Tatsache ist allerdings, daß die Finanzmärkte offenbar langsam auch an der Bonität Deutschlands zu zweifeln beginnen. Die Verzinsung schwedischer Staatsanleihen (nicht Mitglied der Währungsunion) liegt inzwischen erstmals in der jüngeren Geschichte unterhalb derjenigen von Bundesanleihen mit gleicher Laufzeit und auch der Spread gegenüber britischen und dänischen Papieren beginnt zu sinken. Nachdem es in den letzten Tagen ja schon die anderen verbleibenden AAA-Länder der Währungsunion wie Finnland, Österreich und die Niederlande getroffen hat, scheinen jetzt also auch wir an die Reihe zu kommen. Und die gestrigen Äußerungen von Lügen-Juncker waren da nun wirklich nicht sehr hilfreich.
Beiträge von schmidt3
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Um auch mal Gutes über O2 zu sagen: Ich bin jedenfalls hier vor den Toren einer süddeutschen (sogenannten) Großstadt mit dem Surfstick vom O2-Discounter indoor i.d.R. mindestens so flott unterwegs wie mit dem lahmen DSL3000-Anschluß, den die Telekom bereitstellen kann und überlege ernsthaft, DSL zu kündigen.
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Habe nach dem update auf 11.10 ebenfalls Probleme mit Ubuntu. Das Gravierendste besteht darin, daß sich die WLAN-Verbindung allenfalls noch sporadisch herstellen läßt.
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Man sollte sich mal keine Illusionen machen: Die Inflation wird kommen, denn sie liegt im Interesse der Eurostaaten, die ja alle mehr oder weniger hoffnungslos verschuldet sind. Und Inflation ist dann eben ein probates Mittel diese Schulden loszuwerden, bewirkt sie doch einen massiven realen Transfer von den Bürgern hin zum Staat. Kurz gesagt, durch Inflation saniert die Regierung den Staatshaushalt auf Kosten ihrer Bürger und zwar ohne mühselig Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen politisch durchsetzen zu müssen. Die einzige Institution, die derartigen Begehrlichkeiten entgegentreten kann, ist eine politisch unabhängige, primär der Geldwertstabilität verpflichtete Zentralbank, wie es einst die Bundesbank war. Statt dessen haben wir jetzt aber eine EZB, die zum Befehlsempfänger der politischen Funktionseliten verkommen ist und rechtswidrig Staatsschuldfinanzierung in großem Unfang betreibt. Und wer jetzt sagt, "das interessiert mich nicht, ich habe kein Vermögen, das mir die Inflation auffressen kann", sollte sich bloß nicht täuschen. Man nennt die Inflation nicht zu Unrecht die "Enteignung des kleinen Mannes". Wirklich Vermögende haben i.d.R. die Möglichkeit sich vor ihr zu schützen, die wahren Verlierer der Inflation sind die Bezieher nominal fixierter Einkommen wie Löhnen, Gehältern, Renten und Sozialtransfers, denn die hinken in einer Inflationsspirale den Preisen immer einen oder mehrere Schritte hinterher.
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Das Problem ist aber, daß die EZB dadurch permanent griechische, portugiesische und italienische Schrottpapiere in ihre Bilanz aufnimmt (bisher immerhin rund 180 Mrd €) und das kann sie eben auch nicht dauerhaft tun. Irgendwann muß sie sonst von den Euro-Mitgliedsländern (zumindest von denen die das noch können und d.h. v.a. Deutschland) rekapitalisiert werden oder eben doch die Notenpresse anwerfen. D.h. früher oder später hat doch der deutsche, finnische, niederländische und österreichische Steuerzahler die Zeche zu zahlen, sei es über Inflation, die Realeinkommen und Vermögen auffrißt, oder über höhere Steuerbelastungen.
In Grunde ist es ganz simpel: In einer Währungsunion kann nicht auf Dauer ein Teil der Mitgliedsländer über seine Verhältnisse leben ohne daß die anderen Länder irgendwann eine reale Last zu tragen haben. -
Zitat
Original geschrieben von Gunn
Also ich bin immer mehr begeistert von The Big Bang Theory.
Also ich find´s voll öd...
