Beiträge von holden

    Für eine konkrete Beratung sollte man sich jemanden suchen, der a) Ahnung von der Materie hat und b) dem man vertraut.


    Da b) für mich ja gar nicht zutreffen kann, bin ich dafür keinesfalls der geeignete Kandidat. Ob ein Versicherungsvertreter/Angestellter/MLP-Berater/Bankberater..., der an der Provision verdient und höchstens nur indirekt (Kundenbindung) am Erfolg der Anlage, sei mal dahingestellt.


    Zufälligerweise liegt mein geplanter Renteneintritt in ähnlich ferner Zukunft. So habe ich es gemacht: BU und Altersvorsorge klar getrennt. Nur so weiß man, was wofür drauf geht, ganz zu schweigen von den Problemen, wenn ein solcher Kuppelvertrag gekündigt wird. Riester-Vertrag halte ich für die erste Wahl bei privater Altersvorsorge (muß aber nicht die einzige Vorsorge bleiben!). Da man die garantierte Rendite bei Riester-Versicherungen und Banksparplänen auch irgendwie bezahlen muss, und ICH diese Sicherheit bei einem Anlagehorizont von über 30 Jahren als (vollkommen) unnötig erachte, wurde es ein Fondssparplan. So gab es meines Wissens seit dem 2. Weltkrieg nicht einen einzigen 30-Jahres-Zeitraum, in dem "sichere" Anlagen die Aktienmärkte geschlagen haben. Über diesen Zeitraum sollten also alle Aktiencrashs mehr als ausgeglichen werden, abgesehen davon sind als unterste Schranke alle eingezahlten Beträge plus Zulagen zum Renteneintritt garantiert. Aber das ist nur meine Variante.


    Edit: Vielleicht noch zur Erklärung, es gibt bei Riester Unterschiede zwischen Fondssparplänen und Versicherungen, die mit Fonds durchgeführt wird. Diese betreffen z.B. Art und Höhe der Provisionszahlungen, garantierte Rendite...

    Die monatlichen Beiträge fließen wie angegeben in die Fonds. Das Vertragsvermögen zum Ablaufdatum ist also abhängig von der Wertentwicklung dieser Fonds und nicht sicher vorhersagbar. Die Garantierente besagt, daß pro 10.000€ Vermögen 23,94€ pro Monat bis zum Todeszeitpunkt ausgezahlt werden (Also bei 200.000€ Ablaufvermögen 20 x 23,94 = 478,80€ monatliche Rente).


    Bei Tod vor Ablauf der Rentengarantieezeit (13 Jahre) wird die Rentensumme, die bis zum Ablauf der 13 Jahre noch gezahlt worden wäre, vererbt.


    Achtung, persönliche Meinung: Ich halte überhaupt nichts von solchen Koppelverträgen (Rente, BU-Versicherung...), da sie sehr intransparent - also kaum nachvollziehbar - sind. Dies könnte gewisse Möglichkeiten für die Versicherungsgesellschaft eröffnen.


    Die Garantierente von 23,94 erscheint mir sehr niedrig. Als Näherung wird oft die 240 als Quotient benutzt. Diese Rechnung ermöglicht eine 30 jährige Rentenzahlung bei 1,5% Inflation und 4,5% Wertentwicklung. Kurzum, bei diesen einigermaßen vernünftigen Annahmen über die Kapitalmärkte könnte man mit 10.000€ 30 Jahre lang eine monatliche Rente von 41,67 (=10.000/240) zahlen. Das ist schon deutlich mehr als 23,94. Bei genannten Kapitalmarktverhältnissen könnte man die Rente von 23,94 bis zum jüngsten Tag zahlen, da die Realzinsen von 3% auf 10.000 = 300€ ausreichen, um 12 x 24,93 zu zahlen. Das heisst, egal wann gestorben wird, die Versicherungsgesellschaft nimmt nominal das volle Vermögen oder mehr mit nach Hause. Man muss dem Vertrag aber zugute halten, daß bei meinen Berechnungen die BU nicht berücksichtigt ist. Und dieser Schutz kostet ja auch einen Batzen Geld.


    Von der BU kenne ich aber nicht die Konditionen. Selbst wenn, ist es alles andere als trivial, diese gemäß obigem Beispiel zu bewerten. Das meinte ich oben mit Intransparenz.


    Und überhaupt nicht nachvollziehen kann ich denn Sinn einer garantierten Mindestrente bei einem Vertrag, bei dem der Versicherte das Wertentwicklungsrisiko in der Anzahlungsphase trägt. Wer ist denn der Anbieter dieser Versicherung?


    Ich bewerte das Ganze etwas anders. Die staatliche Rente ist mit den Reformen durchaus in der Lage, die zukünftige demographische Entwicklung (so wie jetzt abzusehen) zu bewältigen. Was eine umlagefinanzierte Rente natürlich systembedingt nicht leisten kann, ist die Abfederung eines Wegfalls sozialversicherungspflichtiger Jobs (aus welchen Gründen auch immer).


    Leider gibt es ein paar populistische Fehler, wie der mögliche frühere, abschlagsfreie Rentenbeginn bei 45 Beitragsjahren. Wenn zwei Menschen mit 65 in Rente gehen, beide exakt den gleichen Gesamtbetrag in die Rentenkasse einbezahlt haben, der eine in 45 Jahren, der andere in 40 Jahren, warum sollte dann der, der länger gearbeitet hat, massiv bevorteilt werden? Das hat weder etwas mit dem Äquivalenzprinzip, noch etwas mit individueller oder sozialer Gerechtigkeit zu tun.


