Beiträge von wirelessfriend

    Hallo,


    die Zusammenschaltung von Antennen ist eigentlich ein Problem, das die Netzbetreiber bei gemeinsam genutzetn Standorten haben (z.B. eine Messe mit einem Antennennetzwerk und vier Betreiber, die dieses Netzwerk nutzen wollen).
    Die Lösung heißt hier 3dB-Koppler. Habe mal danach gegoogelt, aber so ein Bauteil für den "Hausgebrauch" ist schwer zu finden. Auch WIMO bringt erstaunlicherweise (Power-)Splitter und 3dB-Koppler durcheinander. Der Unterschied:
    Ein Splitter (auch Leistungsteiler genannt) gibt die Energie immer von allen Anschlüssen an alle Anschlüsse durch, nur gedämpft je nach Anzahl der Anschlüsse.
    Ein 3dB-Koppler hat immer vier Anschlüsse, von denen sich die "gegenüberliegenden nicht sehen". Die beiden anderen Anschlüsse teilen ihre Leistung auf die beiden anderen zu je 50% auf. Hier wichtig: Das Sendesignal eines Modems darf ja nicht auf den Eingang eines anderen Modems treffen. Für den hier genannten Anwendungsfall brauchte man 7 3dB-Koppler in folgender Verschaltung (Bitte die ASCII-Schreibweise entschuldigen, aber das zu malen fehlt mir jetzt die Geduld :-) )


    Antenne
    |
    3dB
    | |
    3dB 3dB
    | | | |
    3dB 3dB 3dB 3dB
    | | | | | | | |
    1 2 3 4 5 6 7 8 Gerät Nr.


    Der jeweils vierte Anschluß muß immer mit einem Abschlußwiderstand abgeschlossen werden (50 Ohm, 1GHz-tauglich!)
    Nachteil der Lösung - jeder 3dB-Koppler vernichtet in beide Richtungen 3dB, d.h. die Hälfte der Leistung. Hier bekommt also jedes Modem ein um 9dB gedämpftes Signal, die Sendeleistung ist ebenfalls um 9dB gedäpft. Würde man nun eine 9dB-Antenne mit Richtwirkung statt der 8 Antennen einsetzen, wäre mann "gewinnneutral".


    Leider kenne ich die Teile nur in "Industrievarianten" mit Belastbarkeiten von 50 bis 200W. Man könnte aber versuchen, die "Großen" der Branche wie Kathrein, Huber&Suhner oder Spinner mal zu fragen, ob sie etwas im Angebot haben. Alternative wäre ein fähiges Ingenieurbüro für HF-Technik, die würden so eine Verschaltung wahrscheinlich auch von Hand zusammenlöten.

    Hallo,


    muß Schnuri beipflichten: die BS82 hängen hier an allen möglichen Standorten.
    Könnte auch ein Grund für die jetzt häufiger im E-Plus-Netz beschriebenen Probleme sein: Netz teils in Nokia, teils in Siemens-Technik gebaut , das heißt bei Zellwechsel zwischen diesen immer Inter-BSC-Handover. Wenn man da bei der Konfiguration nicht aufpasst oder bestimmte Kapazitäten in den zentralen Netzelementen im MSC fehlen, könnte es hier und da schon klemmen.


    Ansonsten bin ich auch der Meinung - wer seine Kernkompetenzen nach draußen schiebt und alles durch exteren Firmen erledigen läßt, der hat am Ende mit mangelnder Qualität zu kämpfen. Konfiguration durch Fa. A in Potsdam, Funknetzplanung durch Fa. B in Leipzig, Ausführung durch Fa. C mit Sitz in Dresden am Standort in Magdeburg, viele Schnittstellen ... Ein Netz ist für mich ein empfindsamer Organismus, und wenn man x verschiedene am offenen Herzen operieren läßt, leidet der Patient.

