Beiträge von schmidt3

    Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Gibt es auch aktuellere Zahlen?


    PS: Jetzt wird aus einem leicht verletzten Polizisten schon ein "Mordversuch". :rolleyes:


    Nun ja, von den sieben versuchten Tötungsdelikten seitens linker Gewalttäter im Jahr 2009 richteten sich immerhin vier gegen Polizeibeamte. Ist also durchaus nicht so abwegig, wie Du tust.

    Um die Frage von "linker" und "rechter" Gewalt in Deutschland einmal mit ein paar Fakten zu konkretisieren:


    Der Verfassungsschutzbericht 2009 nennt beim Thema politisch motivierter Kriminalität folgende Zahlen. Es gab von "rechter" Seite 891 Gewalttaten, darunter ein Tötungsdelikt, 5 versuchte Tötungen und 738 Körperverletzungen. Dem standen auf der "linken" Seite insgesamt 1115 Gewaltaten gegenüber, darunter 7 versuchte Tötungen und 502 Körperverletzungen. Hinzu kommen von "linker" Seite 113 Brandstiftungen und 4 Herbeiführungen von Sprengstoffexpolsionen, denen 18 Brandstiftungen von "rechter" Seite gegenüberstehen. Nur um mal die Größenordnungen einschätzen zu können.


    Das hier häufig gezeichnete Bild, "linke" Gewalt würde sich ja ausschließlich gegen Sachen richten ist also einfach falsch.

    Zitat

    Original geschrieben von mostwanted
    Sehr interessant! Wirft ein für mich neues Licht auf das Blatt. Sollte eine "extrem" Rechte Partei seriös auftreten und sinnvolle und vor allem Umsetzbare Vorschläge in die Politik bringen, muss man sich ihr stellen wie der Linken oder der FDP. Leider haben sich diese bisher quer durch die Bank durch ihr Auftreten selbst demontiert, und/oder versucht sich auf die falsche Wählerschaft zu konzentrieren.


    Es geht allerdeings nicht um eine "extrem rechte" Partei, denn rechtsextrem sind Organisationen wie die NPD oder die (inzwischen ja verschwundene) DVU, die systemveränderische Zielsetzungen und mit den Prinzipien des Grundgesetzes allenfalls pro forma etwas am Hut haben.
    Die Rede ist viel mehr von einer rechtsdemokratischen, konservativen Partei, die voll und ganz auf dem Boden des Grundgestzes steht und vor allen Dingen ein erklärter Gegner aller totalitären politischen Systeme ist. Eine Partei, die vorwiegend Positionen vertritt, wie sie vor Merkel mitten in der Union beheimatet waren. Denn da klafft in der politischen Landschaft der Bundesrepublik inzwischen eine riesige Lücke.
    Leider haben die Versuche zur Gründung einer solchen rechtsdemokratischen Kraft in der Vergangenheit immer wieder daran gekrankt, daß man entweder Leute mit einer obskuren Vergangenheit aufgenommen hat oder - wo dieser Fehler vermieden wurde - egomane Führungspersönlichkeiten, wie etwa Herr Schill die Sache an die Wand gefahren haben. Nicht unwesentlich zum Scheitern all dieser Versuche beigetragen hat übrigens auch ein mediales "Sperrfeuer", das leider sehr erfolgreich dabei war, die Begriffe "rechts" und "rechtsextrem" zu Synonymen zu machen. Es ist zumindest sehr erstaunlich, daß aus öffentlichen Mitteln nicht etwa der "Kampf gegen den Rechtsextremismus" finanziert wird, sondern ein ominöser "Kampf gegen Rechts". Ich möchte mal sehen, was wohl los wäre, wenn jemand auf die Idee käme, Steuermittel für einen "Kampf gegen Links" auszugeben.


    Auch wenn die Beweislast ja eigentlich bei demjenigen liegt, der eine ehrabschneidende Behauptung aufstellt, darf ich doch mal auf diesen Artikel des JF-Gründers Dieter Stein verlinken:


    http://www.jf-archiv.de/archiv07/200741100530.htm


    Ich denke sehr viel deutlicher kann man sich wohl kaum von "neofaschistischen/rechtsextremen Bewegungen abgrenzen". Falls Du möchtest, kann ich mir aber gerne die Mühe machen und noch mehr derartiger Zitate heraussuchen, wie z.B. dieses ebenfalls von Dieter Stein:


    "Wer sich der deutschen Vergangenheit nicht stellt, kann kein Patriot sein. "


    Na dann hätte Deinem Großvater dieser Artikel aus der JF doch vermutlich sehr gut gefallen, in dem der Bischof von Münster, Graf v. Galen, gegen Anfeindungen seiner (linken) Kritiker in Schutz genommen wird:


    © JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. http://www.jungefreiheit.de 14/07 30. März 2007


    Edit:
    Text entfernt. Was wohl dieses seltsame c in dem lustigen Kreis bedeuten könnte? :rolleyes:
    Carsten


    Sorry, der Link dürfte aber wohl unproblematisch sein:


    http://www.jungefreiheit.de/Si…v.525+M59cbf391981.0.html

    Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    War's das, oder kommt noch was zur Sache?


    Gerne. Wir könnten ja die Frage diskutieren, warum Du der Ansicht bist, daß es sich aus der Tatsache, daß die JF ein Interview mit de Benoist veröffentlicht hat, eindeutig ergibt, daß es sich bei der JF um ein "braunes" Blatt handelt. Vielleicht könntest Du ja - am besten unter Bezugnahme auf genanntes Interview - erläutern, warum Du der Ansicht bist, daß es sich bei ihm um einen "Nazi", nicht aber etwa um einen "Faschisten" oder - was viele sagen würden - einen "Neuen Rechten" handelt.

    Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Es gibt einen Unterschied zwischen "Plattform bieten" und kritischen Interviews eines Herrn Friedmann. Aber ich glaube du willst es gar nicht verstehen, kann das sein?


    Also ich glaube ja, daß Du vor dem heutigen Tag von dieser Zeitung, die übrigens JF heißt, noch nie etwas gehört geschweige denn etwas gelesen hast. Kann das sein?