Zitat
Original geschrieben von Robert Beloe
Natürlich gibt es in der Presse manchmal Fehlmeldungen oder schiefe Darstellungen. Das sind Menschen, die dort oft unter enormen Zeitdruck arbeiten und dementsprechend auch mal einen Fehler machen. Zudem gibt es natürlich eine große qualitative Streuung - gute, schlechte, miserable Zeitungen, reißerische Sendungen, Journalisten, die ein abstruses Verständnis ihres Berufs haben ebenso wie solche, die diesen exzellent beherrschen. Alles andere wäre völlig merkwürdig. Was aber Pegida macht - diese Bewegung kritisiert nicht mangelnde Sorgfalt, sondern es sieht in all dem ein böses Komplott, eben das Wirken der 'Lügenpresse'.
Tatsächlich ist die Kritik an dieser 'Lügenpresse' nur Ausdruck der Enttäuschung darüber, dass die Zeitungen nicht genau das drucken, was man gerne lesen würde, sondern sogar manchmal Sachen schreiben, die einem nicht so gefallen und dem eigenen Welt- und Feindbild widersprechen.
Das ist eben manchmal etwas mühsam mit der freien Presse.
Tatsache ist nun einmal, daß alle Untersuchungen belegen, daß die deutschen Journalisten (gemäß ihrer Selbsteinstufung wohlgemerkt) im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung extrem weit links stehen. Die unter Journalisten mit Abstand beliebteste Partei sind die Grünen, gefolgt von der SPD. Wenn nur Journalisten wählen dürften, hätten wir im Bundestag seit vielen Jahren eine stabile rot-grüne 2/3-Mehrheit.
http://de.statista.com/statist…rnalisten-in-deutschland/
http://www.google.de/url?sa=t&…k1w&bvm=bv.83339334,d.ZWU
https://www.dfjv.de/documents/…nnen_und_Journalisten.pdf
Daß man aus einem solchen Milieu keine objektive Berichterstattung erwarten kann über Themen wie Pegida, Zuwanderung, AfD oder Umwelt-, Familien- und Europapolitik, sollte niemanden überraschen. Dabei ist die klassische "Lüge" auch nur eine sehr selten angewandte Methode der Desinformation. In Zeiten des Internets sind die meist leicht zu entlarven. Aber auch mit Hilfe von Halbwahrheiten, durch Totschweigen, durch Weglassen, bewußte Fehlinterpretation, einseitige Themenwahl, Schwerpunktsetzung, Darstellung, Kommentierung und Wortwahl, Auswahl von Bildmaterial etc. kann man eben ein vollkommen verzerrtes Bild der Realität erzeugen. Man kann die Wirkung einer Lüge auch erzielen ohne explizit die Unwahrheit zu schreiben. Da braucht man garkeine "Verschwörung" zu unterstellen, es reicht schon, wenn die große Mehrheit der Journalisten das gleiche einseitige Weltbild teilt, um den Begriff "Meinungsvielfalt" ad absurdum zu führen.