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Zitat
Original geschrieben von Knoxe
1. Rüstest o2 auch bereits vorhandene GSM1800-Standorte auf EGSM um oder wird EGSM nur für neue BTS verwendet?
Im Raum München wurden bisher 12 o2-Standorte von GSM1800 auf E-GSM umgestellt.
Dabei ist die Anzahl der TRX immer gleich geblieben. Bei zwei Basisstationen sind es zwei TRX pro Sektor, bei den restlichen vier TRX pro Sektor.
Neue Sender wurden auch in den letzten Monaten hier immer noch als GSM1800 aufgebaut.
Einen GSM1800-/E-GSM-Dualband-Sender gibt es bei o2, so weit ich weiß, bisher noch nirgendwo in Deutschland.
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Normalerweise wird bei GSM-Sendern pro Sektor nicht nur ein Kanal (wobei hier der 1. Zeitschlitz der BCCH ist) sondern noch weitere Kanäle verwendet auf denen dann weitere TCHs sind.
Heutzutage werden fast nur noch kreuz-polarisierte Antennen verwendet. Bei denen wird dann die eine Hälfte der Kanäle mit +45°-Polarisation und der Rest mit -45° gesendet.
Früher gab es dagegen nur Antennen mit vertikaler Polarisation. Um die Empfangs-Diversity nutzen zu können, benötigt man pro Sektor mindestens zwei Antennen. Die eine Hälfte der Kanäle wird dann über die 1. Antenne und der Rest über die 2. Antenne gesendet.
Das zweite von dir genannte Beispiel ist völlig klar: Rundstrahler haben immer vertiakle Polarisation. T-Mobile und Vodafone senden hier über je zwei Antennen. Die Sicherheitsabstände sind in solchen Fällen meistens auch für beide Antennen gleich.
Beim ersten Beispiel kann man ohne Foto natürlich nur Vermutungen anstellen. Aber auch dort könnte es sein, daß die Antennen auf 36,1 m Höhe je zwei vertikal polarisierte GSM900-Antennen pro Sektor sind.
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Ich habe jetzt noch die maximal erlaubte Sendeleistung überprüft. Die ist bei den E-GSM-Sendern in München 2 Watt.
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In München ist der minimale Einbuchpegel sowohl bei 1800-MHz-Sender als auch bei E-GSM -105 dBm.
Dualband-Standorte von o2 kenne ich keine. Bisher wurden nur 1800-MHz-Sender komplett auf E-GSM umgerüstet. Bei neu aufgebauten Basisstationen wird dagegen weiterhin auf 1800 MHz gesetzt.
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Ich habe bei den E-GSM-Umrüstungen im Raum München verschiedene Szenarien bei der Vergabe der Cell IDs erlebt:
Manchmal haben die 1800er-Zellen ihre CIs behalten und die E-GSM900er haben neue bekommen. Bei anderen Standorten wurden für die E-GSM900er-Zellen die alten 1800er-CIs übernommen ünd für 1800 MHz wurden neue Nummern vergeben.
Dann habe ich aber auch noch Mischformen erlebt, bei denen für einen oder zwei E-GSM-Sektoren die 1800er-CIs übernommen wurden und für die restlichen E-GSM- und die alten 1800er-Zellen neue Nummern vergeben wurden.
Leider ist inzwischen die Numerierung bei E-Plus nicht mehr so logisch wie früher. Bei Sendern mit drei E-GSM- und drei 1800-MHz-Zellen geht die Verteilung häufig durcheinander zwischen den beiden Bereichen, z. B.:
63909, 63919 und 63949: 1800 MHz
63899, 63929 und 63939: E-GSM
Früher galt immer: CI3 = CI2 + 10 = CI1 + 20
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E-Plus hat mal wieder seine Standortkarte aktualisiert.
Jetzt sind im Raum München weitere 4 E-GSM-Sender eingezeichnet. Insgesamt werden jetzt 10 E-GSM-Sender aufgeführt, in Betrieb sind aber schon mindestens 32.
Von den älteren Sendern fliegen bei jedem Update weitere aus der Karte. Derzeit fehlen hier ca. 40 Standorte.
Ich weiß nicht, warum E-Plus sein Netz schlechter darstellt als es ist.
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In München hat E-Plus bisher 28 E-GSM-Sender mit je drei Zellen in Betrieb. Hinzu kommt noch je eine E-GSM-Basisstation in Unterhaching, Ottobrunn, Neubiberg und Gröbenzell.
Von diesen 32 Sendern sind 18 ganz neu aufgebaut worden. Bei einer wird bisher nur im E-GSM-Band gesendet, bei den restlichen gibt es je drei Zellen GSM1800 und E-GSM.
Die restlichen 14 Standorte sind Erweiterungen von GSM1800 um zusätzliche E-GSM-Zellen. In drei Fällen sind nach der Umrüstung allerdings nur noch zwei GSM1800-Zellen in Betrieb; bei zwei Basisstationen gibt es jetzt nur noch eine GSM1800-Zelle.
Bei Erweiterungen um E-GSM ist die Zahl der GSM1800-Kanäle normalerweise nicht reduziert worden, wie man an den Sicherheitsabständen in der emf-Datenbank der BNetzA sehen kann.
Die Kapazität von E-Plus in München ist also seit April deutlich gestiegen.
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Martyn:
Seit ich vor vier Jahren zum ersten Mal die Sender für das Oktoberfest erfaßt habe, hatte o2 an allen Standorten immer zwei Sektoren, also zwei Zellen.
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Auch dieses Jahr haben T-Mobile, Vodafone und o2 wieder einige temporäre Mobilfunksender für das Oktoberfest aufgebaut. Gegenüber dem Vorjahr gab es relativ wenige Änderungen.
E-Plus hat wie immer keine zusätzlichen Sender aufgestellt und diesem Mal sogar nicht einmal zusätzliche Zellen an vorhandenen Basisstationen in Betrieb genommen, wie es sonst immer für das Oktoberfest gemacht wurde.
Alle Details auf meiner Internetseite: http://mitglied.lycos.de/senderlistemuc/
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Re: Zwei Fragen zu gsm.yz.to
Zitat
Original geschrieben von FraDi
Wenn ich die Anzeige auf 2km einstelle ist die angezeigte reale Homezone natürlich größer. Aber woher weiß ich welcher Wert auf mich wirklich zutrifft wenn ich vor Beantragung einer Homezone mir die anzeigen lassen will ?
Es gibt bei gsm.yz.to unter der Karte einen Link Homezone errechnen (experimental). Dieser liefert normalerweise einen ziemlich realistischen Radius, wenn auch tatsächlich alle o2-Sender, die es in dieser Gegend gibt, in der Karte eingezeichnet sind.