Beiträge von scharl

    Martyn:
    Auf die E-Plus-Netzabdeckungskarte würde ich nicht warten. Die hängt extrem hinterher.


    Im Raum München sind derzeit 17 E-GSM-Sender eingezeichnet. In Betrieb sind aber schon mindestens 51 E-GSM-Basisstationen.
    Die ältesten Sender, die fehlen, waren bereits im Mai in Betrieb.

    HandyFreak9999:
    Bist du dir sicher, daß o2 dort GSM1800 betreibt?



    Die längeren o2-Antennen sind auf jeden Fall reine 900-MHz-Antennen, die nicht für 1800 MHz verwendet werden können.


    Die kürzeren o2-Antennen sind UMTS-Antennen, die man aber auch für 1800 MHz hernehmen könnte. UMTS halte ich aber für wahrscheinlicher, z. B. auch wegen der Antennenvorverstärker, die es GSM bei o2 eher selten gibt.


    Einen GSM900-/1800-Dualband-Standort kenne ich bei o2 bisher nicht.

    Zitat

    Original geschrieben von Knoxe
    1. Rüstest o2 auch bereits vorhandene GSM1800-Standorte auf EGSM um oder wird EGSM nur für neue BTS verwendet?

    Im Raum München wurden bisher 12 o2-Standorte von GSM1800 auf E-GSM umgestellt.
    Dabei ist die Anzahl der TRX immer gleich geblieben. Bei zwei Basisstationen sind es zwei TRX pro Sektor, bei den restlichen vier TRX pro Sektor.


    Neue Sender wurden auch in den letzten Monaten hier immer noch als GSM1800 aufgebaut.



    Einen GSM1800-/E-GSM-Dualband-Sender gibt es bei o2, so weit ich weiß, bisher noch nirgendwo in Deutschland.

    Normalerweise wird bei GSM-Sendern pro Sektor nicht nur ein Kanal (wobei hier der 1. Zeitschlitz der BCCH ist) sondern noch weitere Kanäle verwendet auf denen dann weitere TCHs sind.


    Heutzutage werden fast nur noch kreuz-polarisierte Antennen verwendet. Bei denen wird dann die eine Hälfte der Kanäle mit +45°-Polarisation und der Rest mit -45° gesendet.


    Früher gab es dagegen nur Antennen mit vertikaler Polarisation. Um die Empfangs-Diversity nutzen zu können, benötigt man pro Sektor mindestens zwei Antennen. Die eine Hälfte der Kanäle wird dann über die 1. Antenne und der Rest über die 2. Antenne gesendet.



    Das zweite von dir genannte Beispiel ist völlig klar: Rundstrahler haben immer vertiakle Polarisation. T-Mobile und Vodafone senden hier über je zwei Antennen. Die Sicherheitsabstände sind in solchen Fällen meistens auch für beide Antennen gleich.


    Beim ersten Beispiel kann man ohne Foto natürlich nur Vermutungen anstellen. Aber auch dort könnte es sein, daß die Antennen auf 36,1 m Höhe je zwei vertikal polarisierte GSM900-Antennen pro Sektor sind.

    In München ist der minimale Einbuchpegel sowohl bei 1800-MHz-Sender als auch bei E-GSM -105 dBm.


    Dualband-Standorte von o2 kenne ich keine. Bisher wurden nur 1800-MHz-Sender komplett auf E-GSM umgerüstet. Bei neu aufgebauten Basisstationen wird dagegen weiterhin auf 1800 MHz gesetzt.

    Ich habe bei den E-GSM-Umrüstungen im Raum München verschiedene Szenarien bei der Vergabe der Cell IDs erlebt:
    Manchmal haben die 1800er-Zellen ihre CIs behalten und die E-GSM900er haben neue bekommen. Bei anderen Standorten wurden für die E-GSM900er-Zellen die alten 1800er-CIs übernommen ünd für 1800 MHz wurden neue Nummern vergeben.
    Dann habe ich aber auch noch Mischformen erlebt, bei denen für einen oder zwei E-GSM-Sektoren die 1800er-CIs übernommen wurden und für die restlichen E-GSM- und die alten 1800er-Zellen neue Nummern vergeben wurden.


    Leider ist inzwischen die Numerierung bei E-Plus nicht mehr so logisch wie früher. Bei Sendern mit drei E-GSM- und drei 1800-MHz-Zellen geht die Verteilung häufig durcheinander zwischen den beiden Bereichen, z. B.:
    63909, 63919 und 63949: 1800 MHz
    63899, 63929 und 63939: E-GSM


    Früher galt immer: CI3 = CI2 + 10 = CI1 + 20