ZitatOriginal geschrieben von UdoAusBerlin
Es ist eine Ergänzung zu Genion, für Leute die in ihrer Homezone jetzt schon ohne Festnetz auskamen,
Na ja, für diese Leute ist Surf@home auch keine wirkliche Alternative. Ein T-Net Basis Anschluß kostet knapp 16,- EUR, für Surf@home legt man 10,- EUR hin. Für Wenignutzer lohnt sich wahrscheinlich keins der Stundenpakete, so daß man auf Minutenbasis surfen wird. Und da ist man recht schnell an einem Punkt, wo sich aufgrdund des hohen Minutenpreises bei S@h (§ Cent, im Gegensatz zu ca. 1 Cent beim Festnetzanschluß) nur in einem recht geringen Spektrum lohnt, zu S@h zu greifen.
Wenn man Preise von 3 (S@h) bzw. 1 Cent (T-Net) zugrunde legt, lohnt sich S@h nur bis zu einer Surfdauer von 5 Stunden, danach ist es über das Festnetz billiger.
Und jemand, der wirklich nur ein oder zwei Stunden im Web unterwegs ist, um mal eine E-Mail zu schreiben oder eine Zugverbindung oder ein Reiseangebot zu suchen, der braucht auch kein S@h, sondern für den reicht es fast schon aus, wenn er ein GPRS-/UMTS-Paket mit zwei Inklusivstunden bucht, was mit 9,86 EUR auch nicht teurer ist als die S@h Grundgebühr. Und ein Datenkabel (sofern der Computer kein IR und beide Geräte kein BT haben) ist allemal billiger als die Surfbox.
Der Rahmen, in dem sich Surf@home also lohnt, liegt zwischen 2 und 5 Stunden. Und dafür soll der User dann 25,- EUR Anschlußgebühr und 99,- EUR für die Surfbox zahlen. Wahrlich nicht sonderlich interessant.
Und im übrigen: wenn jemand bisher keinen T-Net Anschluß brauchte/wollte, weiß ich auch nicht so recht, warum dieser User dann nun zu Surf@home greifen sollte. Bisher ist er dann anscheinend ohne Internet ausgekommen oder hatte andere Möglichkeiten (Büro, Uni etc.). So einen User nun dazu zu bewegen, über 24 Monate nochmal 10,- bis 20,- EUR zusätzlich (also zu Genion hinzukommend) monatlich zu zahlen, und weiter 125,- EUR Einmalkosten aufzuwenden, wird sicher nicht ganz so einfach.
ZitatOriginal geschrieben von UdoAusBerlin
oder für Leute, die eigentlich mit Genion auskämen, ihr Festnetz aber trotzdem behielten, weil sie gelegentlich surfen wollen, aber eigentlich nicht soviel surfern, daß Festnetz + Flatrate rechnen.
Na ja, man braucht ja zum Surfen im Festnetz keine Flatrate.
Auch dort kann man Miunten-/Stundenpakete buchen oder auf Minutenbasis surfen. Wo die Grenze ist, wo sich welche Anschlußart lohnt, habe ich oben ja bereits dargestellt.
Eine wirkliche Alternative für User mit bereits bestehendem Festnetzanschluß (auch wenn sie parallel Genion bereits haben) ist Surf@home nicht. Zumindest preislich nicht, da sich halt kein deutliches Sparpotential ergibt.
Und selbst wenn man technisch argumentiert und auf die UMTS-Geschwindigkeit verweist, muß man auch die Nachteile dieser Technik beachten. Die maximal mögliche UMTS-Geschwindigkeit, wird in der Praxis sicher nur sehr selten erreicht, zudem dürften die Verbindungen instabiler sein. Für einen technischen Laien (und das werden die meisten Wenig- bzw. Gelegenheitssurfer sein) wird dies sicher ein nicht zu unterschätzendes Ärgernis und somit Hindernis sein.
Zudem muß auch der User mit bestehendem Festnetzanschluß sich die Surfbox kaufen und die Anschlußgebühr zahlen. Je nach gewählten Tarif sind das auch zwischen 75,- und 125,- EUR, was auch so manchen abhalten wird, nachdem er die nötige Hardware ja ansonsten bereits hat.
ZitatOriginal geschrieben von UdoAusBerlin
Hier wird aber immer nur gerechnet nach dem Muster genion+surf&home ist teuer als Festnetz+Internetzugang. Richtig wäre genion+surf&home ist günstiger als Festnetz+Internetzugang+Mobilfunkvertrag. Und diese Rechnung wird für viele Kunden mit einem spezifischen Nutzungsverhalten aufgehen...
Nicht unbedingt. Genion kostet in der interessanteren 10 Skunden-Taktung (und wer sein Handy häufiger nutzt, wird oft zu dieser Taktung greifen) knapp 13,- EUR. Dazu kämen 10,- für Surf@home. Macht knapp 23,- EUR. T-Net und Genion kommen auf knapp 29,- EUR. Das sind 6,- EUR zugunsten von Surf@home, die sich mit dem Nutzungsverhalten aber schnell relativieren, da man mit dem T-Net Anschluß über Call-by-call sowohl bei Gesprächen als auch beim Surfen billiger wegkommen kann. Die Differenz von 6,- EUR zugunsten von Surf@home & Genion relativiert sich als recht schnell, sofern man die Anschlüsse auch nutzt, wovon auszugehen ist, sofern man nicht 23,- EUR jeden Monat einfach nur so ausgeben möchte... ![]()
Grundsätzlich ist die Idee, die hinter Surf@home steckt gut und interessant. Einzig und allein die Umsetzung ist nicht ganz so gelungen. Bei einem günstigern Minutenpreis oder attrativeren Stundenpaketen sähe das anders aus. Von Volumenpaketen ganz zu schweigen. Ich spreche hier nicht von Killerpreisen, aber ein bißchen nach unten gehen müssen die Preise schon, damit es für eine größere Gruppen von Kunden oder potentiellen Kunden wirklich interessant wird.