Beiträge von schmidt3


    Das kannst Du ja vielleicht mal Herrn Özdemir fragen, der den Begriff des "Bio-Deutschen" einer breiten Öffentlichkeit bekannt machte:


    http://www.tagesspiegel.de/ber…geschrittene/1497172.html


    Es handelt sich hierbei keineswegs, wie von Dir suggeriert, um "rechte" Terminologie, sondern um einen in MigrantInnenkreisen mit leicht spöttischem Unterton verwendeten Ausdruck. Man könnte auch "Kartoffel" sagen.

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    Original geschrieben von Mozart40
    In den USA ist das so.


    Da muß man dann beim Wochenendausflug mit der schwangeren Frau nach Tijuana oder an die Niagarafälle aber höllisch aufpassen, daß man den Junior nicht schlagartig zum Mexikaner oder Kanadier macht. ;)


    Zitat

    Original geschrieben von Mozart40
    Daher gibt es ja bis heute keine echten Amerikaner, obwohl die Jungs dort mit den Zipfelmützen seit Jahrzenten etwas anderes behaupten.


    Na eigentlich gibt es dort aufgrund der Anwendung des ius soli massenhaft "echte Amerikaner".

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    Original geschrieben von john-vogel
    Tja, ohne dieses Gesetzesänderung gäbe es heute etwa eine halbe Million "Deutsche" weniger in Deutschland. (Quelle) Insofern würde ich das schon als großen Erfolg verbuchen. Das es immer weniger "Biodeutsche" (wie Du es nennst) gibt, ist völlig unabhängig von dieser Gesetzesänderung. Das haben wir uns selber zuzuschreiben.


    Ob die inflationäre Vergabe der Staatsbürgerschaft an Personengruppen, innerhalb derer nicht wenige dieses Privileg offenbar nicht wirklich zu schätzen wissen, als "großer Erfolg" zu werten ist, darf dann doch bezweifelt werden.
    Aber auch jenseits diese Einwandes kannst Du - wenn Du einmal ganz große Langeweile haben solltest - ja mal über die Analogie zwischen der Vergabe von Staatsbürgerschaften und der Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft nachdenken. Bei letzterer müssen die "Altaktionäre" jedenfalls regelmäßig durch sogenannte Bezugsrechte für die Erweiterung des "Eigentümerkreises" entschädigt werden, da sie diese durchaus nicht als "großen Vorteil" betrachten.


    Zitat

    Original geschrieben von john-vogel
    Das es immer weniger "Biodeutsche" (wie Du es nennst) gibt, ist völlig unabhängig von dieser Gesetzesänderung. Das haben wir uns selber zuzuschreiben.


    Daß die "Biodeutschen" als Gruppe zunehmend an politischem Gewicht verlieren, hängt per se aber nicht mit ihrer sinkender Zahl zusammen, sondern ergibt sich erst im Zusammenspiel mit der Generierung immer neuer "Passdeutscher" ohne biodeutschen Nichtmigrationshintergrund. Angesichts der zunehmend "großzügigen" Auswahl dieser "Passdeutschen" wird dies eben nicht von jedermann als ausschließliche Bereicherung empfunden. Einige politische Parteien nutzen diesen Effekt allerdings sehr erfolgreich zu ihren Gunsten.

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    In dem Fall wäre es doch nur gut gewesen, dass das ius soli jetzt in D auch eine gewisse Bedeutung hat. Staatenlosigkeit ist ja kein erstrebenswertes Schicksal. Leider hat das Mädchen das Fährunglück ja nicht überlebt.


    Und natürlich ist er ein Sachse! ;)


    Und wenn Deine Mutter bei der Durchreise durch Shanghai mit Dir niedergekommen wäre, so wärst Du sicherlich unzweifelhaft Chinese.

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    Die Diskussion hier auf das Staatsbürgerschaftsrecht auszudehnen ist vermutlich nicht sinnvoll, daher nur so viel: Die Aufweichung des ius sanguinis war m.E. angebracht.


    Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, daß mich das erstaunt.


    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Wir hätten mit großer Sicherheit kein kleineres Integrationsproblem, hätte es diese Reform nicht gegeben.


    Wir hätten es aber sicherlich deutlich leichter, unser Integrationsproblem wieder zu lösen. Wenn man die deutsche Staatsbürgerschaft nicht jedem, der die deutsche Gesellschaft und den deutschen Staat abgrundtief verachtet, hinterherwerfen würde, könnten wir sicherlich einige tausend islamistische Fanatiker wesentlich leichter wieder dorthin schicken, wo sie weniger Ausgrenzung und Islamophobie zu erleiden und auch keine Lästerung des Propheten zu ertragen hätten.

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    Wenn Du meinst - dann ist ja alles gut. ;) (Und faktisch gibt es zum Glück zumindest bei Wahlen ohnehin keinen Unterschied. ;))


    Genau das haben sich Grüne und SPD im Jahr 2000 eben auch gedacht.