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Bazinga! :p
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Also bei Fyve ist das Surfen mit dem Laptop selbst beim "Vielsurfer-Paket" (150 MB für 5€) explizit erlaubt:
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Simyo hat den Vorteil, daß man (inoffiziell) mit allen Eplus-Karten (F&E, Aldi-Talk etc.) aufladen kann, was bei blau nicht möglich ist. Blau bietet dafür mehr Internetoptionen (z.B. Tagesflat für 2,40€), die es bei Simyo z.T. nicht gibt. Ansonsten gibt sich das aber nicht viel.
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Zitat
Original geschrieben von VFBler
schmidt3:Wenn ich jetzt Google anschmeiße und nach den Schlagwörtern "Euro sicher für die Zukunft" suche, find ich mindestens genausoviele Artikel die den Euro als gut, sicher und bestens für uns geeignet aufzeigen. Denk mal drüber nach. Ich find immer das was ich suche und für richtig halte!

Klar würdest Du die finden, allerdings wohl nicht von Leuten mit ökonomischen Sachverstand, sondern von Journalisten und Politikern, die aus rein ideologischen Gründen Durchhalteparolen ausgeben.
Die hier so umfänglich diskutierte "Währungsreform" bzw. Währungsumstellung wird uns übrigens nicht so bald bevorstehen, denn so etwas würde den politischen Willen voraussetzen, zu retten, was noch zu retten ist und der ist offenkundig weder bei der Regierung noch bei der Opposition vorhanden. Der am letzten Donnerstag vom Bundestag beschlossene Einstieg in die unbegrenzte Schulden- und Transferunion wird für Deutschland stattdessen in den kommenden Jahren eine wachsende Steuer- und Abgabenlast bei gleichzeitig zunehmender Staatsverschuldung, wachsender Inflation und schrumpfenden staatlichen Leistungen bedeuten, da die realen Transfers, die wir an die kranken Länder der Währungsunion zu leisten haben, aus ganz simplen politökonomischen Gründen permanent wachsen werden. Das wird früher oder später auch die deutsche Bonität beschädigen, was durch die damit verbundene zunehmende Zinslast die Haushaltslage immer weiter verschärfen wird. Und da angesichts der deutschen Schuldpsychosen das Entstehen einer einflußreichen politischen Gegenbewegung nicht zu erwarten ist, wird der Krug eben solange zum Brunnen gehen, bis er bricht und wir in voller europäischer Solidarität mit den anderen Pleitegeiern in die Insolvenz gehen. Das mag noch zehn Jahre dauern, ist aber die wohl unausweichliche Konsequenz der getroffenen Entscheidungen. Etwas anderes zu glauben, hieße sich schlicht etwas vorzumachen. -
"It can't happen. It's a bad idea. It won't last."
Daß es mit dem Euro kein gutes Ende nehmen wird, ist allerdings keine allzu große Überraschung. Nobelpreisträger Milton Friedmann prophezeite schon vor dessen Einführung 1999, daß der Euro die erste schwere Krise nicht überstehen werde und sagte im Jahr 2002 seinen Zusammenbruch innerhalb der nächsten "fünf bis fünfzehn Jahre" voraus:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,204391,00.html
Und der langjährige Fed-Chef Alan Greenspan hat eine ähnliche Prognose erst im August diesen Jahres aufgestellt:
http://www.spiegel.de/wirtscha…les/0,1518,782021,00.html
Von den zahlreichen deutschen Ökonomen, die schon 1992 und 1998 zum Teil in Zeitungsanzeigen vor der übereilten Einführung des Euro gewarnt haben, will ich garnicht anfangen:
http://www.faz.net/artikel/C30…ueh-gewarnt-30005641.html
http://www.faz.net/artikel/C30…-mit-ansage-30073808.html
Leider sind Frau Merkel und ihre Helfershelfer in seltener Einigkeit mit der rot-grünen Opposition aber wild entschlossen, bevor das Unvermeidliche eintritt, noch große Teile des deutschen Volksvermögens zur Rettung einer Sache zu opfern, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Aber dann bitte nicht behaupten, man sei nicht gewarnt worden:
http://www.faz.net/artikel/C30…tungsschirm-30328668.html
http://diepresse.com/home/wirt…-Parlament-der-Volkswirte