    Die private Vorsorge im Rahmen von Rürup oder Riester werden in der Einzahlunsphase gerade nicht besteuert, sondern erst in der Auszahlungsphase. Eine doppelte Besteurung ist mit dem Verfassungsgericht nicht zu machen (eine doppeltee Verbeitragung für die Sozialkassen schon...). Diese nachgelagerte Besteuerung hat einige Vorteile. Normalerweise (hellsehen kann ich nicht...) hat man als Rentner einen geringeren Steuersatz als im Erwerbsleben. Ein weiterer Vorteil ist, daß auf die "gestundeten" Beträge auch Rendite anfällt. Und der Zinseszins über 30-40 Jahre kann eine Menge ausmachen.


    Zur Provision: Riester ist in drei Varianten möglich, Banksparplan, Fondssparplan und Rentenversicherung. Nur in der letzten Variante wird die Provision komplett am Anfang erhoben (so genannte Zillmerung), bei den beiden anderen nicht. Dass bei MLP wahrscheinlich nur die Versicherungsverträge angesprochen werden, kommt nicht unerwartet, aber lässt doch schmunzeln...

    Zitat

    Original geschrieben von andi2511
    Sicher ist nur der Tod. Gewinnt Raab immer seine Sendungen, wird der Auszahlungsfall schlichtweg nicht eintreten. ;)


    Das ändert aber nichts an der Mathematik, die dahinter steht. Solange nur immer weitergespielt wird und die Kandidaten mit einer positiven Wahrscheinlichkeit gewinnen, macht eine Versicherung keinen Sinn, egal wie risikoavers die Produktionsfirma ist.


    Oder anders gefragt, wenn Du Versicherer wärst und wüsstest, daß Kandidaten mit 10% Wahrscheinlichkeit gewinnen, und ich Dir die 10. Show anbiete, würdest Du weniger als 500.000 als Prämie nehmen? Lohnt sich dann die Versicherung für die Produktionsfirma noch?

    Zitat

    Original geschrieben von andi2511



    Vielleicht ist der Sender oder die Produktionsfirma auch gar nicht versichert, weil sie die Prämie sparen will, aber deine Argumentation überzeugt mich immer noch nicht, warum eine Versicherung grundsätzlich gar nicht möglich wäre. ;)


    Wenn es stimmt, daß solange gespielt wird, bis ein Kandidat gewinnt, macht eine Versicherung ganz einfach keinen Sinn.


    Wenn es x Sendungen gibt bis ein Kandidat gewinnt, werden x mal 500.000€ ausgeschüttet. Das steht fest. Rechnerisch werden also pro Sendung 500.000 vergeben. Eine Versicherung dient zur Absicherung eines unsicheren Ereignisses. Die Auszahlung von x mal 500.000 ist aber sicher.


    Natürlich könnte man als Versicherer eine einzelne Sendung absichern, in der Hoffnung, daß in dieser der Kandidat nicht gewinnt. Aber schon bei der 2. oder 3. Sendung würde die Prämie über 500.000 liegen. Der Durchschnitt aller Einzelprämien wird bei genau 500.000 liegen, wenn man einmal von systematischen Fehlern der Versicherung absieht und von Inflation abstrahiert.


    Nochmal zur Verdeutlichung, Bei Wer wird Milionär machte eine Versicherung Sinn, da bei x Sendungen insgesamt 0 oder auch einige Millionen ausgeschüttet werden können. Bei Raab werden definitiv x mal 500.000 ausgeschüttet.


    Allerdings wird bei WWM schon lange nicht mehr versichert, da es genug Leute gibt, die die 01379-Nummern nutzen.

    Ich habe schon bei der Vorstellung gedacht, hoffentlich wird der nicht gewählt, da er doch eine sehr arrogante und überhebliche Einstellung durchblicken ließ. Aber vielleicht wurde er genau deswegen gewählt, weil viele hofften, mit ihm doch Raab schlagen zu können.


    Daß er dann in den Disziplinen ein zienmlicher Totalausfall war, ist eine Sache. Noch schlimmer fand ich sein Verhalten. So hat er mehrmals durch Körpersprache und Körperdrehungen die "Sportlerumarmung" direkt nach den Spielen verweigert. Seine Ausdrucksweise war dann ja auch nicht sehr gewählt.


    Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine, daß Johannes' Freundin dann am Ende auch noch zu Stefan gesagt hat: Da hast Du aber Glück gehabt... Das meine ich zumindest an ihren Lippen gesehen zu haben.

    Willkommen im Land der Vertragsfreiheit.


    Ein Jurist möge mich verbessern, aber solange die Whg nicht irgendwie mietgebunden (Sozialbau...) ist, darf der Vermieter genau das verlangen, was er für richtig hält. Er hat etwas, Du willst genau dieses etwas. Wo Ihr Euch einigt, liegt nur zwischen Euch.


    Eine beim Provider eingerichtete Weiterleitung ist etwas anderes als eine manuell vorgenommene. Wenn Du also wie oben erwähnt verfährst, bekommst Du den Original Absender mit Original Betreff.
    Leite die Mails als Kopie weiter und richte den Filter so ein, daß nur Mails durchkommen, über die Du wirklich benachrichtigt werden willst. Hat gleichzeitig den Vorteil, daß das eplus-Konto nicht so schnell volläuft.


    Dann musst Du nur noch regelmäßig das Konto vor Überlauf der 10MB löschen. Aber Achtung, bei mir geht das grundsätzlich nicht über WAP, wenn mehr als 90% belegt sind.

    Benutze seit Jahren comdirect als Hauptkonto und bin zufrieden:
    -Visakarte kostenlos dabei (ist allerdings eine debit-Karte)
    -Fragen über E-Mail wurden bei mir bisher immer innerhalb eines Werktages beantwortet
    -über WAP fast alles machbar, leider stellt auch die comdirect auf iTAN um, so daß man eigentlich immer alle einhundert TANs mit rumschleppen muss...