Beiträge von scharl

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    Original geschrieben von weichei
    Ich denke, ohne es zu wissen, dass es wohl 15 Mhz für LTE sein werden, weil die anderen 5 MHz für die Kapazitätenverstärkung im GSM-Netz Verwendung finden.

    Ich kenne nur die Situation in München, aber in anderen Städten wird es wohl ähnlich sein: Telekom und Vodafone verwenden GSM1800 fast nur an Orten mit sehr hohem Verkehrsaufkommen, z. B. Messegelände, Allianz-Arena, Olympiastadion, Oktoberfest. Sonstige 1800-MHz-Sender sind in den letzten acht Jahren praktisch keine mehr dazugekommen und von den älteren wurden inzwischen einige abgeschaltet und teilweise auch abgebaut.
    Bei den verbliebenen Telekom-GSM1800-Sender wurden in den letzten Wochen der Großteil abgeschaltet. Deshalb war meine Vermutung, dass man diese 5 MHz in Zukunft für LTE nutzen wird und GSM1800 nur noch an wenigen Orten einsetzt, wo dann LTE entweder mit 15 MHz Kanalbandbreite läuft oder alternativ die Frequenzen bei 2,6 GHz genutzt werden.

    Läuft das Telekom-1800-MHz-LTE-Netz eigentlich mit 15 oder 20 MHz Kanalbandbreite? Die Telekom hat ja letztes Jahr 15 MHz im 1800-MHz-Band ersteigert und später bei der Bundesnetzagentur den Antrag gestellt, die GSM1800-Frequenzen auch für LTE nutzen zu dürfen, womit sich dann 20 MHz ergeben. Weiß jemand, ob dieser Antrag inzwischen genehmigt wurde?

    Bei einigen Dokumenten der Bundesnetzagentur nach dem Ende der Frequenzversteigerung 2010 ist angegeben, dass Vodafone im 1800-MHz-Band nur 2x5 MHz Spektrum hat. Im Jahr 1999 gab es ja eine Auktion von GSM1800-Frequenzen, bei der die Telekom 2x5 MHz und Vodafone 2x5,4 MHz ersteigerten.
    Weiß jemand, ob Vodafone inzwischen davon 2x0,4 MHz abgeben musste oder sind die Dokumente der Bundesnetzagentur einfach fehlerhaft?

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    Original geschrieben von Rasenmäher
    Gibts irgendwo oder kennt wer ne Übersicht über die ganzen Vertragslaufzeiten der einzelnen Frequenzbänder?

    Zumindest für den akutellen Stand gibt es beim European Communications Office ein Word-Dokument.
    In dieser PDF-Datei der Bundesnetzagentur geht es um den 2006 durchgeführten Tausch von 1800- gegen 900-MHz-Frequenzen bei E-Plus und o2. Im Gegenzug mussten beide Netzbetreiber akzeptieren, dass alle GSM-Lizenzen einheitlich auf den 31.12.2016 verlängert wurden. Vorher galten als Ende der 31.12.2009 (Telekom und Vodafone), 31.12.2012 (E-Plus) und 31.12.2016 (o2).

    Bei zwei Standorten hat o2 den dritten UMTS-Frequenzblock in Betrieb genommen: Bayerstr. 25, 80335 München (direkt am Bahnhofplatz) sowie Andréestr. 3, 80634 München (Nähe Rotkreuzplatz). Beide Sender waren übrigens beim Testnetz für HSPA+ vor eineinhalb Jahren nicht dabei. Wie hier schon vermutet wurde ist der Kanal 10738 während es beim Testnetz damals 10737 war.
    Die Cell IDs konnte ich leider nicht ermitteln, da mein Nokia 6120 classic trotz Carrier Lock im Netzmonitor nicht einbuchen konnte. Das ist allerdings bei den Zellen für die zweite Frequenz in München auch so. Offensichtlich hat hier o2 eine spezielle Konfiguration, da der Carrier Lock beim zweiten Frequenzblock bei den anderen Netzbetreibern problemlos funktioniert.


    Personal Jesus:
    Bei der Allianz-Arena wirst du mit der dritten Frequenz eher wenig Erfolg haben, denn da ist bisher noch nicht einmal die zweite in Verwendung.

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    Original geschrieben von Rudi78
    Ich kann mir hier nur vorstellen, das 1 Sektor auf 2 Antennen lag, quasi auf aus 1 Antennenpanel 2 mit niederigeren Öffnungswinkel gemacht wurde, und erst später jeweils 1 Sektor = 1 Antenne ausgebaut wurde.

    So war es auch. Meine Beschreibung war wohl etwas missverständlich.

    Anfang des Jahres hat o2 den Standort Neuherbergstr. 11, 80937 München von drei auf sechs UMTS-Sektoren umgebaut. Neue Cell IDs gab es danach erst einmal nicht; man hat die vorhandenen einfach über jeweils zwei Sektoren gesendet.
    Inzwischen sind aber sechs Zellen in Betrieb (von 0° in 60°-Schritten): 6766, 8300, 26766, 28300, 46766, 48300. Die ursprünglichen drei Sektoren (0°, 120°, 240°) haben ihre alten Cell IDs behalten. Der zweite UMTS-Frequenzblock war übrigens schon vor dem Umbau in Betrieb und ist es jetzt auf allen sechs Sektoren.

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    Original geschrieben von Betamax
    Würden sie 28,8Mbit/s HSPA+ bauen wollen, so müssten sie überall MiMo Antennen einsetzen.

    Die Antennen sind das geringste Problem, denn mit Ausnahme von Sendern in Gebäuden, setzten alle Netzbetreiber fast überall kreuzpolarisierte Antennen für UMTS ein, die auch für MIMO geeignet sind.

    Seit der letzten Kartenaktualisierung haben mehr als 50 E-Plus-UMTS-Basisstationen in München als Datum 15.12.2010. Betroffen sind UMTS-Sender, die vor 2005 in Betrieb gegangen waren. Ich vermutete mal, dass man hier überall die Technik ausgetauscht hat.