Beiträge von schmidt3

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    Original geschrieben von murmelchen
    Deutscher ist er dann wenn es in seinem Pass steht. Egal wie viel %Blut von irgendwas da drin steckt oder wo er geboren wurde.


    Das ist so nicht ganz richtig. Gemäß Art. 116 GG ist derjenige Deutscher, der die deutsche "Staatsangehörigkeit" oder die deutsche "Volkszugehörigkeit" besitzt. Deutscher Volkszugehöriger ist dabei gemäß BVFG derjenige, der "sich in seiner Heimat zum deutschen Volkstum bekannt hat, sofern dieses Bekenntnis durch bestimmte Merkmale wie Abstammung, Sprache, Erziehung, Kultur bestätigt wird." Um es mal grob simplifizierend zu formulieren: Die Menge der Deutschen im Sinne des GG entspricht in etwa der Vereingungsmenge aus "Passdeutschen" (unabhängig ihrer Abstammung) und "Biodeutschen" (unabhängig ihres Passes).
    Was die Staatsangehörigkeit betrifft, so galt auch hier bis 2000 prinzipiell das Abstammungsprinzip (ius sanguinis), bis dies (damals noch gegen heftigen Widerstand von Union und FDP) von der rot-grünen Schröder-Regierung aus durchsichtigem politischen Kalkül geändert wurde. Wie geplant, wird seitdem die Teilmenge der "Biodeutschen" unter den "Passdeutschen" immer kleiner.

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    Original geschrieben von mostwanted
    Nochmal: Der Verlag möchte das. Keine "Schwein" hat diese Forderung gestellt. Selbst Muslime lachen darüber.


    Genau diese servile Haltung eines ins Absurde übersteigerten vorauseilenden Gehorsams gegenüber vermeintlichen Empfindlichkeiten ist ja gerade das Problem.

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    Original geschrieben von mostwanted
    1. England


    Ich hatte nicht behauptet, eine gefährliche Seuche wie der PC-Wahn würde an Staatsgrenzen haltmachen. Der Rinderwahn hat sich ja schließlich auch von Großbritannien bis zu uns ausgebreitet.


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    Original geschrieben von mostwanted
    2. Das abgebildete Bild (Peppa Pig) hat NICHTS mit dem Oxford Verlag zu tun.


    Das mag durchaus sein, Du solltest diese Erkenntnis vielleicht n-tv mitteilen.


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    Original geschrieben von mostwanted
    3. Soll der Verlag doch machen was er will.


    Kann er gerne tun, dennoch erlaube ich mir hierzu eine Meinung zu haben. Und die ähnelt in diesem Punkt offensichtlich derjenigen nicht weniger Briten.
    Für einen der bedeutendsten Wissenschaftsverlage der Welt ist das jedenfalls schon eine sehr fragwürdige Haltung. Vielleicht verzichten sie in Zukunft ja auch auf die Verbreitung der Evolutionstheorie, um die religiösen Gefühle evangelikaler Fanatiker nicht zu verletzen.

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    Original geschrieben von Felsen2000
    Das ich eher Religionskritisch eingestellt bin, dürfte kein Geheimnis sein. Aber ein solcher Beitrag würde in den liberalen Foren, in denen ich unterwegs bin, wegen herabsetzender Sprache gelöscht werden.


    Na da haben die "liberalen Foren", in denen Du unterwegs bist, aber ein interessantes Verständnis von Liberalität.


    Und da wir gerade beim Thema PC-Wahn sind, hier mal ein ganz besondes hübsches Beispiel:


    http://www.n-tv.de/panorama/Br…hern-article14330701.html

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    Original geschrieben von Pitter
    Kurden aus dem Libanon.
    Habe ich das richtig verstanden, es gab Angriffe auf Sanitäter, Gericht, Krankenhaus und Polizei mit etlichen Verletzten und keine einzige Festnahme?


    Vermutlich befürchtete man, eine Festnahme könnte als Mangel an "Willkommenskultur" mißverstanden werden.

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    Original geschrieben von Robert Beloe

    Aber so ist es jetzt nun mal. Pegida wird sich offenbar in irgendeiner Weise mit der AfD zusammentun, und das wird vermutlich dazu führen, dass auch die letzten Liberalen aus dieser Partei nach und nach verschwinden werden. Ich weiß nur noch nicht, wie bedenklich ich das finden soll. Eventuell könnte das dazu führen, dass die AfD recht schnell wieder verschwindet - was ja auch die Befürchtung einiger AfDler ist.


    Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, daß bei Dir - ebenso wie bei der Mehrzahl unserer politischen Kommentatoren - beim Thema AfD der Wunsch der Vater des Gedankens ist. Natürlich gibt es in einer Partei, die noch keine zwei Jahre alt ist, heftige Richtungskämpfe, alles andere wäre nicht nur verwunderlich, sondern sogar traurig.
    Es gibt jedoch zwei Punkte, die ein Auseinanderbrechen der AfD äußerst unwahrscheinlich erscheinen lassen. Zum einen bildet die konsequente Ablehnung der Merkelschen Euro-Rettungspolitik den Kitt, der die AfD über alle Fraktionsgrenzen zusammenhält. Und nach der heutigen Stellungnahme des EuGH-Generalanwalts weitet sich dies noch auf die grundsätzliche Frage aus, ob Deutschland noch eine souveräne Nation ist oder eben doch nur eine EU-Provinz.


    http://blog.zeit.de/herdentrie…14/krieg-der-richter_8004


    Der zweite, meines Erachtens aber noch entscheidendere Punkt ist der, daß fast alle Mitglieder und Wähler der AfD eine böse Erfahrung teilen: Sie sind als politische Menschen über viele Jahre hinweg mit geballter Faust in der Tasche zur Urne gegangen und haben dort Parteien gewählt, die sie längst nicht mehr repräsentiert haben, nur um noch Furchtbareres zu verhindern. Den folgenden Verrat der ehemals bürgerlichen Parteien am bürgerlichen Wähler brauche ich wohl kaum näher zu erläutern. Die Neigung, diese unerfreuliche Erfahrung zu wiederholen, ist über alle Flügel hinweg äußerst gering, niemand will mehr darauf verzichten, eine Alternative zu haben.

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    Original geschrieben von ElChefe
    Und wenn Nazis behaupten, dass 2+2 vier gibt, behaupten wir das Gegenteil?


    Natürlich tun wir das, und zwar schon länger. Ich fürchte, Du hast die Grundsätze von "Neusprech" und "Zwiedenk" noch nicht hinreichend verinnerlicht. Oder, um es in einem Satz auszudrücken: "Autobahn geht gar nicht!" ;)

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    Original geschrieben von john-vogel
    Da kann man sich eigentlich wirklich nur noch schämen... :(


    Also wenn Du meinst, einen Grund zu haben, Dich zu schämen, so würde ich Dir, angesichts einiger Deiner heutigen Beiträge, nicht zu heftig widersprechen wollen.