Beiträge von schmidt3

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    Original geschrieben von saintsimon
    Schert mich das? Sooft und solange die sich zu einen winterlich dampfenden Haufen zusammenfinden, ist die Luft im Rest des Landes besser.


    Mußt Du heute abend eigentlich garnicht zu irgendeiner Lichterkette gegen "Menschenfeindlichkeit"? Da kommen solche reizenden Metaphern doch sicher immer gut.

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    Original geschrieben von saintsimon


    Mit Pegidioten meine Abscheu für die Bewegung selbst gemeint, eine Ansammlung u.a. von gutbürgerlichen Verfassungsfeinden und rechten Spiessern, kritik- und diskursunfähigen Pressekritikern, gewaltbereiten Hooligans als Ordner, verkappten und offenen Nazis und Ausländerfeinden, einen mehrfach straffälligen Redner, der ausgerechnet die Ausweisung von seinesgleichen fordert etc. Eine Bewegung, die sich selbst als Opfer "von denen da oben" stilisiert, aber selbst ungeniert nach unten tritt. Kleinbürgerliche Bigotterie, wie sie auch anderswo auf der Welt zu finden ist.


    Jetzt müßtest Du nur noch eine Möglichkeit finden, die Mitglieder dieser "Bewegung" von Deiner Abscheu in Kenntnis zu setzen. Ich bin sicher, sie würden sich aus Gram darüber in Scharen selbst entleiben.



    Erschreckenderweise gibt es eine ähnliche Reaktionen offenbar auch in Teilen der "westeuropäischen" Jugend:


    http://www.spiegel.de/schulspi…enkminuten-a-1013015.html

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    Original geschrieben von john-vogel
    Der Bezug meines Beitrags war weniger Richtung "Islamistischer Terror" sondern eher in Richtung der hiesigen Diskussion über Pegida (welche ja auch einen nicht kleinen Teil dieses Threads ausmacht).
    Klar, meine erste Assoziation war jemand, der eine "dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern" fordert und dem rechten Spektrum zuzuordnen ist. Am Ende kann es natürlich jemand ganz anderes sein, aber das ist doch der erste Gedanke und ich denke da bin ich nicht allein. Ich traue es keinen normalen Pegida-Besucher zu (die Diskussion wer zu diesen Demonstrationen kommt hatten wir ja gerade hier) - allerdings fühlen sich radikale Personen vermutlich durch diese "Abendspaziergänge" in Ihrer Ansicht plötzlich durch eine breite Masse bestätigt. Nach meiner Ansicht einer der gefährlichsten Aspekte dieser Bewegung.


    Mit weniger "antifaschistisch"-konditionierten Reflexen könnte man allerdings auch durchaus auf andere Ideen kommen:


    http://www.focus.de/regional/w…wolfsburg_id_4158400.html


    http://www.ksta.de/huerth/29-j…im,15189186,29491764.html


    http://www.sz-online.de/sachse…erunterkunft-2985738.html

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    Ah, eine Paywall, merkwürdigerweise erschien die bei mir nicht. Sei's drum: Die Äußerung Ögers fiel bei einem Essen als Antwort auf die Aussage eines Historikers, die Europäer hätten die Türken nicht vor Wien zurückgeschlagen, um sie nun in die EU zu lassen.


    Das Ganze war wohl tatsächlich eher ein Witz - aber damit sollte man im politischen Geschäft wohl eher vorsichtig sein. ;) (Denn wie man sieht, ist die Äußerung auch noch gut zehn Jahre später gut als vermeintliches Indiz für eine in einigen Jahrzehnten abgeschlossene Islamisierung.)


    Da bin ich aber froh, daß das nur ein kleines Witzchen von Herrn Öger war. Ansonsten wäre die Sache ja geradezu furchterregend. Insbesondere weil der (in der Türkei bis heute geleugnete) Umgang mit christlichen Minderheiten in der Vergangenheit ja nichts allzu Gutes erwarten läßt. Schließlich hat sich ein uns allen leider mehr als gut bekannter Schnurrbartträger ja explizit auf diesen Umgang bezogen, um seine eigenen Untaten zu exkulpieren: "Wer denkt heute noch an die Armenier?"

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    Das war nur ein obiter dictum aufgrund einer Assoziation, die mir beim Lesen eines Beitrags auf der vorangegangenen Seite kam. ;) Die Lektüre des Textes von Ronald Asch fand ich jedenfalls ganz interessant - er hat da augenscheinlich etwas kommen sehen.


    Was Deine Phantasien angeht, siehe oben. Übrigens hat Herr Öger die deutsche Staatsbürgerschaft. ;)


    Worauf ich in meinem obigen Beitrag mit Fettdruck hinwies, weil es die Sache umso erschreckender macht. Ich gehe jetzt aber einfach einmal davon aus, daß dertürkische Ministerpräsident türkischer Staatsbürger ist.

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    Original geschrieben von Robert Beloe



    Wenn ich hier so einige Beiträge von Anhängern der AfD lese, dann bin ich gespannt, wie es mit dieser Partei mittelfristig weitergeht. Werden sich auf Dauer gesellschaftspolitisch eher liberale Leute wie Hans-Olaf Henkel oder Ronald Asch in dieser Partei heimisch fühlen? Letzterer hatte ja schon im vergangenen Jahr zu erkennen gegeben, dass er nicht unbedingt mit allen Tendenzen in der neuen Partei glücklich ist:
    http://www.kolibri-afd.de/geho…auf-alexander-dilger/305/


    Das hat mit der feuchten Weltherrschaftsphantasien türkischer Politiker jetzt genau was zu tun?

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    Original geschrieben von Frank
    Davutoglu verspricht: „Die Türkei wird bis zum Jahr 2023 eine Weltmacht sein!“
    klick überlegt mal das würde ein deutscher Politiker sagen. Da kann man nur hoffen dass er kein Fallschirmspringer ist.


    Naja, das mit 2023 ist natürlich schon ein bißchen sehr optimistisch. Aber spätestens wenn das Territorium der vormaligen Bundesrepublik so gegen 2100 dem großosmanischen Reich zugeschlagen werden wird, könnte das mit der Weltmacht dann schon hinkommen.
    Ich darf hierzu mal den deutschen Staatsbürger, deutschen Politiker (SPD-Mitglied, ehemaliger SPD-Abgeordneter im Europäischen Parlament), Unternehmer und Träger des Bundesverdienstkreuzes Vural Öger zitieren, der der türkischen Zeitung Hürriyet folgendes sagte:


    „Im Jahr 2100 wird es in Deutschland 35 Millionen Türken geben. Die Einwohnerzahl der Deutschen wird dann bei ungefähr 20 Millionen liegen.“


    „Das, was Kamuni Sultan Süleyman 1529 mit der Belagerung Wiens begonnen hat, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen, verwirklichen.“


    http://www.focus.de/politik/de…mal-wirbel_aid_82849.html


    Ich denke angesichts dieser Aussage unseres hochverehrten Mitbürgers und SPD-Genossen Öger dürften all die lächerlichen Behauptungen von einer vermeintlichen "Islamisierung des Abendlandes" entgültig ad absurdum geführt sein. Schließlich ist eine Osmanisierung allenfalls in zweiter Linie eine Islamisierung.