Beiträge von scharl

    Danke, ich hab jetzt den Standort gefunden.


    Die drei Sonstigen Funkanlagen sind Richtfunkantennen, weil der Sicherheitsabstand 0 m ist. Diese werden zur Anbindung von Mobilfunksendern verwendet, wenn keine Kabel genutzt werden sollen. Bei Vodafone, E-Plus und o2 ist das sehr häufig der Fall. T-Mobile verwendet dagegen fast immer eine Anbindung per Kabel.


    Sender, die bei der RegTP als Mobilfunk aufgeführt sind, sind entweder GSM oder UMTS. UMTS wird es bei euch wohl eher noch nicht geben und das Datum 1999 spricht erst recht dagegen.
    Auf den Standortkarten von E-Plus und o2 ist dort kein Punkt eingezeichnet und auch T-Mobile kommt nicht in Frage, weil es für die im Internet eine Overlay-Datei von 2001 gibt, wo dort auch kein Sender eingezeichnet ist.
    Damit bleibt eigentlich nur noch Vodafone übrig. Allerdings finde ich es komisch, wenn die Mobilfunksender von Vodafone sind und die Richtfunkantennen von o2.
    Könnte es sein, daß dort o2 mal eine Basisstation hatte und diese wieder abgebaut wurde, weil sie sich nicht gelohnt hat?


    Ein Foto könnte vielleicht weiterhelfen.

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Gibt es am Oktoberfest eigentlich nur mobile GSM Basisstationen oder auch mobile UMTS Nodes.

    T-Mobile, E-Plus und o2 verwenden definitiv nur GSM-Antennen.


    Bei Vodafone macht mich etwas stutzig, daß bei dem Standort am U-Bahn-Eingang Kästchen befestigt sind um den Donwtilt fernsteuern zu können. So etwas kenne ich eigentlich nur von den Vodafone-UMTS-Sendern.

    Zitat

    Original geschrieben von jansen
    Wäre nur die Frage warum man 2 unterschiedliche Varianten der Sperrung
    vornimmt. Ginge doch sicher auch mit einer Methode ?

    Nein, die zwei unterschiedlichen Sperren haben schon ihre Berechtigung:


    Das eine ist "Cell barred" und gilt nur für die aktuelle Zelle. Betroffen sind dabei sowohl Kunden des Heimatnetzes als auch Roamer. Diese Sperre läßt sich mit dem Nokia-Netzmonitor (Menü 19) umgehen.


    Das zweite ist "Roaming not allowed in this Location Area" und wird eingesetzt, um o2-Kunden nicht ins T-Mobile-Netz zu lassen. Deshalb ist Sperren von einzelnen T-Mobile-Zellen für Roaming nicht möglich, sondern es muß immer für eine ganze Location Area erfolgen.

    Zitat

    Original geschrieben von Thomas4711
    Die Anzahl der Antennen hat aber absolut nichts mit der Anzahl der dahinter hängenden Zellen oder TRX´en zu tun.

    OK, ich hätte dazuschreiben sollen, daß o2 nur X-Pol-Antennen verwendet, die zwei Anschlüsse haben, nämlich +45° und -45°.
    Als ich meinte, daß 60% aller o2-Sender in München doppelte Antennen haben, so heißt das, daß es insgesamt vier Anschlüsse pro Sektor gibt.


    Zitat

    Zwei Antennen pro Sektor sind die Normalkonfiguration, einen kombinierte TX/RX-Antenne plus eine RX-Antenne für Diversity. Es ist aber kein Problem, dahinter 3 Sektoren oder ein Sektor mit 4 TRX´e zu hängen.

    Was man als normal definiert ist so eine Sache.
    Zu Beginn von GSM Anfang der 90er verwendete man pro Sektor drei Antennen, zwei für RX und eine für TX.
    Später kam man dann mit zwei Antennen pro Sektor aus, eine RX und eine kombinierte RX/TX.
    Als o2 mit dem Netzaufbau begonnen hat, wurden ausschließlich X-Pol-Antennen eingesetzt, so daß man nur noch eine Antenne pro Sektor brauchte. Durch die unterschiedliche Polarisation hat man weiterhin Diversity-Empfang.
    Die D-Netze haben ab ca. 1998/1999 auch nur X-Pol-Antennen eingesetzt, bei E-Plus hat es bis ca. Ende 2000/Anfang 2001 gedauert, bis die das verwendet haben.



    Zur o2-Konfiguration:
    Eine normale o2-Basisstation hat zwei TRXe. Der erste wird über den +45°-Anschluss gesendet, der zweite über den -45°. Empfangen wird jeweils über beide Kabel.
    Wenn jetzt die Kapzität der Basisstation nicht mehr ausreicht, wird eine weitere X-Pol-Antenne pro Sektor montiert. Der TRX 3 wird dann über den +45°-Anschluss der neuen Antenne gesendet, der TRX 4 über -45°. Empfangen wird wieder jeweils über beide Kabel der Zusatz-Antenne.



    Wie viele TRXe gesendet werden können, hängt nicht von der Antenne ab. Man kann allerdings ohne Combiner so viele TRXe abstrahlen, wie es insgesamt Antennenanschlüsse pro Sektor gibt.

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    In den Grossstädten hat sich bei o2 wie auch bei one, orange CH und E-Plus eingebürgert, zwei Zellen pro Sektor zu verwenden. Andere Netze rüsten gerne TRXn nach.

    Das sind dann aber nicht zwei Zellen pro Sektor, sondern eine Zelle, dessen Kanäle über unterschiedliche Antennen abgestrahlt werden.


    T-Mobile macht das bei temporären Sendern teilweise auch, z. B. bei der Bauma 2004 oder beim Oktoberfest 2002 und 2003.



    Zu den Cell IDs bei o2:
    In München dürften mindestens 60% aller o2-Sender mit doppelten Antennen ausgerüstet sein und in allen Fällen wird nur eine Cell ID pro Sektor verwendet.

    Die Antennen auf dem Olympiaturm haben einen Öffnungswinkel von 33° statt der sonst üblichen 65°. Der Antennengewinn steigt dadurch von 18 dBi auf 21 dBi.


    In München gibt es übrigens noch einen zweiten UHS-Standort: Das Hochhaus Munich City Tower an der Kreuzung Landsberger Str./Donnersbergerbrücke. Hier sind es ebenfalls 9 solche Antennen auf 107 Meter Höhe, während es beim Olympiaturm sogar 205 Meter sind.

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Aber netzübergreifend, und eigentlich sogar im Netz hat der BSIC eh keine besondere Bedeutung. Der einzige Sinn es BSIC ist eigentlich nur, zwei Zellen mit gleichen BCCH voneinander unterscheidbar zu machen. Das soll aber trotzdem nicht passieren, weil trotz BSIC dann Interferenzen auftreten, die die Sprachqulität und die Datenraten äusserst negativ beinflussen.

    Dafür ist der BSIC auch eigentlich nicht gedacht.


    Seinen Zweck hat er nur, wenn im Dedicated Mode dem Netz die sechs besten Nachbarkanäle mitgeteilt werden. Dabei wird nämlich auch der BSIC mitgesendet und nur damit besteht für das Netz die Möglichkeit festzustellen, welcher Kanal von welcher Zelle beim Handy empfangen wird.


    In der Nähe von Grenzen wird mit dem NCC außerdem verhindert, daß dem Netz Kanäle als beste Nachbarn gemeldet werden, die zu einem fremden Netz gehören. Es wird nämlich über jede Basisstation eine Meldung gesendet, welche NCCs überhaupt dem Netz gemeldet werden sollen.