesen) und die Nachfrage aus Dubai und Co wird natürlich auch wegfallen, wenn der dortige Wirtschaftsboom einbricht (auch schon der Fall gewesen).
    Das ganze betrifft aber nur den Wert von Gold als Geldanlage. Dagegen ist ja nichts einzuwenden, allerdings muss man sich eben bewusst sein, dass eine Investition in Gold eben ein spekulatives Geschäft ist. Es gab auch schon Zeiten, wo man mit den Verkauf von Gold große Verluste gemacht hätte.


    Etwas völlig anderes ist es, sich mit Gold irgendeinen Vorteil nach einem Wirtschaftseinbruch oder einer Währungsreform, etc. zu erhoffen. Das nimmt bei dir ja schon esoterische Züge an. Jeder historische Vergleich seit der Neuzeit kommt nämlich zu dem Ergebnis kommt, dass Gold auch nicht nützlicher war als andere Wertgegenstände, die man gegen irgendetwas tauschen konnte. Und wenn Hunger herrscht überleben auch nicht die Leute mit dem Gold, sondern die mit den Waffen oder dem getrockneten Schinken im Keller. :D Aber vielleicht hast du ja Glück und findest in dem Chaos, das du offenbar erwartest, einen dummen Bauern, der dir für dein Gold-Nugget einen Sack Kartoffeln gibt.

    Zitat

    Original geschrieben von Bielefelder
    Das bis zu 2000 Menschen in Karlsruhe gegen den ESM demonstriert haben war zum Beispiel nirgends im sogenannten "Mainstream" zu lesen.


    Wie kommst du denn auf die Zahl? Meinst du diese Demo: [URL=http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/400-Menschen-demonstrieren-gegen-Euro-Rettungsfonds;art1157835,1624665]400-Menschen-demonstrieren-gegen-Euro-Rettungsfonds[/URL]? Wurde die Zahl dann auch vom "Mainstream" manipuliert?


    Im Übrigen scheinst du die das System des BVerfG falsch verstanden zu haben. Ob ein Gesetz verfassungswidrig ist entscheidet einzig und allein das BVerfG. Deshalb kann es das Szenario, dass das BVerfG ein Gesetz "passieren" lässt, obwohl es verfassungswidrig ist, gar nicht geben.


    Natürlich kannst du dann Widerstand leisten (wie auch immer...) und dich zu deiner Verteidigung auf Art. 20 IV GG berufen, aber ob ein Richter den Anwendungsbereich dieser Rechtsfertigungsnorm für eröffnet sieht, wage ich unter Verweis auf die gängige Lesart dieses Artikels mal ganz stark zu bezweifeln.