    Hallo,


    generell stört mich an W-LAN, daß es keine national überall verfügbaren "Provider" gibt. Wenn man sich bei jedem W-LAN erst nach Besitzer und Zahlungsmodalitäten erkundigen muß, nevt das etwas. Hier hätten die W-LAN-Betreiber durch eine gemeinsame "Clearingstelle" großen Vorsprung gegenüber den Mobilfukanbietern herausarbeiten können.


    UMTS ist einfach großflächiger verfügbar und immer, wenn man einschaltet, geht es über die gleiche Rechnung...

    Selbstbauantenne


    Hallo Tribal-sunrise,


    Zitat:
    A propos Verbesserung der Probleme durch ne Antenne - leicht OT, aber hat jmd. schonmal diese:............


    Also ich habe es mal selbst versucht, eine UMTS-Antenne zu bauen. Das größte Problem dabei ist die entsprechende Bandbreite zu erreichen. Nimmt man relativ dünnen Draht (unter 2mm), dann hat man nur wenige MHz wirklich gute Anpassung, bei den Frequenzen darunter und darüber ist die Anpassung schlecht, so daß die Energie zwischen Antenne und Karte nur pendelt -> Schlechte Stehwelle sagt der Funker.


    Dann mal testweise ca. 4mm dicke Leiter genommen und damit wenigstens den UMTS-Bereich halbwegs sauber abgedeckt. Dabei ist der Âbstand der Quadelemente zum Reflektor extrem kritisch, wenige mm hin und her entscheiden über Wohl und Weh der Antenne.


    Die bei Ebay angebotene Antenne scheint mir in Sachen Bandbreite die E-Netz- und UMTS-Frequenzen nicht ganz abzudecken. Da alle Elemente (=Quadrate) gleich groß sind, sollte diese Antenne entweder nur bei 1800 MHz oder bei UMTS von der Anpassung her gut zu funktionieren. Wenn man sich die professionellen Antennen von z.B. Kathrein ansieht, die auch von ca. 1700 - 2170MHz funktionieren, dann findet man unterschiedlich große Quadelemente mit dicken Leitern, um die Bandbreite zu erreichen.


    Allerdings dürfte auch eine nicht perfekte Antenne immer noch den Vorteil der Richtwirkung (=Gewinn) und der "Störnebelausblendung" rund um den Rechner (der schließlich auch im Frequenzbereich von GSM und UMTS"sendet") haben und vielen endlich zu stabilen Verbindungen verhelfen.

    UMTS 6km


    Hallo Leinadd,


    was bedeutet keine Sicht? Ist nur Wald dazwischen oder ein Berg? 6km sind mit Aussenantenne machbar, wenn ÜBERHAUPT irgend etwas vom Signal durchkommt. Sinnvoll wären genauere Angaben (Standort, Ort mit Versorgung, Netz), dann ist das besser zu beurteilen.

    Hallo,


    HandyFreak9999


    In der Tat liefert wieistmeineip.de die tatsächlich Übetragungsrate, sozusagen auf Layer-1-Nieveau. Da kann also nie mehr rauskommen wie die max. Raten laut Physik (384KBit/s UMTS, 1,8MBit/s HSDPA e.t.c.) .


    Allerdings ist es manchmal wirklich interessant, wie schnell 'zu packende' Daten übermittelt werden können.


    Werde in Zukunft mal beide Seiten parallel nutzen, um zu schauen, wie sich UMTS hier verhält.


    Immerhin kann man ja auch die aktuelle Datenrate bei Vodafone im Dashboard verfolgen und sieht hier relativ genau, wie sich der Datenfluß über die Zeit verteilt. Mein Eindruck bei einigen Tests ist, daß die Datenrate bei einem größeren Download schneller ansteigt, je besser der Empfangspegel ist.


    Edit: wieistmeineip.de läßt leider keinen Test der Geschwindigkeit bei UMTS zu; die ersten Test's liefen noch im Büro über 'Draht'. Anscheinend kommt der Test mit NAT (Experten korrigiert mich) nicht klar. Bleibt mir wieder toast.net....